<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:googleplay="http://www.google.com/schemas/play-podcasts/1.0"><channel><title><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. | NaVi – Nachhaltigkeit & Vielfalt - ]]></title><description><![CDATA[Persönliche Essays und Werkstatt-Notizen zu Klimagerechtigkeit, interkultureller Integrität und Nachhaltigkeit – aus dem Change Club NaVi und mit Blick auf eine integrale Migrations-, Asyl- und Integrationspolitik.]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com</link><image><url>https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!mr8v!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fed7314d7-2b2c-4392-9acd-b02d6784436e_81x81.png</url><title>MOVE.HOPE.LIVE. | NaVi – Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - </title><link>https://johannalehmacher.substack.com</link></image><generator>Substack</generator><lastBuildDate>Sun, 28 Jun 2026 23:36:59 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://johannalehmacher.substack.com/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><copyright><![CDATA[Johanna Lehmacher]]></copyright><language><![CDATA[de]]></language><webMaster><![CDATA[johannalehmacher@substack.com]]></webMaster><itunes:owner><itunes:email><![CDATA[johannalehmacher@substack.com]]></itunes:email><itunes:name><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></itunes:name></itunes:owner><itunes:author><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></itunes:author><googleplay:owner><![CDATA[johannalehmacher@substack.com]]></googleplay:owner><googleplay:email><![CDATA[johannalehmacher@substack.com]]></googleplay:email><googleplay:author><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></googleplay:author><itunes:block><![CDATA[Yes]]></itunes:block><item><title><![CDATA[Gemeinsam für wirksamen Geflüchtetenschutz -]]></title><description><![CDATA[Wo k&#246;nnen wir den Hebel ansetzen?]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/gemeinsam-fur-wirksamen-gefluchtetenschutz</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/gemeinsam-fur-wirksamen-gefluchtetenschutz</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Sat, 27 Jun 2026 11:35:44 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5fzv!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd68e7b19-ce76-45f4-bb3e-9e9cc2cf3bab_2048x2048.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Blick auf 75 Jahre Genfer Fl&#252;chtlingskonvention, ein Memorandum von 275 Organisationen &#8211; und das, was davon in Bonn schon heute Wirklichkeit ist.</em></p><p>Es gibt diesen einen Satz, der mir beim Lesen des neuen Memorandums f&#252;r einen starken Fl&#252;chtlingsschutz nicht mehr aus dem Kopf geht: <em>&#8222;Es geht auch anders!&#8220;</em> Kein Ausrufezeichen der Emp&#246;rung, sondern eines der &#220;berzeugung. Sechs gro&#223;e Organisationen &#8211; Amnesty International, AWO, Der Parit&#228;tische, Diakonie Deutschland, Handicap International und PRO ASYL &#8211; haben es im Juni 2026 ver&#246;ffentlicht, anl&#228;sslich des 75. Jubil&#228;ums der Genfer Fl&#252;chtlingskonvention. Mittlerweile tragen es 275 Organisationen mit, von &#196;rzte ohne Grenzen bis zur Fl&#252;chtlingshilfe Bonn e.V., von Sea-Watch bis zur Kurdischen Gemeinschaft Rhein-Sieg/Bonn.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE. | NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - ! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p>275 Unterschriften sind kein Zufall. Sie sind ein Indiz daf&#252;r, dass eine kritische Masse der Zivilgesellschaft an einem Punkt angekommen ist: Wir wollen nicht l&#228;nger nur reagieren, sondern die Richtung selbst bestimmen.</p><p><br><strong><span data-color="#bf9000" style="color: rgb(191, 144, 0);">Eine Konvention wird 75 &#8211; und steht zugleich unter Druck</span></strong></p><p>1951, in den Tr&#252;mmern eines Kontinents, der gerade erst gelernt hatte, was es bedeutet, wenn Menschen keinen Ort mehr haben, an den sie geh&#246;ren, wurde die Genfer Fl&#252;chtlingskonvention verabschiedet. Ihr Versprechen war einfach und radikal zugleich: Staatsgrenzen stehen dem Recht eines Menschen auf ein Leben in Sicherheit und W&#252;rde nicht entgegen.</p><p>75 Jahre sp&#228;ter lese ich im Memorandum eine n&#252;chterne Bestandsaufnahme, die mir trotzdem den Atem nimmt: Inhaftierung von Familien mit Kindern in Grenzverfahren. Die Auslagerung von Verantwortung in vermeintlich &#8222;sichere&#8220; Drittstaaten. Die gezielte Instrumentalisierung von Gefl&#252;chteten f&#252;r Wahlk&#228;mpfe, die ein gef&#228;hrliches &#8222;Wir gegen die Anderen&#8220; zementiert. Das Gemeinsame Europ&#228;ische Asylsystem (GEAS) hat all das nicht verhindert &#8211; in Teilen erm&#246;glicht es genau das.</p><p>Und doch: Das Memorandum bleibt nicht bei der Kritik stehen. Es ist als <strong>konstruktive Vision</strong> geschrieben, nicht als Klageschrift. Genau das unterscheidet es von vielem, was ich sonst zu diesem Thema lese.</p><h2>F&#252;nf Hebel, ein Bild</h2><p>Die Verfasser*innen gliedern ihre Vision in f&#252;nf Handlungsfelder, und wer sie nebeneinanderlegt, erkennt ein vertrautes Muster &#8211; eines, das ich aus der integralen Perspektive kenne: das Zusammenspiel von innen und au&#223;en, von Individuum und Kollektiv.</p><p><strong>Global Schutz schaffen</strong> &#8211; ein Fonds, eine faire, &#252;berpr&#252;fbare Verantwortungsteilung zwischen Staaten, jenseits nationaler Egoismen.</p><p><strong>Sichere Fluchtwege erm&#246;glichen</strong> &#8211; staatliche Seenotrettung als Pflicht, nicht als Gnade; das Ende der Kriminalisierung von Flucht.</p><p><strong>Faire Asylverfahren und echte Perspektiven</strong> &#8211; Anh&#246;rungen in einer &#8222;vertrauensvollen Atmosph&#228;re&#8220;, wie es im Text hei&#223;t, und ein fairer Spurwechsel auch nach einer Ablehnung, statt automatischer Abschiebung.</p><p><strong>Gute Startbedingungen durch soziale Rechte</strong> &#8211; Sprache, Bildung, Arbeit, Wohnen von Tag eins an, dezentral statt in Sammelunterk&#252;nften.</p><p><strong>Teilhabe und Mitbestimmung</strong> &#8211; kommunales Wahlrecht nach f&#252;nf Jahren rechtm&#228;&#223;igem Aufenthalt, Institutionen, die f&#252;r alle ge&#246;ffnet werden, Begegnungsr&#228;ume, die Politik aktiv schafft statt zuf&#228;llig entstehen zu lassen.</p><p>Wer diese f&#252;nf Felder als Diagramm zeichnen w&#252;rde, k&#228;me zwangsl&#228;ufig bei einem Vier-Felder-Bild heraus: das individuelle Innen (Sicherheit, W&#252;rde, Ankommen), das individuelle Au&#223;en (Sprache, Ausbildung, Spurwechsel), das kollektive Innen (Solidarit&#228;t, Antirassismus, das Gef&#252;hl &#8222;Deutschland ist Heimat geworden&#8220;) und das kollektive Au&#223;en (Konvention, globale Fonds, Wahlrecht, Seenotrettung als Staatsaufgabe). Erst wenn alle vier Quadranten zusammenwirken, wird aus einem Schutzversprechen eine gelebte Wirklichkeit.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5fzv!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd68e7b19-ce76-45f4-bb3e-9e9cc2cf3bab_2048x2048.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5fzv!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd68e7b19-ce76-45f4-bb3e-9e9cc2cf3bab_2048x2048.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5fzv!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd68e7b19-ce76-45f4-bb3e-9e9cc2cf3bab_2048x2048.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5fzv!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd68e7b19-ce76-45f4-bb3e-9e9cc2cf3bab_2048x2048.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5fzv!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd68e7b19-ce76-45f4-bb3e-9e9cc2cf3bab_2048x2048.png 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5fzv!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd68e7b19-ce76-45f4-bb3e-9e9cc2cf3bab_2048x2048.png" width="1456" height="1456" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/d68e7b19-ce76-45f4-bb3e-9e9cc2cf3bab_2048x2048.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:1456,&quot;width&quot;:1456,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:5349202,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/png&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/i/203821892?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd68e7b19-ce76-45f4-bb3e-9e9cc2cf3bab_2048x2048.png&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5fzv!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd68e7b19-ce76-45f4-bb3e-9e9cc2cf3bab_2048x2048.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5fzv!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd68e7b19-ce76-45f4-bb3e-9e9cc2cf3bab_2048x2048.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5fzv!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd68e7b19-ce76-45f4-bb3e-9e9cc2cf3bab_2048x2048.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5fzv!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd68e7b19-ce76-45f4-bb3e-9e9cc2cf3bab_2048x2048.png 1456w" sizes="100vw" loading="lazy"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><h2>Drei Stimmen, die zeigen: Es geht</h2><p>Das Memorandum bleibt nicht abstrakt. Es l&#228;sst Menschen zu Wort kommen, deren Geschichten genau zeigen, wie diese vier Felder ineinandergreifen, wenn es gut geht.</p><p>Weam, 19, aus Syrien geflohen, ihre Mutter auf der &#220;berfahrt verloren, heute in Ausbildung zur Erzieherin in Saarbr&#252;cken: &#8222;Ich habe auf der Flucht viel verloren, aber nie meinen Willen. Heute stehe ich stark, weil Menschen an mich geglaubt haben.&#8220;</p><p>Nasrin, aufgewachsen im Iran, heute Lehramtsstudentin in Stuttgart: &#8222;Deutschland ist Heimat f&#252;r mich geworden. [&#8230;] Ich kann geradeheraus sagen, was ich denke, und einfach so sein, wie ich will.&#8220;</p><p>Abdisamed, vor zehn Jahren aus Somalia geflohen, heute zweifacher Vater und Maschinenbau-Techniker in Ausbildung: &#8222;Mir wurde viel gegeben, jetzt will ich etwas zur&#252;ckgeben.&#8220;</p><p>Und Othman, der mit 15 aus dem Irak floh und heute als Freiberufler Aufkl&#228;rungsarbeit gegen Rassismus macht, sagt einen Satz, der mir besonders nachhallt: Auch nach bestandener Ausbildung und deutschem Pass falle es ihm schwer, Deutschland &#8222;Heimat&#8220; zu nennen &#8211; &#8222;einfach wegen der politischen Stimmung und dem Rassismus, den ich erlebe&#8220;. Das ist die Erinnerung daran, dass rechtliche Teilhabe ohne kulturelle Anerkennung unvollst&#228;ndig bleibt.</p><h2>Und was bedeutet das f&#252;r Bonn?</h2><p>Hier wird es f&#252;r mich konkret. Denn w&#228;hrend auf Bundes- und EU-Ebene &#252;ber GEAS, Resettlementquoten und Drittstaatenkonzepte verhandelt wird, entscheidet sich in Bonn l&#228;ngst, ob diese f&#252;nf Handlungsfelder tragf&#228;hig werden &#8211; oder Papier bleiben.</p><p>Ich halte gerade die aktuelle &#220;bersicht der Evangelischen Gefl&#252;chtetenhilfe Bad Godesberg in der Hand: &#252;ber zwanzig Angebote, ehrenamtlich getragen, von Caf&#233; Contact &#252;ber Sprachkurse bis zur Kleiderkammer. Das ist gelebte Teilhabe-Politik im Kleinen &#8211; genau das vierte und f&#252;nfte Handlungsfeld des Memorandums, jeden Dienstagnachmittag, jeden Montag im Lerncaf&#233;.</p><p>Daraus ergeben sich f&#252;r mich &#8211; passend zu den Forderungen des Memorandums &#8211; f&#252;nf konkrete Hebel f&#252;r Bonn 2026:</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!7HWQ!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd534182b-e613-47b5-9a84-3039e80d7909_2752x1536.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!7HWQ!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd534182b-e613-47b5-9a84-3039e80d7909_2752x1536.png 424w, 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class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><div data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://lh3.googleusercontent.com/notebooklm/AKXwDQFYUelca67neXH87SOfzaIYeKRUQ87ZFqmKJuh76YNsog17TvXNWctkxnTYhwExJNNVIbhUq-YTZKpWVXvHiFfYyZF7OuAwYen0xmEJSutUXiw-aqBAKvdEmfn-Doku7-4lXk0AhWGjrzBgpYDfwyY8POyXnUw=w2752-d-h1536-mp2?authuser=0&quot;}" data-component-name="AssetErrorToDOM"><picture><img src="/img/missing-image.png" height="455" width="728"></picture></div><ol><li><p><strong>Unabh&#228;ngige Rechtsberatung &amp; Traumaarbeit</strong> als lokaler Standard institutionalisieren, statt sie dem Zufall ehrenamtlicher Kapazit&#228;ten zu &#252;berlassen.</p></li><li><p><strong>Gefl&#252;chtetenr&#228;te mit echter Budgetkompetenz</strong> &#8211; Mitbestimmung, die mehr ist als Anh&#246;rung.</p></li><li><p><strong>Kommunale Resettlement-Partnerschaften</strong> zwischen Stadt Bonn, UNHCR und NGOs, planbar statt ad hoc.</p></li><li><p><strong>Dezentrale Unterbringung als Angebot</strong>, nicht als Pflicht &#8211; Wohnungen in normalen Quartieren statt Sammelunterk&#252;nfte.</p></li><li><p><strong>Ein Bonner Solidarit&#228;tsfonds</strong> f&#252;r Sprachkurse und Job-Mentoring, der die L&#252;cken &#252;berbr&#252;ckt, die Bund und Land hinterlassen.</p><p>Dazu zwei strukturelle Bausteine, die ich f&#252;r ebenso wichtig halte: eine <strong>narrative Strategie gegen Stigmatisierung</strong> &#8211; eine st&#228;dtische Kommunikationskampagne, die Erfolgsgeschichten gelungener Teilhabe sichtbar macht, anstatt das Feld den Angstnarrativen zu &#252;berlassen &#8211; und ein <strong>lokales Rechtsnetzwerk</strong>, das Bonner Schutzstandards gegen Versch&#228;rfungen von EU- oder Bundesrecht verteidigt.</p><h2>Aktive Hoffnung als Gegenmacht</h2><p>Joanna Macy nennt es &#8222;aktive Hoffnung&#8220; &#8211; nicht das Warten auf bessere Zeiten, sondern das t&#228;gliche, oft unspektakul&#228;re Handeln, das diese besseren Zeiten &#252;berhaupt erst m&#246;glich macht. Genau das lese ich aus diesem Memorandum heraus, und genau das sehe ich in Bonn, wenn ich auf die Liste der Begegnungscaf&#233;s, Sprachpatenschaften, Ausbildungsbegleitungen und Karriereberatungen schaue: Es ist keine Theorie. Es ist eine Praxis, die l&#228;ngst l&#228;uft &#8211; und die gest&#228;rkt, vernetzt und politisch ernst genommen werden muss, statt an chronischer Unterfinanzierung und Vereinzelung zu scheitern.</p><p><br>275 Organisationen sagen: Es geht auch anders. Die Frage, die mich seit der Lekt&#252;re nicht losl&#228;sst, ist die nach dem Hebel vor Ort: Was w&#252;rde es konkret bedeuten, wenn Bonn diese f&#252;nf Handlungsfelder nicht nur unterst&#252;tzt, sondern selbst zum Modell macht?</p><div><hr></div><p><em>Das vollst&#228;ndige Memorandum samt Liste aller Erstunterzeichnenden findet sich unter <a href="https://www.fluechtlingsschutz.de">fluechtlingsschutz.de</a> &#8211; und kann dort weiterhin mitgezeichnet werden.<br>Wie siehst du das: Wo w&#252;rdest du als Erstes ansetzen &#8211; bei der Unterbringung, der politischen Teilhabe oder der narrativen Arbeit gegen Stigmatisierung? <br>Schreib's mir, ich sammle Stimmen f&#252;r den n&#228;chsten Beitrag.<br>#Fl&#252;chtlingsschutz #GenferFl&#252;chtlingskonvention #AktiveHoffnung #BonnHandeltSolidarisch #Zivilgesellschaft #ProjektNaVi<br>JL</em><br></p></li></ol><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE. | NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - ! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Liebe Integrations- und Kulturschaffende,]]></title><description><![CDATA[Weltfl&#252;chtlingstag 2026 - W&#252;rde bewahren inmitten der Krise
Heute gedenken wir der Namenlosen &#8211; morgen k&#228;mpfen wir f&#252;r ihre W&#252;rde. Ein Brief an alle, die mit Worten, Bildern und Begegnungen Integration gestalten: &#252;ber das GEAS-Dilemma, lokale Lichtblicke in Bonn und warum Gedenken ohne Handeln nicht reicht.]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/liebe-integrations-und-kulturschaffende</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/liebe-integrations-und-kulturschaffende</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Sat, 20 Jun 2026 08:50:21 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!HSkO!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fb4a25056-c844-4bda-97e2-6c1f659b2062_1536x2752.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><span data-color="rgb(18, 18, 18)" style="color: rgb(18, 18, 18);">heute, am Weltfl&#252;chtlingstag 2026, schreibe ich Ihnen als jemand, die mit Ihnen gemeinsam an einer lebendigen, w&#252;rdevollen Zukunft arbeitet &#8212; als Initiatorin des Projekts NaVi, mitten aus Bonn.<br>Ich m&#246;chte Ihnen erz&#228;hlen, was heute hier geschieht. Und ich m&#246;chte Sie bitten, genau hinzuschauen &#8212; denn in diesem einen Tag verdichtet sich ein Widerspruch, den wir als Gemeinschaft nicht stillschweigend hinnehmen d&#252;rfen.</span></p><p><span data-color="rgb(18, 18, 18)" style="color: rgb(18, 18, 18);"><br></span><strong><span data-color="rgb(18, 18, 18)" style="color: rgb(18, 18, 18);">Ein Akt der W&#252;rde gegen das Vergessen</span></strong><span data-color="rgb(18, 18, 18)" style="color: rgb(18, 18, 18);"><br>122 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht &#8212; ein neuer, trauriger Rekordstand. Viele von ihnen sterben namenlos: im Mittelmeer, in der W&#252;ste, im Grenzwald. Heute, von 11 bis 14 Uhr, versammeln wir uns in Bonn, um das nicht l&#228;nger zuzulassen. Wir lesen Namen. Wir erz&#228;hlen Geschichten. Wir entz&#252;nden Kerzen.<br>Das ist kein blo&#223;es Ritual. Es ist eine politische Geste der Menschlichkeit. Indem wir einen Namen aussprechen, geben wir einem Menschen seine Identit&#228;t zur&#252;ck &#8212; die politischen Prozesse allzu leicht in Statistik und Anonymit&#228;t aufl&#246;sen. Ehrenamtliche Leute aus der Zivilgesellschaft, ehrenamtlich Engagierte bei Diakonie, Caritas, Aktion Neue Nachbarn, EMFA und die Seebr&#252;cke Bonn versammeln sich heute gemeinsam, um genau das sichtbar zu machen: dass hinter jeder Zahl ein Leben steht, eine Familie, eine Geschichte.<br><br></span><strong><span data-color="rgb(18, 18, 18)" style="color: rgb(18, 18, 18);">Der politische Bruch: GEAS und lokale Realit&#228;t</span></strong><span data-color="rgb(18, 18, 18)" style="color: rgb(18, 18, 18);"><br>W&#228;hrend wir trauern, vollzieht sich auf politischer Ebene eine andere Erz&#228;hlung. Das neue Gemeinsame Europ&#228;ische Asylsystem (GEAS) bringt geschlossene Grenzzentren, verpflichtende Screenings und die rechtliche Konstruktion einer &#8222;Fiktion der Nicht-Einreise" mit sich &#8212; Ma&#223;nahmen, die legale Wege versperren und Menschen auf immer gef&#228;hrlichere Routen treiben.<br>Auf Landesebene zeigt sich dieser Bruch besonders deutlich: NRW beschleunigt zwar den Schulzugang f&#252;r gefl&#252;chtete Kinder &#8212; zwei statt sechs Monate, ein echter Lichtblick f&#252;r rund 700 Kinder. Doch zugleich entstehen Strukturen, die Menschen entmenschlichen und entmachten: ein neues Asylgrenzzentrum am Flughafen D&#252;sseldorf, zentrales Screening in Bochum, eine Aufenthaltsfiktion, die juristisch verschleiert, was sie politisch bedeutet.<br>Dieser doppelte Kurs &#8212; humanit&#228;re Teil&#246;ffnungen neben restriktiver Abschottung &#8212; ist f&#252;r mich der Kern des heutigen Konflikts zwischen Zivilgesellschaft und Politik. Und genau deshalb, liebe Mitschaffende, brauchen wir Ihre Stimmen, Ihre Kunst, Ihre Bildungsarbeit, Ihre Texte &#8212; &#252;berall dort, wo Sie wirken.<br><br></span><strong><span data-color="rgb(18, 18, 18)" style="color: rgb(18, 18, 18);">Zwischen Trauer und Handeln</span></strong><span data-color="rgb(18, 18, 18)" style="color: rgb(18, 18, 18);"><br>Gedenken und politisches Engagement geh&#246;ren f&#252;r mich zusammen. Wer heute eine Kerze entz&#252;ndet, die Stimme erhebt und an konsequente menschenrechtsorientierte Mitwirkung appelliert, macht zugleich eine Verpflichtung sichtbar: Wir d&#252;rfen nicht zulassen, dass W&#252;rde zur Verhandlungsmasse wird.<br>Es gibt praktische Schritte, die bereits lokal greifen &#8212; der schnellere Schulzugang, oder auch konkrete Teilhabeangebote wie der Berufsinformationstag des Diakonischen Werks Bonn am 10. Juli, der Gefl&#252;chteten direkte Wege in Pflege-, Begleitungs- und Erziehungsberufe &#246;ffnet. Solche Lichtblicke zeigen: Teilhabe ist m&#246;glich. Sie m&#252;ssen ausgebaut werden &#8212; nicht durch Abschottung konterkariert.<br><br></span><strong><span data-color="rgb(18, 18, 18)" style="color: rgb(18, 18, 18);">Schlusswort und Aufruf</span></strong><span data-color="rgb(18, 18, 18)" style="color: rgb(18, 18, 18);"><br>Als Initiatorin von NaVi rufe ich Sie auf, heute nicht nur zu erinnern, sondern auch so zu handeln: Kommen wir zusammen, h&#246;ren Sie die Namen, sprechen Sie mit den Engagierten vor Ort. Unterst&#252;tzen Sie Initiativen, die Teilhabe erm&#246;glichen &#8212; durch Ihre Reichweite, Ihre Netzwerke, Ihre Stimme.<br>Menschenrechte sind unteilbar. W&#252;rde kennt keine Aufenthaltsdauer.<br>Heute gedenken wir. Und morgen arbeiten wir weiter daf&#252;r, dass Schutz, Bildung und ein Leben in W&#252;rde f&#252;r alle Realit&#228;t werden.<br>In Verbundenheit, Johanna Initiatorin, Projekt NaVi &#8212; Bonn"</span></p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!HSkO!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fb4a25056-c844-4bda-97e2-6c1f659b2062_1536x2752.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!HSkO!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fb4a25056-c844-4bda-97e2-6c1f659b2062_1536x2752.png 424w, 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data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/b4a25056-c844-4bda-97e2-6c1f659b2062_1536x2752.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:2609,&quot;width&quot;:1456,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:5265219,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/png&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;topImage&quot;:true,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/i/202819756?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fb4a25056-c844-4bda-97e2-6c1f659b2062_1536x2752.png&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p><span data-color="rgb(18, 18, 18)" style="color: rgb(18, 18, 18);"><br></span></p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE. | NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - ! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[GEAS versperrt Europas Einigungs-Chancen]]></title><description><![CDATA[Vom Schutzversprechen zur Sortiermaschine &#8211; was die GEAS-Reform bedeutet, woran sie scheitert und welche Wege aus der Sackgasse f&#252;hren. / EXPERTISE &#183; Projekt NaVi &#183; Juni 2026]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/geas-versperrt-europas-einigungs</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/geas-versperrt-europas-einigungs</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Fri, 05 Jun 2026 12:20:38 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5tOV!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F279e49c9-7fc4-48a6-9c77-c6c182585f08_2752x1536.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em>Infografik &#8216;GEAS versperrt Europas Perspektive: Vom Schutzversprechen zur Sortiermaschine&#8217; Dreiteilige Infografik: Regelwerk / Dysfunktionen / Integrale Zukunftsperspektive) &#8211;.Bild erstellt mit NotebookLM als visuellen Themen-Einstieg, allerdings mit Fehlern: In der gr&#252;nen Spalte fehlt &#171;216 Millionen&#187; und  &#171;Klimaver&#228;nderungen&#187;, leider ein nerviges Problem</em></p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5tOV!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F279e49c9-7fc4-48a6-9c77-c6c182585f08_2752x1536.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5tOV!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F279e49c9-7fc4-48a6-9c77-c6c182585f08_2752x1536.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5tOV!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F279e49c9-7fc4-48a6-9c77-c6c182585f08_2752x1536.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5tOV!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F279e49c9-7fc4-48a6-9c77-c6c182585f08_2752x1536.png 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" 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Juni 2026 tritt die gr&#246;&#223;te Asylrechtsreform der EU-Geschichte in Kraft. Sie wird als Ordnung verkauft. Tats&#228;chlich verschiebt sie etwas Grundlegendes: vom individuellen Schutzrecht hin zu einer Logik der schnellen Kategorisierung. Das ist kein Verwaltungsdetail. Das ist ein Paradigmenwechsel.</strong></p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE. | NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - ! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p>Diese Expertise erkl&#228;rt, was sich konkret &#228;ndert, wo die Reform an ihren eigenen Versprechen scheitert &#8211; und warum gerade jetzt eine zukunftsf&#228;hige, integrale Migrations-, Asyl- und Integrationspolitik m&#246;glich und n&#246;tig ist. Sie richtet sich an alle, die in der Region Verantwortung tragen: Lehrkr&#228;fte, freiwillig Engagierte, Kommunalpolitik, Kirchengemeinden, Beratungsstellen und aufgeweckte B&#252;rger:innen. Die fachliche Grundlage bildet die Expertise von Prof. Dr. Constantin Hruschka (Evangelische Hochschule Freiburg, Juni 2026) f&#252;r den Mediendienst Integration, erg&#228;nzt um die Migrationsanalysen von Parag Khanna und die Bewertung zivilgesellschaftlicher Organisationen.<br>1. Was sich &#228;ndert &#8211; das neue Regelwerk in neun S&#228;ulen</p><p>Das GEAS-Reformpaket umfasst neun EU-Verordnungen und eine Richtlinie. Weil Verordnungen unmittelbar gelten, haben die Mitgliedstaaten nur geringe Umsetzungsspielr&#228;ume. Die zentralen Bausteine:</p><blockquote><p>&#8211; <em><strong>Screening-Verordnung:</strong></em> Wer irregul&#228;r einreist, wird zuerst erfasst &#8211; Identit&#228;t, Herkunft, Gesundheit, Sicherheitsrisiko, erste Hinweise auf Schutzbed&#252;rftigkeit.</p><p>&#8211; <em><strong>Grenzverfahren: </strong></em>Verpflichtend f&#252;r Menschen aus L&#228;ndern mit einer EU-Anerkennungsquote unter 20 Prozent, bei Identit&#228;tst&#228;uschung oder Sicherheitsgefahr. W&#228;hrend des Verfahrens gelten sie rechtlich als &#8222;nicht eingereist&#8220;.</p><p>&#8211; <em><strong>Schnellverfahren:</strong></em> Entscheidungen innerhalb weniger Wochen, oft mit der Begr&#252;ndung &#8222;offensichtlich unbegr&#252;ndet&#8220; &#8211; ohne aufschiebende Wirkung einer Klage.</p><p>&#8211; <em><strong>AMMVO</strong></em> (Asyl- und Migrationsmanagement): Ersetzt Dublin III, beh&#228;lt dessen Grundlogik &#8211; zust&#228;ndig ist meist der Ersteinreisestaat &#8211; erg&#228;nzt um einen Solidarit&#228;tsmechanismus.</p><p>&#8211; <em><strong>Eurodac-Verordnung:</strong></em> Wird zur umfassenden Bewegungsdatenbank ausgebaut &#8211; datenschutzrechtlich erheblich umstritten.</p><p>&#8211; <strong>Qualifikations-, Asylverfahrens-, R&#252;ckkehrgrenzverfahrens-, Krisen- und Resettlement-Verordnung:</strong> erg&#228;nzen das System um Statusfragen, Verfahrensregeln, R&#252;ckf&#252;hrung, Krisenmechanismen und freiwillige Aufnahme.</p></blockquote><p>Wichtig zur Einordnung: Materiell-rechtlich bleibt das Asylrecht weitgehend unver&#228;ndert. Genfer Fl&#252;chtlingskonvention, Europ&#228;ische Menschenrechtskonvention und EU-Prim&#228;rrecht gelten weiter. Was sich &#228;ndert, ist nicht das Recht auf Schutz &#8211; sondern der Weg dorthin. Und dieser Weg wird enger, schneller und kontrollierter.</p><h2>2. Woran die Reform scheitert &#8211; die Dysfunktionen</h2><p><em>Mit fachlichem Abstand und gespitzter Feder</em></p><h3>Der Paradigmenwechsel zur Sortiermaschine</h3><p>Der Fokus verschiebt sich vom individuellen Schutzrecht hin zu einer Logik der schnellen Kategorisierung, Kontrolle und Abweisung an den Au&#223;engrenzen. Der schutzsuchende Mensch wird nicht mehr zuerst als Rechtssubjekt gesehen, sondern als Verfahrensfall, Risiko, Zust&#228;ndigkeit, R&#252;ckf&#252;hrungsoption. Das ist die eigentliche Verschiebung &#8211; und sie ist folgenreich.</p><h3>Schw&#228;chung des Rechtsschutzes</h3><p>Schnellverfahren bedeuten k&#252;rzere Fristen: oft nur eine Woche f&#252;r eine Klage. Bei einer Ablehnung als &#8222;offensichtlich unbegr&#252;ndet&#8220; hat die Klage keine aufschiebende Wirkung &#8211; die Person ist unmittelbar ausreisepflichtig und kann abgeschoben werden, bevor ein Gericht entschieden hat. Effektiver Rechtsschutz f&#252;r traumatisierte Menschen wird damit praktisch erschwert. Hruschka weist darauf hin: Wer Fluchtgeschichten beschleunigt, beschleunigt nicht die Wahrheit &#8211; er erh&#246;ht das Risiko, sie zu &#252;bersehen.</p><h3>Inhaftierung von Kindern und Familien</h3><p>Die Reform erweitert die M&#246;glichkeiten von Freiheitsbeschr&#228;nkung und -entziehung w&#228;hrend des Verfahrens (Asylverfahrenshaft). Unter besonderen Umst&#228;nden k&#246;nnen auch Kinder und vulnerable Personen untergebracht werden. Die in der Reform vorgesehenen Schutzmechanismen f&#252;r Minderj&#228;hrige werden &#8211; so die Sorge &#8211; in der Praxis nicht konsequent genutzt.</p><h3>Externalisierung durch Return-Hubs</h3><p>Die noch in Verhandlung befindliche R&#252;ckkehrverordnung sieht Zentren in Drittstaaten vor, in die abgelehnte Personen gebracht werden sollen &#8211; als Durchgangsstation oder als Ersatz f&#252;r die Abschiebung ins Herkunftsland. Der erforderliche Menschenrechtsstandard f&#252;r &#8222;sichere Drittstaaten&#8220; wird abgesenkt: Es ist nicht mehr n&#246;tig, dass der Drittstaat die Genfer Fl&#252;chtlingskonvention ratifiziert hat. Das verlagert Verantwortung f&#252;r Menschenrechte in Regionen mit fragw&#252;rdigen Standards.</p><h3>B&#252;rokratisierung statt Beschleunigung</h3><p>Das zentrale Versprechen der Reform ist Beschleunigung. Die Erfahrung zeigt das Gegenteil: Zus&#228;tzliche Regeln verz&#246;gern Asylverfahren, statt sie zu beschleunigen. Mehr Schnellverfahren erzeugen mehr Eilantr&#228;ge, mehr Gerichtsverfahren, mehr Mehraufwand bei Beh&#246;rden und Gerichten. Hinzu kommt: Zum Stand Mai 2026 hatten nur wenige Mitgliedstaaten die rechtlichen, infrastrukturellen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen.</p><p><strong>Der wunde Punkt</strong></p><p>Das System wird dort scheitern, wo es am menschlichsten sein m&#252;sste: bei Kindern, Traumatisierten, Kranken, alleinreisenden Frauen, queeren Menschen, Menschen mit Behinderungen und Folter&#252;berlebenden &#8211; bei allen, die in wenigen Tagen nicht erz&#228;hlen k&#246;nnen, was ihnen geschehen ist. Standards auf dem Papier sch&#252;tzen niemanden, wenn Beratung, Dolmetschung, unabh&#228;ngige Kontrolle und psychologische Versorgung fehlen.</p><h2>3. Warum die Realit&#228;t gr&#246;&#223;er ist als die Reform</h2><p>GEAS versucht, Migration mit Kontrolle, Beschleunigung und Auslagerung zu verwalten. Doch die gro&#223;en Bewegungen der Zukunft verschwinden nicht, weil Europa Verfahren verk&#252;rzt. Die Migrationsforschung &#8211; etwa Parag Khanna &#8211; zeigt ein vielschichtiges Muster, das die europ&#228;ische Debatte oft verfehlt:</p><blockquote><p>&#8211; Klimamobilit&#228;t ist &#252;berwiegend Binnenmigration: Die Weltbank rechnet mit bis zu 216 Millionen Menschen, die bis 2050 innerhalb ihrer eigenen L&#228;nder klimabedingt migrieren &#8211; erste Hotspots schon ab 2030. Das aktuelle Fl&#252;chtlingsrecht erfasst diese Menschen kaum.</p><p>&#8211; Flucht bleibt konfliktgetrieben: Ende 2024 waren laut UNHCR 123,2 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben &#8211; die meisten bleiben in ihrer Herkunftsregion, nicht in Europa.</p><p>&#8211; Arbeitsmigration f&#252;r alternde Gesellschaften: Bis 2050 wird der Anteil der &#252;ber 65-J&#228;hrigen in Europa auf rund 30 Prozent steigen. Europa braucht Einwanderung &#8211; besonders in Pflege, Gesundheit, Bau, Handwerk und Technik.</p><p>&#8211; St&#228;dte werden die eigentlichen Integrationsorte &#8211; mit Chancen auf Arbeit und Bildung, aber Druck auf Wohnraum und soziale Infrastruktur.</p></blockquote><p>Die eigentliche Zukunftsfrage lautet deshalb nicht: Wie halten wir Menschen fern? Sondern: Wie gestalten wir Mobilit&#228;t, Schutz, Teilhabe und Anerkennung so, dass Gesellschaften nicht zerrei&#223;en? GEAS beantwortet diese Frage nicht. Es verschiebt sie.<em><br></em>4. Handlungsperspektiven &#8211; was jetzt in der Region m&#246;glich ist</p><p><em>Kritik allein reicht nicht. Hier die konkreten Aufgaben &#8211; und wo Projekt NaVi ansetzt.</em></p><blockquote><p>1. <strong>Rechtsschutz verteidigen. </strong>Keine Schnellverfahren ohne unabh&#228;ngige Beratung, qualifizierte Dolmetschung und realistische Fristen. Vor Ort hei&#223;t das: Beratungsstellen st&#228;rken, Ehrenamtliche schulen, Rechtshilfenetzwerke kn&#252;pfen.</p><p>2. <strong>Vulnerabilit&#228;t ernst nehmen. </strong>Wer traumatisiert, krank, minderj&#228;hrig oder besonders gef&#228;hrdet ist, darf nicht in Verfahren gedr&#252;ckt werden, die seine Schutzbed&#252;rftigkeit unsichtbar machen. Sensibilisierung und Fr&#252;herkennung sind zivilgesellschaftliche Aufgaben.</p><p>3. <strong>Kinder sch&#252;tzen. </strong>Kinder geh&#246;ren nicht in haft&#228;hnliche Strukturen. Schule, Gesundheit und Entwicklung sind Grundrechte. Die Reform verbessert den Schulzugang (nach zwei Monaten) und die Gesundheitskarte f&#252;r Kinder &#8211; das gilt es lokal einzufordern und umzusetzen.</p><p>4. <strong>Legale Wege schaffen. </strong>Wer Arbeitskr&#228;fte braucht, aber Migration verteufelt, betreibt Heuchelei. Die verk&#252;rzte Wartezeit auf Arbeitsmarktzugang (drei Monate im deutschen Recht) ist ein Hebel &#8211; wenn Kommunen, Betriebe und Bildungstr&#228;ger ihn nutzen.</p><p>5. <strong>St&#228;dte und Kommunen st&#228;rken. </strong>Integration geschieht nicht in Br&#252;sseler Papieren, sondern in Schulen, Wohnungen, Betrieben, Sprachkursen, Nachbarschaften und Rath&#228;usern. Hier liegt die eigentliche Gestaltungsmacht &#8211; und hier wirkt Projekt NaVi.</p><p>6. <strong>Transparenz einfordern. </strong>Keine Drittstaaten-Abkommen hinter verschlossenen T&#252;ren. Das Monitoring durch das Deutsche Institut f&#252;r Menschenrechte und die Nationale Stelle zur Verh&#252;tung von Folter ist gesetzlich verankert &#8211; Zivilgesellschaft kann es begleiten und &#246;ffentlich machen.</p></blockquote><h2>5. Was Projekt NaVi beitragen kann</h2><p>Projekt NaVi &#8211; Nachhaltigkeit und transkulturelle Vielfalt &#8211; ist kein Asylrechtsb&#252;ro. Aber es ist ein Lernort und ein Knotenpunkt f&#252;r genau die Arbeit, die jetzt gebraucht wird: Bewusstsein schaffen, Menschen bef&#228;higen, Br&#252;cken bauen.</p><blockquote><p>&#8211; Im offenen Deutschkurs: Sprache als Schl&#252;ssel zur Selbstwirksamkeit &#8211; gerade f&#252;r gefl&#252;chtete Frauen, die keinen Zugang zum BAMF-Integrationskurs haben.</p><p>&#8211; In der politischen Bildung: Die Klartextcheck-Reihe macht komplexe EU-Politik verst&#228;ndlich &#8211; und bef&#228;higt B&#252;rger:innen, mitzureden statt mitzulaufen.</p><p>&#8211; In der Vernetzung: NaVi verbindet migrantische Communities, Kirchengemeinden, Beratungsstellen und Kommunalpolitik &#8211; die Allianz, die es jetzt braucht.</p></blockquote><p>Migration verschwindet nicht durch Abschreckung. Sie bleibt &#8211; wie Menschenrechte bleiben und Verantwortung bleibt. Die Frage ist, ob wir sie gestalten oder erleiden. Projekt NaVi steht f&#252;r Gestaltung.</p><p>GEAS ist nicht alternativlos. Alternativlos ist nur, dass Menschen in Bewegung bleiben werden. Europa muss w&#228;hlen: Will es ein Kontinent der Menschenrechte bleiben &#8211; oder einer, der seine Werte an den Au&#223;engrenzen ablegt? Die Antwort entsteht nicht in Br&#252;ssel allein. Sie entsteht in Schulen, Vereinen, Gemeinden und Nachbarschaften. Genau dort, wo wir handeln k&#246;nnen. Die Sortiermaschine ist gebaut. Ob sie das letzte Wort hat, entscheiden wir.</p><h2>Quellen</h2><blockquote><p>1. Hruschka, Constantin: Das neue Gemeinsame Europ&#228;ische Asylsystem &#8211; Die wichtigsten Neuerungen im &#220;berblick. Expertise f&#252;r den Mediendienst Integration, gef&#246;rdert von der Robert Bosch Stiftung, Juni 2026.</p><p>2. Mediendienst Integration: GEAS-Reform &#8211; Verordnungen und Hintergr&#252;nde. mediendienst-integration.de</p><p>3. Khanna, Parag: Zukunftsrelevante globale Migrationsbewegungen / AlphaGeo, 2026.</p><p>4. Weltbank: Groundswell Report &#8211; Climate Migration, 2021.</p><p>5. UNHCR: Global Trends Report 2024.</p><p>6. Europ&#228;ische Kommission: Demografischer Wandel in Europa, 2024.</p><p>7. Pro Asyl: Bewertung des GEAS-Anpassungsgesetzes, 2026.</p></blockquote><p><em>Johanna Lehmacher | movehopelive.com | Projekt NaVi Bad Godesberg | Juni 2026 | Diese Expertise ist im Entstehen. R&#252;ckmeldungen willkommen.</em></p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE. | NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - ! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Bekommt Europa das Heft des Handelns rechtzeitig in die Hand?]]></title><description><![CDATA[#KLARTEXTCHECK NR. 3]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/bekommt-europa-das-heft-des-handelns</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/bekommt-europa-das-heft-des-handelns</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Thu, 04 Jun 2026 18:06:51 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GNGZ!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F476e571b-893d-4b09-8f42-340faa148260_947x529.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Tech-Sovereignty-Paket der EU-Kommission vom 3. Juni 2026 &#8211; gelesen von jemandem, der t&#228;glich damit arbeitet, was auf dem Spiel steht.</em></p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GNGZ!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F476e571b-893d-4b09-8f42-340faa148260_947x529.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GNGZ!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F476e571b-893d-4b09-8f42-340faa148260_947x529.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GNGZ!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F476e571b-893d-4b09-8f42-340faa148260_947x529.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GNGZ!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F476e571b-893d-4b09-8f42-340faa148260_947x529.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GNGZ!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F476e571b-893d-4b09-8f42-340faa148260_947x529.png 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GNGZ!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F476e571b-893d-4b09-8f42-340faa148260_947x529.png" width="947" height="529" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/476e571b-893d-4b09-8f42-340faa148260_947x529.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:529,&quot;width&quot;:947,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:null,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:null,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;topImage&quot;:true,&quot;internalRedirect&quot;:null,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GNGZ!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F476e571b-893d-4b09-8f42-340faa148260_947x529.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GNGZ!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F476e571b-893d-4b09-8f42-340faa148260_947x529.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GNGZ!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F476e571b-893d-4b09-8f42-340faa148260_947x529.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!GNGZ!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F476e571b-893d-4b09-8f42-340faa148260_947x529.png 1456w" sizes="100vw" fetchpriority="high"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p><em>Infografik 1: NotebookLM-Grafik &#8216;Tisch der digitalen Souver&#228;nit&#228;t&#8217; &#8211; Europa gestaltet seine digitale Zukunft&#8217; &#8211; erstellt mit NotebookLM - Idee von Johanna Lehmacher nach integralen Perspektiven</em></p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE. | NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - ! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p><strong>Am 3. Juni 2026 hat die Europ&#228;ische Kommission vier Vorschl&#228;ge vorgelegt, die das Heft des Handelns zur&#252;ckholen sollen. Es ist das ambitionierteste Digitalsouver&#228;nit&#228;tspaket, das Europa je auf den Tisch gelegt hat. Und es kommt &#8211; ehrlich gesagt &#8211; fast zu sp&#228;t.</strong></p><p><strong>WAS DIE KOMMISSION VORSCHL&#196;GT &#8211; KOMPAKT</strong></p><p><strong>Chips Act 2.0</strong></p><p>Halbleiter in Europa. Schnellere Genehmigungen, KI-Chips produzieren, Lieferketten sichern. Bis 2030: &gt;70 % des Markts KI-bezogen.</p><p><strong>Cloud &amp; AI Act</strong></p><p>Rechenleistung verdreifachen. Europ&#228;ische Rechenzentren ausbauen, souver&#228;ne Cloud-Rahmen, nachhaltige KI-Infrastruktur.</p><p><strong>Open-Source-Strategie</strong></p><p>3 Mio. Mitwirkende aktivieren. Europas gr&#246;&#223;ter strategischer Vorteil: offene Technologien als Grundlage digitaler Autonomie.</p><p><strong>Energie &amp; KI</strong></p><p>Digitalisierung + Klimawende. KI im Energiesystem, Smart Grids, EU-Daten nutzen &#8211; Transformation statt Widerspruch.</p><p>Das Ruder rumrei&#223;en &#8211; aber wie weit reicht der Arm?</p><p>Mit offenem Blick &#8211; was das Paket kann und was es nicht kann</p><p>Das Tech-Sovereignty-Paket ist real. Es liegt auf dem Tisch. Die Kommission hat nach jahrelangem Z&#246;gern &#8211; und nach dem gescheiterten Trilog vom 28. April 2026 &#8211; Vorschl&#228;ge gemacht, die in die richtige Richtung zeigen. Das ist anzuerkennen.</p><p>Aber Vorschl&#228;ge sind keine Gesetze, und Gesetze sind keine Infrastruktur. Zwischen dem Beschluss einer Kommission und dem ersten europ&#228;ischen KI-Chip, der in einer Schule in Bonn-Bad Godesberg ankommt, liegen Jahre &#8211; wenn nicht Jahrzehnte. Die Frage ist: Wer zieht am Ruder, und wie stark ist der Gegenwind?</p><p>Der Gegenwind ist konkret: US-Handelsdruck, innereurop&#228;ische Differenzen, Lobby-Interessen der Tech-Giganten und die schiere Tr&#228;gheit von Systemen, die &#252;ber Jahrzehnte Abh&#228;ngigkeit institutionalisiert haben.</p><p>Was mich gleichzeitig aufrichtig hoffnungsvoll macht: Europa hat etwas, das Silicon Valley nicht kaufen kann &#8211; 3 Millionen Open-Source-Entwickler:innen, ein einzigartiges Wertesystem und eine Zivilgesellschaft, die Demokratie nicht als Betriebssystem-Feature versteht, sondern als Lebensform. Das ist ein strategischer Vorteil.</p><p>Ob wir ihn nutzen &#8211; das entscheidet sich nicht in Br&#252;ssel. Das entscheidet sich in Klassenzimmern, Vereinssitzungen, Bibliotheken, offenen Deutschkursen und Stadtteilinitiativen.</p><p><strong>Der blinde Fleck des Pakets</strong></p><p>Das Paket spricht von Chips, Clouds und Rechenzentren. Es spricht kaum von Menschen. Von Bildung. Von der Frage, wie eine B&#252;rgerin, die sich freiwillig engagiert, eine gefl&#252;chtete Frau im offenen Deutschkurs, eine zugewanderte Person in der Stadtteilarbeit digitale Souver&#228;nit&#228;t im Alltag leben k&#246;nnen. Technologische Infrastruktur ohne digitale Bildungsinfrastruktur ist wie ein Hafen ohne Navigation. Man kann anlegen &#8211; aber wohin segeln?</p><h2>Aus der Praxis &#8211; Bad Godesberg</h2><p><strong>Was mir digitale Souver&#228;nit&#228;t f&#252;r Projekt NaVi bedeutet</strong></p><p>F&#252;r mich ist digitale Souver&#228;nit&#228;t im Projekt NaVi keine abstrakte europ&#228;ische Strategie, sondern eine sehr konkrete Frage im Alltag. Sie beginnt dort, wo ich mit Frauen im offenen Deutschkurs arbeite, die WhatsApp nutzen und sich in einer neuen Sprache, in einer digitalen Umgebung und oft auch in einem unsicheren sozialen Alltag gleichzeitig zurechtfinden m&#252;ssen. Digitale Souver&#228;nit&#228;t hei&#223;t in diesem Zusammenhang zuerst: wahrzunehmen, wo Abh&#228;ngigkeiten bereits bestehen &#8211; bei &#220;bersetzungstools, bei KI-Systemen, bei Plattformen, bei Ger&#228;ten, bei Zug&#228;ngen und oft schon bei der grundlegenden Infrastruktur.</p><p>Ich erlebe im Unterricht sehr praktisch, dass digitale Werkzeuge hilfreich sein k&#246;nnen. &#220;bersetzungshilfen k&#246;nnen Verst&#228;ndigung erm&#246;glichen, KI kann beim Veranschaulichen, Formulieren, Erkl&#228;ren oder Strukturieren unterst&#252;tzen, und digitale Anwendungen k&#246;nnen Teilhabe erleichtern. Aber genau darin liegt auch die Herausforderung: Einige Teilnehmerinnen nutzen ein Werkzeug, ohne seine Logik, seine Grenzen und seine Machtstrukturen zu verstehen. Social Media werden als &#8220;Baby-Sitter&#8221; zugelassen, abh&#228;ngigkeitsmachende Effekte nicht reflektiert. F&#252;r mich bedeutet digitale Souver&#228;nit&#228;t deshalb, bewusste Nutzung von KI zu unterrichten &#8211; mit Fragen, mit Kontext und mit dem Wissen, dass jede Unterst&#252;tzung auch eine Form von Steuerung sein kann.</p><p>Auch ich nutze solche Systeme &#8211; Microsoft als Betriebssystem, Browser, Textverarbeitung, Google-Mail, NotebookLM und Claude &#8211; obwohl sie Teil genau jener technologischen Machtkonzentrationen sind, die ich kritisch sehe. Das ist kein Widerspruch, den ich einfach aufl&#246;sen kann. Es ist vielmehr die Realit&#228;t, in der wir gerade handeln. Der entscheidende Unterschied liegt f&#252;r mich zwischen unreflektierter und bewusster Nutzung. Unreflektiert w&#228;re es, diese Werkzeuge einfach als neutral, alternativlos oder objektiv zu behandeln. Bewusst ist es, sie als das zu sehen, was sie sind: leistungsf&#228;hige, aber interessengepr&#228;gte Systeme, die man nur dann sinnvoll einsetzen kann, wenn man ihre Bedingungen mitdenkt.</p><p>F&#252;r Projekt NaVi bedeutet das au&#223;erdem, digitale Souver&#228;nit&#228;t nicht nur als Medienkompetenz zu verstehen, sondern als soziale, politische und materielle Frage. Es geht nicht nur darum, ob jemand ein Tool bedienen kann. Es geht auch darum, ob im Klassenraum &#252;berhaupt ein stabiles Internet vorhanden ist, ob Ger&#228;te verf&#252;gbar sind, ob Ausdrucke bezahlbar bleiben, ob Lehrmaterialien fehlen und ob Bildungsorte &#252;berhaupt so ausgestattet sind, dass digitale Teilhabe mehr ist als ein sch&#246;nes Wort. Wenn schon das Modem fehlt, Druckkosten hoch sind und keine Lehrb&#252;cher vorhanden sind, dann zeigt sich sehr deutlich: Digitale Souver&#228;nit&#228;t scheitert nicht zuerst am Willen der Menschen, sondern oft an den Strukturen.</p><p>Genau deshalb ist Projekt NaVi f&#252;r mich ein Lernort digitaler Souver&#228;nit&#228;t. Nicht, weil hier perfekte Bedingungen herrschen, sondern weil hier sichtbar wird, worauf es wirklich ankommt: Bewusstsein, gemeinsame Reflexion, praktische Unterst&#252;tzung und die Suche nach Wegen, wie Teilhabe unter realen Bedingungen m&#246;glich wird. Dazu geh&#246;rt f&#252;r mich inzwischen auch, europ&#228;ische F&#246;rderm&#246;glichkeiten mitzudenken &#8211; nicht als Nebensache, sondern als notwendige Voraussetzung daf&#252;r, dass digitale Bildung, Integration und zivilgesellschaftliches Engagement &#252;berhaupt tragf&#228;hig werden k&#246;nnen.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!iYqD!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe29f639-2183-4745-9471-9e521561eed1_544x816.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!iYqD!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe29f639-2183-4745-9471-9e521561eed1_544x816.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!iYqD!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe29f639-2183-4745-9471-9e521561eed1_544x816.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!iYqD!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe29f639-2183-4745-9471-9e521561eed1_544x816.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!iYqD!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe29f639-2183-4745-9471-9e521561eed1_544x816.jpeg 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!iYqD!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe29f639-2183-4745-9471-9e521561eed1_544x816.jpeg" width="544" height="816" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/be29f639-2183-4745-9471-9e521561eed1_544x816.jpeg&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:816,&quot;width&quot;:544,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:null,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:null,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:null,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!iYqD!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe29f639-2183-4745-9471-9e521561eed1_544x816.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!iYqD!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe29f639-2183-4745-9471-9e521561eed1_544x816.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!iYqD!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe29f639-2183-4745-9471-9e521561eed1_544x816.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!iYqD!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe29f639-2183-4745-9471-9e521561eed1_544x816.jpeg 1456w" sizes="100vw" loading="lazy"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p><em>Infografik 2: &#8216;EU-Souver&#228;nit&#228;tspaket 2026&#8217; (farbige &#220;bersicht) &#8211;</em></p><h2>Taugt Projekt NaVi zur Navigation?</h2><p><em>NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; transkulturelle Vielfalt &#8211; als zivilgesellschaftlicher Kompass</em></p><blockquote><p>&#8211; Ja &#8211; weil NaVi genau die L&#252;cke f&#252;llt, die das Paket offenl&#228;sst: Bildung, Bewusstsein, Br&#252;cken zwischen Technik und Menschenw&#252;rde.</p><p>&#8211; Ja &#8211; weil transkulturelle Vielfalt kein Anh&#228;ngsel ist, sondern Kernkompetenz. Digitale Souver&#228;nit&#228;t, die nur f&#252;r Mehrheitsgesellschaften gedacht wird, ist keine.</p><p>&#8211; Ja &#8211; weil Navigation Orientierung braucht, nicht Perfektion. NaVi navigiert nicht trotz Komplexit&#228;t, sondern mit ihr &#8211; integral, systemisch, menschlich.</p><p>&#8211; Mit einer Anfrage: NaVi muss den Anschluss an die europ&#228;ische F&#246;rderlandschaft aktiv suchen. Digital Compass, DigCompEdu, EU Skills Agenda &#8211; das sind keine B&#252;rokratien, sondern potenzielle B&#252;ndnispartner.</p></blockquote><h2>Fragen zum Weiterdenken</h2><p><em>F&#252;r Lehrkr&#228;fte, freiwillig Engagierte, B&#252;rger:innen</em></p><blockquote><p>&#8211; Wann haben Sie zuletzt bewusst entschieden, welches digitale Werkzeug Sie nutzen &#8211; und warum? Ist das eine freie Entscheidung oder eine strukturelle Notwendigkeit?</p><p>&#8211; Wenn Europa eine eigene KI-Infrastruktur aufbaut &#8211; was m&#252;sste sie anders machen als Silicon Valley, damit Sie ihr vertrauen w&#252;rden?</p><p>&#8211; Chips Act, Cloud Act, Open Source &#8211; das klingt weit weg. Was davon landet in Ihrem Alltag, in Ihrer Schule, in Ihrem Verein? Und wer erkl&#228;rt es, wenn nicht wir?</p><p>&#8211; Kann das Ruder wirklich rumgerissen werden &#8211; oder segeln wir schon so lange mit dem Wind der anderen, dass wir vergessen haben, wie man selbst steuert?</p></blockquote><p>Das Tech-Sovereignty-Paket ist ein Aufbruchssignal. Es reicht nicht. Aber es ist ein Anfang &#8211; und Anf&#228;nge brauchen Menschen, die sie ernst nehmen, weiterdenken und weitertragen. In Klassenzimmern. In Vereinen. In Stadtteilinitiativen. Genau dort, wo Projekt NaVi navigiert. Das freie Gefilde liegt nicht am Horizont. Es beginnt hier &#8211; mit der n&#228;chsten bewussten Entscheidung.</p><blockquote><p></p></blockquote><p><strong>Quellenangaben:</strong></p><blockquote><p>1. Europ&#228;ische Kommission: European Technological Sovereignty Package. Factsheet, Juni 2026. ec.europa.eu #DigitalEU</p></blockquote><ol start="2"><li><p>Europ&#228;ische Kommission: Digital Education Action Plan 2021&#8211;2027. education.ec.europa.eu</p></li><li><p>Joint Research Centre: DigCompEdu &#8211; Update underway. school-education.ec.europa.eu</p></li><li><p>Geese, Alexandra: Parlamentsrede zur digitalen Souver&#228;nit&#228;t. Europ&#228;isches Parlament, 19. Mai 2026.</p></li><li><p>Wilber, Ken: Integral Theory / AQAL. Shambhala Publications.</p></li><li><p>Lehmacher, Johanna: Ideen nach integralen Perspektiven. Projekt NaVi Bad Godesberg, 2026.</p></li><li><p>homodea / Veit Lindau: EU AI Act Toolkit. Conscious AI Circle Modul 9, Mai 2026.</p></li></ol><p><em>Johanna Lehmacher | movehopelive.com | Projekt NaVi Bad Godesberg | #Klartextcheck</em></p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE. | NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - ! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Digitale Souveränität ist die europäische Frage der Zivilgesellschaften]]></title><description><![CDATA[#KLARTEXTCHECK NR. 2]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/digitale-souveranitat-ist-die-europaische</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/digitale-souveranitat-ist-die-europaische</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Wed, 03 Jun 2026 09:35:32 GMT</pubDate><enclosure url="https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/33702261-a324-4318-a602-84822d0b28a0_1536x2752.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em>Wer die digitale Infrastruktur kontrolliert, kontrolliert Demokratie. Europa hat diese Kontrolle weitgehend abgegeben &#8211; vor allem an US-Tech-Giganten. Es wird Zeit, sie zur&#252;ckzuholen.</em></p><p><strong>Europa ist bei &#252;ber 80 % seiner digitalen Infrastruktur von anderen abh&#228;ngig &#8211; vor allem von US-Tech-Giganten wie Amazon, Google und Microsoft. Das ist keine Statistik. Das ist politische Erpressbarkeit.</strong></p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE. | NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - ! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p>Wer die Cloud kontrolliert, kontrolliert Daten. Wer Daten kontrolliert, beeinflusst Entscheidungen. Wer Entscheidungen beeinflusst &#8211; hat Macht &#252;ber Demokratie. Das ist der Kern der Debatte, die Alexandra Geese seit Jahren im Europ&#228;ischen Parlament f&#252;hrt &#8211; unbequem, pr&#228;zise, notwendig.</p><p><strong>DIE ABH&#196;NGIGKEIT &#8211; KONKRET</strong></p><p><strong>CLOUD &amp; KI</strong></p><p>Amazon, Google, Microsoft kontrollieren 70 % des EU-Cloudmarkts</p><p><strong>CHIPS</strong></p><p>Europa produziert unter 10 % der weltweiten Chips</p><p><strong>DATEN</strong></p><p>92 % der westlichen Daten liegen auf US-Servern</p><p><strong>KOSTEN</strong></p><p>264 Milliarden Euro j&#228;hrlich in die US-Digitalwirtschaft</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!jxDj!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ffafd1c95-e80f-4694-9cc4-63c923b1ff54_1536x2752.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source 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class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" 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Mai 2026</strong></p><p><em>Wen hat Anthropic &#252;ber die potenziellen Gefahren von Mythos eigentlich informiert? Die US-Regierung, &#252;ber 50 US-amerikanische Unternehmen - und am 7. April dann endlich die Welt. Aber die Europ&#228;ische Union? Fehlanzeige!</em></p><p><em><strong>Mit gespitzter Feder &#8211; was dieser Fall wirklich bedeutet</strong></em></p><p>Anthropic &#8211; das US-Unternehmen hinter dem KI-System Claude &#8211; hatte ein neues Modell entwickelt, das offenbar so m&#228;chtig ist, dass es vorab als Sicherheitsrisiko eingestuft wurde. Informiert wurden: die US-Regierung. &#220;ber f&#252;nfzig amerikanische Unternehmen. Und dann, am 7. April, die Welt. Europa? Fehlanzeige. Die EU hat bis heute keinen Zugang zu dem Modell &#8211; keine unabh&#228;ngige Pr&#252;fung, keine M&#246;glichkeit einzusch&#228;tzen, wie gef&#228;hrlich es f&#252;r europ&#228;ische B&#252;rger:innen ist.</p><p>Das ist keine B&#246;swilligkeit. Das ist <strong>strukturelle Logik.</strong> Anthropic ist ein Unternehmen, das nach US-Recht operiert, US-Investor:innen verpflichtet ist und in einem geopolitischen Kontext agiert, in dem Europa nachgeordnet ist. Wer die Infrastruktur baut, setzt die Regeln. Wer die Regeln setzt, entscheidet, wer informiert wird &#8211; und wer nicht.</p><p>Das Erschreckende ist nicht, dass ein Unternehmen seine eigenen Interessen verfolgt. <strong>Europa steht vor einer Machtstruktur, die es selbst mitgebaut hat, indem es sich jahrelang in die Abh&#228;ngigkeit begeben hat &#8211; durch Unt&#228;tigkeit, durch Verschiebung, durch Ducken.</strong> Das Tech Sovereignty Package wurde dreimal verschoben. Dreimal. Unter direktem Druck aus Washington.</p><p>Man k&#246;nnte sagen: Europa wird erpresst. Alexandra Geese sagt es genau so. Und irgendwo in Br&#252;ssel &#8211; zwischen Lobbygespr&#228;chen, Zolldrohungen und Koalitionsarithmetik &#8211; wartet die Frage darauf, ob die Europ&#228;ische Kommission irgendwann aufh&#246;rt, sich zu ducken.</p><p>Die Antwort entscheidet nicht &#252;ber Technologie. <strong>Sie entscheidet dar&#252;ber, ob Europa eine souver&#228;ne Zivilgesellschaft bleibt &#8211; oder ein gut versorgter Konsumentenmarkt f&#252;r andere.</strong></p><p><strong>WARUM DAS EINE DEMOKRATIEFRAGE IST</strong></p><p><em>Engagement-basiertes Ranking ist nicht mit der Demokratie vereinbar. Es zerst&#246;rt, was eine Demokratie zum Gedeihen braucht: sachliche Informationen und Politiker:innen, die bereit sind zuzuh&#246;ren und Kompromisse zu finden.</em></p><p>Alexandra Geese, re:publica 2026</p><p>Die AfD wurde auf X im Wahlkampf 2025 mit Faktor 2,5 hochgesp&#252;lt &#8211; ohne eigenes Engagement. Die SPD wurde um Faktor 10 gedimmt. Das ist keine Marktlogik. Das ist politische Einflussnahme durch eine Infrastruktur, die Europa nicht kontrolliert.</p><p><strong>DIE LOGIK DER MANIPULATION</strong></p><p><strong>Algorithmus belohnt Emp&#246;rung</strong> &#8594; Extreme Inhalte gewinnen Reichweite &#8594; Gem&#228;&#223;igte Stimmen verschwinden<strong> &#8594; Demokratie erodiert</strong></p><p><strong>WAS ALEXANDRA GEESE FORDERT</strong></p><p>Als Dolmetscherin, Sozialwissenschaftlerin und Menschenrechtsaktivistin brachte sie den Digital Services Act mit auf den Weg &#8211; das umfangreichste Internetgesetz der Welt. Heute k&#228;mpft sie f&#252;r das Tech Sovereignty Package. Die EU-Kommission hat es bereits dreimal verschoben &#8211; zuletzt unter direktem Druck der US-Regierung.</p><p><strong>CHIPS ACT 2.0</strong></p><p>Notfallbefugnisse &#252;ber europ&#228;ische Halbleiter-Lieferketten</p><p><strong>CLOUD &amp; AI ACT</strong></p><p>Europ&#228;ische Rechenkapazit&#228;ten &#8211; souver&#228;n statt abh&#228;ngig</p><p><strong>QUANTUM ACT</strong></p><p>Rahmen f&#252;r Quantentechnologien jenseits der Forschung</p><p><strong>OPEN-SOURCE-STRATEGIE</strong></p><p>Offene Standards als europ&#228;ischer Wettbewerbsvorteil</p><p><strong>WAS DU JETZT TUN KANNST &#8211; HANDLUNGSPERSPEKTIVEN</strong></p><p><strong>1. Erkl&#228;rung unterzeichnen</strong></p><p>Die European Technology Sovereignty Declaration ist eine zivilgesellschaftliche Petition, die konkret Chips Act 2.0, Cloud &amp; AI Act und Open-Source-Strategie fordert.</p><p><a href="https://actionnetwork.org/forms/european-technology-sovereignty-declaration">&#8594; actionnetwork.org &#8211; Erkl&#228;rung unterzeichnen</a></p><p><strong>2. Greens/EFA-Positionspapier lesen &amp; verbreiten</strong></p><p>Alexandra Geese und die Gr&#252;nen/EFA haben konkrete Vorschl&#228;ge ver&#246;ffentlicht. Lesen, kommentieren, in eigenen Kan&#228;len weiterverbreiten &#8211; das erh&#246;ht den politischen Druck.</p><p><a href="https://www.greens-efa.eu/en/article/policypaper/european-tech-sovereignty">&#8594; greens-efa.eu &#8211; Tech Sovereignty Paper</a></p><p><strong>3. Digitale Bildung als politischen Auftrag st&#228;rken</strong></p><p>Die EU f&#246;rdert Medienkompetenz und digitale Bildungsprojekte aktiv &#8211; auch f&#252;r zivilgesellschaftliche Tr&#228;ger. Wer in der Bildungsarbeit t&#228;tig ist, kann F&#246;rderantr&#228;ge stellen und digitale Souver&#228;nit&#228;t als Lernziel verankern.</p><p><a href="https://digital-skills-jobs.europa.eu">&#8594; digital-skills-jobs.europa.eu &#8211; EU Digital Skills Coalition</a></p><p><strong>4. EuroStack-Initiative unterst&#252;tzen</strong></p><p>EuroStack ist eine zivilgesellschaftliche Initiative f&#252;r eine vollst&#228;ndige europ&#228;ische digitale Infrastruktur &#8211; von Hardware bis Social Media. Sie verbindet Start-ups, Expert:innen und B&#252;rger:innen.</p><p><a href="https://www.change-magazin.de/de/warum-europa-unabhaengig-von-big-tech-werden-muss">&#8594; change-magazin.de &#8211; EuroStack erkl&#228;rt</a></p><p><strong>5. Alexandra Geese direkt einladen</strong></p><p>Sie ist MdEP aus Bonn - Bad Godesberg liegt direkt nebenan. Geese bietet an, in Kreisverb&#228;nden, Vereinen und Nachbarschaften ihren Vortrag zu halten.</p><p><a href="https://alexandrageese.eu">&#8594; alexandrageese.eu &#8211; Kontakt &amp; Vortrag anfragen</a></p><p><strong>OFFENE FRAGEN &#8211; ZUM WEITERDENKEN</strong></p><ul><li><p>Welche Rolle spielt digitale Bildung als politischer Investitionsauftrag &#8211; und wer tr&#228;gt ihn? </p></li><li><p>Wie k&#246;nnen zivilgesellschaftliche Organisationen, Bildungstr&#228;ger und Kommunen gemeinsam europ&#228;ische Digitalinfrastruktur einfordern und mitgestalten? Und: </p></li><li><p>Wie ver&#228;ndert sich Demokratie, wenn B&#252;rger:innen verstehen, dass ihr Feed kein Spiegel der Realit&#228;t ist &#8211; sondern ein Instrument?</p></li></ul><p><strong>EINE PERS&#214;NLICHE ANMERKUNG &#8211; WEIL TRANSPARENZ DAZUGEH&#214;RT</strong></p><p><strong>Ich schreibe diesen Text mit Claude.</strong></p><p>Claude ist ein KI-System von Anthropic &#8211; einem US-Unternehmen, das strukturell am selben Tisch sitzt wie Amazon, Google und Microsoft. Ich weiss das. Und ich nutze es trotzdem &#8211; bewusst, mit offenem Blick.</p><p>Warum? Weil Anthropic nicht in der US-R&#252;stungs-Kriegsindustrie mitmacht. Weil das Unternehmen Sicherheitsforschung ernst nimmt und ethische KI-Entwicklung zu seinem erkl&#228;rten Kern z&#228;hlt. Das ist eine reale Differenz &#8211; auch wenn sie die strukturelle Logik nicht aufhebt.</p><p>Genau das ist der Punkt. <strong>Digitale Souver&#228;nit&#228;t </strong>bedeutet nicht, keine Werkzeuge zu benutzen. Sie bedeutet, zu wissen, welche Werkzeuge man benutzt &#8211; und warum. Den Unterschied zu kennen zwischen bewusster Nutzung und blindem Vertrauen. Zwischen Werkzeug und Abh&#228;ngigkeit.</p><p>Das isind <strong>Human Digital Skills</strong>. Nicht Technikabstinenz. Sondern m&#252;ndige bewusste Entscheidung.</p><p>Und die Frage, die mich wirklich umtreibt: Wann kommt Europa nicht mit einem &#196;quivalent &#8211; sondern mit etwas <strong>noch nie Dagewesenem?</strong> Mit KI-Entwicklungen, die aus europ&#228;ischen Werten gewachsen sind: aus W&#252;rde, Gemeinwohl, transkultureller Vielfalt und dem unbedingten Schutz der Demokratie. Mit Werkzeugen, die wir mit bestem Gewissen nutzen k&#246;nnen &#8211; nicht weil sie das Mindeste erf&#252;llen, sondern weil sie das Beste verk&#246;rpern.</p><p>Digitale Souver&#228;nit&#228;t ist die europ&#228;ische Frage der Zivilgesellschaften. Sie entscheidet dar&#252;ber, ob Europa demokratisch, vereint, sicher und handlungsf&#228;hig bleibt &#8211; oder ob andere f&#252;r uns entscheiden. Es geht um Resilienz, offene Standards, Schutz vor Manipulation. Und darum, wer die Zukunft der europ&#228;ischen Zivilgesellschaft gestaltet. Wir. Oder andere.</p><p><em>Johanna Lehmacher | movehopelive.com | Projekt NaVi Bad Godesberg | #Klartextcheck</em></p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE. | NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - ! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Vom Erzählen zum gemeinsamen Handeln]]></title><description><![CDATA[Projekt NaVi als zivilgesellschaftlicher Lernraum in Bad Godesberg]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/vom-erzahlen-zum-gemeinsamen-handeln</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/vom-erzahlen-zum-gemeinsamen-handeln</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Sun, 24 May 2026 17:10:28 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!K-8T!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F6053efa7-4f8f-4842-9cfd-079b142b70ab_1536x2752.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><em>Ich habe in den letzten Monaten immer deutlicher gesp&#252;rt: Wenn wir &#252;ber Integration sprechen, reden wir zu schnell &#252;ber Ma&#223;nahmen. Aber zu selten &#252;ber das Feld, in dem Integration &#252;berhaupt gelingen kann.</em></p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!K-8T!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F6053efa7-4f8f-4842-9cfd-079b142b70ab_1536x2752.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!K-8T!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F6053efa7-4f8f-4842-9cfd-079b142b70ab_1536x2752.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!K-8T!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F6053efa7-4f8f-4842-9cfd-079b142b70ab_1536x2752.png 848w, 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" 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Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p>Als zugezogene Bonnerin bin ich immer noch erstaunt, wie vielseitig Gefl&#252;chtetenhilfe und Gemeindeleben in Bad Godesberg gestaltet sind. Ich habe zur Fl&#252;chtlingshilfe der Johanneskirche gefunden &#8211; und weil ich sprach&#252;bergreifend denke und handeln will, bin ich bei Projekt NaVi gut gelandet. Die anstehende Gemeindenfusion k&#246;nnte weitere Zusammenarbeiten erm&#246;glichen, die ich mir w&#252;nsche.</p><p>Meinen Bezug zur Arbeitswelt habe ich fr&#252;h gefunden: durch viele Jahre im Haus Villigst &#8211; Institut f&#252;r Kirche und Gesellschaft &#8211;, wo mich die befreiungstheologischen Grundlagen und das soziale Engagement der evangelischen Kirche bis heute pr&#228;gen. Sp&#228;ter wechselte ich in die klinische Therapie Suchtkranker, gab Bewerbungstraining, leitete Adaptionseinrichtungen der Rehabilitationsbehandlung und begleitete Patient:innen praktisch in Praktika und in den &#220;bergang in Berufst&#228;tigkeit. Ich wei&#223; daher aus Erfahrung, wo es hapert &#8211; und wo nicht.</p><p>Was mir nach unserem Treffen im Zentrenmanagement klar geworden ist: Bonn hat eine Menge guter Einrichtungen f&#252;r Berufsbildung &#8211; das BIBB und viele andere. Aber in der Praxis der in Arbeit vermittelnden Einrichtungen existiert wenig Zusammenarbeit. Was nicht ist, kann noch werden.</p><p><strong>Ein Ort, der kein Zufall ist</strong></p><p>Bad Godesberg ist f&#252;r diesen Versuch kein zuf&#228;lliger Ort. Vielfalt ist hier kein abstraktes Konzept, sondern gelebter Alltag. Menschen mit unterschiedlichen Sprachen, Herkunftsgeschichten, Bildungswegen, Fluchterfahrungen, Berufen, religi&#246;sen Pr&#228;gungen und Zukunftshoffnungen leben nebeneinander. Manchmal miteinander. Manchmal aneinander vorbei.</p><p>Genau darin liegt die Chance &#8211; und die Herausforderung. Denn Vielfalt allein schafft noch keinen Zusammenhalt. Sie kann bereichern, aber auch &#252;berfordern. Sie kann neue Perspektiven &#246;ffnen, aber auch Reibungen sichtbar machen. Sie wird zur St&#228;rke nur dann, wenn es tragf&#228;hige Br&#252;cken gibt: zwischen Menschen und Betrieben, zwischen Sprache und Praxis, zwischen Anerkennung und Qualifizierung, zwischen Ehrenamt und Institutionen, zwischen pers&#246;nlichem Mut und verl&#228;sslichen Strukturen.</p><p>Projekt NaVi setzt genau an dieser Schnittstelle an. Nicht mit einem fertigen Konzept. Nicht mit der Behauptung, schon zu wissen, was alle brauchen. Sondern mit einem gemeinsamen Rahmen: Erfahrungen h&#246;ren, Muster erkennen, n&#228;chste Schritte entwickeln.</p><p><strong>Was wir geh&#246;rt haben</strong></p><p>In der Runde am 21. Mai sa&#223;en Menschen, die diesen Alltag kennen &#8211; von innen. Ibrahim Al-Haifi koordiniert das Caf&#233; Kontakt und die w&#246;chentliche Formularhilfe (dienstags 14&#8211;16 Uhr) &#8211; zwei Angebote, die zwar an Christuskirchen-, Thomas-Kirchengemeinde, Haus der Familie und Diakonie angebunden sind, die er und sein Team aber eigenst&#228;ndig gestalten: &#8216;Es geht mir haupts&#228;chlich um die Hilfe f&#252;r Gefl&#252;chtete und Migrant:innen &#8211; aber es kann sich auch erweitern zu Deutschen, die Hilfe brauchen.&#8217; Wer zu ihm kommt, bekommt nicht nur Hilfe beim Formular, sondern einen Menschen, der zuh&#246;rt und weiterdenkt.</p><p>Was sie alle verbindet: Sie sehen t&#228;glich, wie berufliche Integration nicht an einem einzigen Punkt scheitert, sondern an Kettenreaktionen. Sprache fehlt. Anerkennung dauert. Zust&#228;ndigkeiten sind unklar. Betriebe sind unsicher. Qualifikationen werden nicht gesehen. Netzwerke bleiben klein. Menschen werden in Hilfst&#228;tigkeiten gedr&#228;ngt, obwohl sie mehr k&#246;nnten.</p><p><em>Warum werden die besonderen Kompetenzen von Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung so wenig gewichtet? Wer Krieg, Katastrophe und kulturellen Bruch &#252;berlebt hat, bringt au&#223;ergew&#246;hnliche Resilienz mit &#8211; F&#228;higkeiten, die mit rein deutschen Bildungsma&#223;st&#228;ben schlicht nicht erfasst werden.</em></p><p>Das ist nicht nur eine Gerechtigkeitsfrage. Es ist ein struktureller Verlust f&#252;r die Gesellschaft.</p><p><strong>Vier Fragen, die alles ver&#228;ndern</strong></p><p>F&#252;r den Abend hatten wir einfache Leitfragen vorbereitet: Was ist los? Was wird gebraucht? Was ist uns wichtig? Wo knirscht es? Diese vier Fragen klingen schlicht. Aber sie folgen einer Logik, die ich in meiner langj&#228;hrigen p&#228;dagogischen und therapeutischen Arbeit als wirksam erlebt habe: Sie laden ein, Wirklichkeit aus verschiedenen Winkeln zu betrachten &#8211; nicht nur rational, sondern auch erfahrungsbasiert, nicht nur individuell, sondern auch strukturell.</p><p>Menschen m&#252;ssen nicht zuerst Fachsprache lernen, um differenziert denken zu k&#246;nnen. Sie brauchen gute Fragen. Einen gesch&#252;tzten Rahmen. Die Erfahrung, dass ihre Beobachtungen z&#228;hlen. So wird aus privater Erfahrung gesellschaftliches Lernen. Das ist politische Bildung im besten Sinne.</p><p><strong>W&#252;rde ist kein Luxus</strong></p><p>Ich habe in den letzten Jahren immer deutlicher gesp&#252;rt: Wenn wir &#252;ber Integration sprechen, reden wir zu schnell &#252;ber Ma&#223;nahmen. Job-Turbo. WIR-Netzwerke. Anerkennungsverfahren. All das ist wichtig. Aber Programme allein l&#246;sen nichts, wenn Menschen die Wege dorthin nicht finden &#8211; und wenn das Feld, in dem Integration gelingen soll, nicht bestellt ist.</p><p>Dieses Feld hei&#223;t: W&#252;rde. Arbeit ist nicht nur Erwerb. Sie ist eine Form, in der Menschen ihre F&#228;higkeiten, ihre Geschichte und ihren Beitrag zur Welt erfahren. Integration gelingt nicht, wenn Menschen irgendwo untergebracht werden &#8211; in irgendeinem Job, mit irgendeiner Ma&#223;nahme, unter irgendeiner Bedingung. Integration gelingt, wenn Menschen ihre F&#228;higkeiten sichtbar machen k&#246;nnen, wenn sie lernen d&#252;rfen, wenn sie begleitet werden, ohne bevormundet zu werden.</p><p>Dazu geh&#246;rt auch die ehrliche Benennung von Spannungen, die sich nicht wegdiskutieren lassen:</p><p>Sprache braucht Praxis. Struktur braucht Flexibilit&#228;t. Anerkennung braucht Weiterentwicklung. Unterst&#252;tzung braucht Selbstwirksamkeit. Faire Arbeit braucht klare Erwartungen. Wertsch&#228;tzung braucht gemeinsame Regeln.</p><p>Viele Konflikte entstehen nicht, weil eine Seite v&#246;llig falsch liegt, sondern weil ein wichtiger Pol ohne sein Gegenst&#252;ck &#252;berbetont wird. Ein integraler Blick h&#228;lt diese Spannungen aus &#8211; und fragt nicht zuerst: Wer hat recht? Sondern: Welche Wirklichkeit sieht jede Perspektive? Was wird sichtbar, wenn wir nicht nur auf Zahlen schauen, sondern auch auf Erfahrungen?</p><p><strong>Was sich andeutet</strong></p><p>Aus der Runde des 21. Mai deutet sich ein erstes konkretes Projekt an: ein Mentoring-Format &#8216;Paten f&#252;r den Beruf&#8217;. Menschen mit Berufserfahrung begleiten Zugewanderte beim Einstieg in den lokalen Arbeitsmarkt &#8211; pers&#246;nlich, niedrigschwellig, auf Augenh&#246;he. Die Verbindung von Community-Netzwerk, Alltagsbegleitung und p&#228;dagogischer Erfahrung ist in dieser Runde bereits vorhanden.</p><p>Projekt NaVi kann dabei zu einer zivilgesellschaftlichen Aktionsform werden: ein lokales Lernfeld, in dem Menschen nicht nur &#252;ber Integration sprechen, sondern Integration gemeinsam &#252;ben. Durch Tischgespr&#228;che, durch Wegweiser, die Zust&#228;ndigkeiten verst&#228;ndlich machen, durch Kontakte zu lokalen Betrieben, durch Bildungsangebote f&#252;r Frauen, durch das Sichtbarmachen von Erfolgsgeschichten &#8211; und durch die ehrliche Benennung von Barrieren.</p><p><em>Eine andere Integrationskultur beginnt dort, wo Menschen aufh&#246;ren, &#252;bereinander zu sprechen &#8211; und anfangen, miteinander Wirklichkeit zu gestalten.</em></p><p>Bad Godesberg k&#246;nnte daf&#252;r ein Reallabor sein. Nicht perfekt. Nicht konfliktfrei. Aber lebendig genug, um zu zeigen: Nachhaltig arbeiten und vielf&#228;ltig leben hei&#223;t, eine regionale Kultur zu gestalten, in der Menschen nicht nur funktionieren m&#252;ssen, sondern gesehen werden.</p><p>Das ist kein kleiner Anspruch. Aber er beginnt klein. Mit einem Abend. Mit einem Gespr&#228;ch. Mit einer Frage. Mit einer Person, die zuh&#246;rt.</p><p></p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE. | NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - ! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Von der Initiative zum Projekt]]></title><description><![CDATA[Vom Projekt zum Protptyp?]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/von-der-initiative-zum-projekt</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/von-der-initiative-zum-projekt</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Mon, 18 May 2026 06:56:11 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!DzQA!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F246014b7-c8a4-4373-8d40-6cfd25a1407c_1123x794.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Nachhaltigkeit und transkulturelle Vielfalt sind keine Parallelthemen - sie bedingen sich. Projekt NaVi ist mein Versuch, das sichtbar zu machen. Was ich dabei &#252;ber Initiative, Projekt und echte Gemeinschaft lerne, schreibe ich mal auf.<br>Es begann mit einer Beobachtung, nicht mit einem Plan.<br>Wer einen Garten anlegen will, f&#228;ngt nicht mit dem Grundriss an. Man geht hinaus. Man schaut, wohin das Licht f&#228;llt. Man sp&#252;rt, wo der Boden zieht. Und irgendwann wei&#223; man: hier, genau hier geh&#246;rt etwas hin. Mit Projekt NaVi m&#246;chte ich einen Raum &#246;ffnen, in dem Nachhaltigkeit, Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe zusammengedacht werden.</p><h2>So ist es mit Projekt NaVi.</h2><p>Ich sah, was in Bad Godesberg l&#228;ngst sichtbar war und trotzdem &#252;bersehen wurde: Menschen, die ankamen und nicht wirklich ankamen. Betriebe, die Fachkr&#228;fte suchten und nicht wussten, wie Integration im Arbeitsalltag gelingt. Ehrenamtliche, die Br&#252;cken bauen, bis sie an die Grenzen ihrer eigenen Kr&#228;fte stie&#223;en. Und Nachhaltigkeit, die als Klimathema behandelt wurde als h&#228;tten sie nichts zu tun mit dem, was nebenan passierte.<br>Dabei geh&#246;rt beides zusammen. Eine Stadtgesellschaft kann nicht nachhaltig sein, wenn gro&#223;e Teile der Bev&#246;lkerung nicht beteiligt sind. Und Integration kann nicht gelingen, wenn sie nur als Anpassungsleistung einzelner Menschen gedacht wird.<br>Das war der Samen. Nachhaltigkeit beginnt nicht erst bei gro&#223;en politischen Entscheidungen &#8230;</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE. | NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - ! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!DzQA!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F246014b7-c8a4-4373-8d40-6cfd25a1407c_1123x794.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p>Bildnachweis: <br>https://www.bonn.de/themen-entdecken/planen-bauen/integriertes-entwicklungskonzept-innenstadt-bad-godesberg.php#&amp;gid=1&amp;pid=1<br><br><strong>Was eine Initiative ist und was sie nicht ist</strong><br>Eine Initiative ist ein Aufbruch. Sie braucht keinen Grundriss. Sie braucht einen Impuls, eine Haltung, den Mut, etwas zu beginnen, bevor man wei&#195;&#376;, wie es endet.<br>Was ich untersch&#228;tzt habe: Ein Aufbruch zieht an. Er macht Hunger auf etwas, das noch keinen Namen hat. Er schafft einen Raum, bevor dieser Raum eingerichtet ist - und pl&#246;tzlich stehen Menschen darin, die etwas &#228;hnlich sehen. Oder ganz anders. Beides ist fruchtbar.<br>Ich bin Diplom-P&#228;dagogin, Gestalttherapeutin, Lehrerin in Integrationskursen. Ich habe in Institutionen gearbeitet, bis die institutionellen Rahmen zu eng wurden f&#252;r das, was ich eigentlich machen wollte. Jetzt habe ich die Freiheit, etwas ins Leben zu rufen, das kein Programm kennt - nur ein Anliegen.<br>Dieses Anliegen hei&#223;t Projekt NaVi: Nachhaltigkeit und transkulturelle Vielfalt, Begegnung, lokale Projekte, Mitgestaltung.lokal, in Bad Godesberg, verbindend, konkret.</p><p><strong>Was Das Integrations-Event am 21. Mai damit zu tun hat</strong><br>Ein Aufenthaltsraum im Freien entsteht nicht durch Planung allein. Er entsteht, wenn Menschen ihn benutzen.<br>Der Abend &#8222;Nachhaltig Arbeiten - Vielf&#228;ltig Leben&#8221; am 21. Mai 2026 in Bad Godesberg ist f&#252;r mich genau das: ein erster Aufenthaltsraum. Kein Vortrag. Kein Konzept von oben. Sondern ein klar gehaltener Raum, in dem Menschen aus Betrieben, Ehrenamt, Migrationsgeschichte und Zivilgesellschaft zusammenkommen und gemeinsam ein Lagebild entwickeln.<br>Vier Tische, vier Fragen, die ich schon lange stelle:<br>Was w&#228;chst hier wirklich? (Was sind die Fakten &amp; Welche Erfahrungen sind noch unerh&#246;rt)<br>Was braucht der Boden, damit mehr w&#228;chst? (Bedarfe &amp; Unterst&#252;zung)<br>Was wollen wir hier ernten? *(Werte &amp; Haltung)<br>Was knirscht und muss ehrlich benannt werden? (Spannungen &amp; blinde Flecken)<br>Keine dieser Fragen hat eine fertige Antwort. Das ist der Punkt.<br>Was ein Projekt fordert<br>Aus dem Impuls wird Verantwortung. Aus dem Samen wird Pflege. Aus der Initiative wird ein Projekt.<br>Ein Projekt braucht Ausdauer. Es braucht die F&#228;higkeit auszuhalten, dass nicht alle sofort verstehen, warum Nachhaltigkeit und Vielfalt zusammengeh&#246;ren. Dass Kritik kommt, wo man sich Neugier gew&#252;nscht hatte. Dass Strukturen tr&#228;ge sind und Menschen m&#252;de.<br>Ich habe gelernt: Manchmal ist der richtige n&#228;chste Schritt nicht, lauter zu werden - sondern klarer. Klarer im Anliegen. Klarer in der Einladung. Klarer in der Frage, wozu Menschen wirklich gebraucht werden.<br>Der rote Faden von Projekt NaVi ist einfach und anspruchsvoll zugleich:<br>Vom Erz&#228;hlen zum Verstehen - vom Verstehen zum gemeinsamen Handeln.</p><p><strong>Was Gemeinschaft wirklich ist</strong><br>Das Sch&#246;nste und Schwierigste an einem Aufenthaltsraum im Freien: Man kann ihn nicht alleine bewohnen.<br>Gemeinschaft entsteht nicht durch Einladung allein. Sie entsteht, wenn Menschen sich gegenseitig als kompetent erleben. Wenn jemand aus Usbekistan, jemand aus dem Zentrenmanagement und jemand aus einem Bonner Familienbetrieb am selben Tisch sitzen - und alle etwas wissen, was die anderen noch nicht wissen.<br>Das ist der Moment, auf den ich hinarbeite. Nicht Harmonie. Nicht Konsens. Sondern echte Begegnung, die etwas verschiebt.<br>Co-Creation hei&#223;t das in der Theorie. Im Garten hei&#223;t es: Der Boden ver&#228;ndert sich, wenn verschiedene Wurzeln darin wachsen.</p><p><strong>Was bleibt</strong><br>Wer Lust hat mitzudenken, mitzuwirken oder einfach ins Gespr&#228;ch zu kommen, ist herzlich eingeladen. Projekt NaVi ist kein fertiges Programm. Es ist ein zartes Pfl&#228;nzchen - und es will wachsen.<br>Bad Godesberg kann ein Reallabor werden: f&#252;r nachhaltiges Zusammenleben, f&#252;r transkulturelle Zusammenarbeit, f&#252;r eine neue Verbindung von sozialer Integration und lokaler Zukunftsgestaltung. Warum verbinde ich Nachhaltigkeit, Integration und Vielfalt miteinander? Weil diese Themen im Alltag l&#228;ngst miteinander verwoben sind.<br>Der 21. Mai ist nicht der Anfang und nicht das Ziel. Er ist ein Schritt auf einem Weg, der mit einer Beobachtung begann - und der weitergeht, solange Menschen bereit sind, zusammen in diesen Raum zu treten.<br>Ich lade dazu ein.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!P8-q!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fb44bc15b-b571-4104-86eb-da1e109615df_1504x961.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!P8-q!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fb44bc15b-b571-4104-86eb-da1e109615df_1504x961.png 424w, 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class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p><em>Johanna Lehmacher ist Initiatorin des Projekts NaVi f&#252;r Nachhaltigkeit &amp; transkulturelle Vielfalt in Bad Godesberg. Sie schreibt &#252;ber integrale Lebenspraxis, Klimagerechtigkeit, transkulturelle Bildung und zivilgesellschaftliche Transformation auf movehopelive.com.</em><br><br></p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE. | NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - ! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Nachhaltig arbeiten – vielfältig leben]]></title><description><![CDATA[Migrantische Erfolgsgeschichten und wie ein kleines Projekt in Bad Godesberg beginnt, die Frage nach Arbeit neu zu stellen - Ein Essay von Johanna Lehmacher &#183; Projekt NaVi &#183; 10. Mai 2026]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/nachhaltig-arbeiten-vielfaltig-leben</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/nachhaltig-arbeiten-vielfaltig-leben</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Sun, 10 May 2026 16:45:52 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0TRr!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fdfe1f8dd-9a47-426b-a956-24db15427ed0_2752x1536.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Es begann nicht mit einem Konzept. Es begann mit einer Begegnung.</p><p>Ich kam ins Caf&#233; Kontakt, weil mir eine Ehrenamtskollegin den Tipp gegeben hatte &#8211; sie hatte zugeh&#246;rt, als wir juristische Strategien besprachen. Eine Kursteilnehmerin von mir steckte im Widerspruchsverfahren gegen einen BAMF-Bescheid. Jeder Rat war mir willkommen.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE. | NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - ! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p>Das Caf&#233; Kontakt in der Friesenstra&#223;e in Bonn&#8211;Bad Godesberg ist kein Gastronomiebetrieb. Es ist ein offener Begegnungsraum der Evangelischen Migrations- und Fl&#252;chtlingsarbeit Bonn (EMFA) &#8211; niedrigschwellig, von Ehrenamtlichen begleitet, ein Ort f&#252;r Austausch, Orientierung und Unterst&#252;tzung, gemeinsame Unternehmungen. Als ich ankam, waren bereits rund drei&#223;ig Menschen versammelt.</p><p>Dort begegnete ich Ibrahim Al-Haifi. Einem charismatischen Mann, dessen Expertise, Haltung und Gewandtheit mich unmittelbar beeindruckten. Er war Teil dieses Raums im EMFA &#8211; pr&#228;sent, klar, einladend, sich vertrauensw&#252;rdig unserer juristischen Fragen annehmend. Ich war erstaunt. Und ich fragte ihn kurz darauf schriftlich an, ob er bereit w&#228;re, beim n&#228;chsten Themenabend einen Impulsbeitrag zu geben.</p><p>F&#252;nf Tage sp&#228;ter war ich im Zentrumsmanagement Bad Godesberg &#8211; beim offenen Treffen des Change Club NaVi, mit dem Nordsternbild zur Vorbereitung des n&#228;chsten Themenabends. Dort sprach ich Frank Schmitz an, ob er bereit w&#228;re, in vierzehn Tagen ebenfalls einen Impulsbeitrag zu geben.</p><p>Und pl&#246;tzlich war klar: Das machen wir. Als Trio.<br><br><strong>Wof&#252;r bist du heute morgen wirklich aufgestanden?</strong></p><p>Der Autor und Coach Veit Lindau hat am 1. Mai 2026 einen Text ver&#246;ffentlicht, der mich seither begleitet. Er fragt darin sinngem&#228;&#223;: Was ist deine Arbeit &#8211; und erf&#252;llt sie dich wirklich? Nicht als Floskel, sondern als ernstgemeinte Zumutung.</p><p>Er beschreibt, wie die meisten Menschen in Deutschland einer T&#228;tigkeit nachgehen, die sie innerlich l&#228;ngst verlassen haben. Wie wir uns selbst instrumentalisieren. Wie wir aufgeh&#246;rt haben zu fragen, wof&#252;r wir wirklich brennen.</p><p>Am 1. Mai sp&#252;rte ich in mir, dass ich mir mit meiner Arbeit im Change Club NaVi ehrlicherweise eingestehen musste: Ich hatte nicht mehr die n&#246;tige Resonanz f&#252;r ein sinnvolles &#8222;Weiterso&#8221;.</p><p>Ich stelle diese Frage trotzdem weiter. Nicht als Provokation, sondern als Einladung.</p><p>Aber ich stelle sie mit einem Zusatz: Was bedeutet diese Frage f&#252;r Menschen, die ihr Land verlassen haben? Deren Kompetenzen nicht anerkannt werden? Die in einem Anerkennungsverfahren feststecken, das sie m&#252;rbe macht, bevor der erste echte Schritt getan ist?</p><p>Denn f&#252;r viele Gefl&#252;chtete und Zugewanderte geht es nicht zuerst um Erf&#252;llung. Es geht um Zugang. Um Sichtbarkeit. Um das Recht, &#252;berhaupt gefragt zu werden: Was kannst du? Was willst du? Wohin willst du?<br><br><strong>Elf Jahre. &#8222;Wir haben viel geschafft.&#8221; Frauen im Ehrenamt.</strong></p><p>Ich arbeite seit elf Jahren in der Gefl&#252;chtetenhilfe. Als Lehrkraft f&#252;r Integrations- und Berufssprachkurse. Und aktuell ehrenamtlich &#8211; mit Frauen, die auch aus Erstaufnahmeeinrichtungen kommen. Mit Ehefrauen, deren M&#228;nner als &#8222;Gastarbeiter&#8221; nach Deutschland kamen und die jahrzehntelang unsichtbar geblieben sind.</p><p>Ich kenne diese Frauen. Ich kenne viele ihrer Geschichten.</p><p>Viele gefl&#252;chtete Frauen bringen bereits Diskriminierungserfahrungen mit &#8211; staatliche Repressionen, unterbrochene Bildungs- und Berufsbiografien durch Familiengr&#252;ndung, Fluchterfahrung, Krisen- und Traumabew&#228;ltigung, schmerzvollen Heimatverlust. Die jungen T&#246;chter, die f&#252;r ihre M&#252;tter auf den &#196;mtern &#252;bersetzten. All diese Frauen arbeiten sch&#246;pferisch &#8211; zuhause, auch in der Anpassung &#8211; oft in prek&#228;ren Jobs - an die jeweiligen kulturellen Umgebungen.<br>Veit Lindau beschreibt Arbeit in seinem Text sinngem&#228;&#223; als sch&#246;pferischen Selbstausdruck &#8211; als etwas, das weit &#252;ber Lohnarbeit hinausgeht. Die Mutter, die ihre Kinder durch die Flucht bringt, arbeitet sch&#246;pferisch. Die Frau, die auf &#196;mtern &#252;bersetzt, ohne dass jemand fragt, ob sie das kann, arbeitet sch&#246;pferisch.</p><p>Nur: Diese Arbeit erscheint nicht im Lebenslauf. Sie wird nicht zertifiziert. Und sie wird gesellschaftlich kaum als Kompetenz anerkannt.</p><p>Das ist das eigentliche Vers&#228;umnis unserer Integrationssysteme.<br><br><strong>Heute ist Muttertag. Und es reicht nicht.</strong></p><p>Heute, am 11. Mai 2026, ist Muttertag. Ein Tag, an dem Care-Arbeit einen kurzen Moment sichtbar wird &#8211; mit Blumen, mit Karten, mit gut gemeinten Gesten.</p><p>Und dann wird sie wieder unsichtbar.</p><p>Es gibt eine wachsende Frauenbewegung, die das benennt. Die Bewegung ENOUGH! &#8211; auf Deutsch: GENUG! &#8211; macht auf strukturelle Ungleichheiten aufmerksam: auf unbezahlte Care-Arbeit, auf gesellschaftliche Machtasymmetrien, auf die Frage, wie lange es noch dauern soll, bis Sorgearbeit gew&#252;rdigt und gerechter verteilt wird.</p><p>Ich schlie&#223;e mich dieser Frage an. Nicht lautstark. Aber klar.</p><p>Denn f&#252;r Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte ist diese Frage besonders dringend. Sie kommen oft nicht &#8222;ohne Arbeit&#8221; nach Deutschland. Sie bringen Erfahrungen mit, die kein Zertifikat abbildet:</p><ul><li><p>Gesundheits- und Pflegewissen aus ihren Kulturen und ihrem Alltag</p></li><li><p>Bildungsbegleitung von Kindern &#252;ber Jahre und Grenzen hinweg</p></li><li><p>Kulturelle &#220;bersetzungsarbeit zwischen Welten</p></li><li><p>Emotionale Resilienz unter extremen Bedingungen</p></li><li><p>Organisation und Verantwortung ohne institutionelle R&#252;ckendeckung</p></li></ul><p>Diese Kompetenzen sind real. Sie sind wertvoll. Und sie werden systematisch &#252;bersehen.</p><p>Das will ich &#228;ndern. In meiner Arbeit. Und mit Projekt NaVi.<br><br><strong>Zwischen Realit&#228;t und Zukunftsw&#252;nschen &#8211; eine Spannung, die ich halte</strong></p><p>Es gibt eine Spannung, die ich immer wieder erlebe. Sie l&#228;sst sich pr&#228;zise benennen:</p><p>Auf der einen Seite: Die aktuelle Realit&#228;t. Traditionelle Arbeitsformen. Institutionelle Regularien. Aufenthaltsrechtliche Unsicherheit. B&#252;rokratische H&#252;rden, die ersch&#246;pfen, bevor der erste echte Schritt getan ist. Frauen, die keine Kinderbetreuung bekommen und deshalb aus jedem Kurs herausfallen.</p><p>Auf der anderen Seite: Zukunftsw&#252;nsche. Eine nachhaltige, inklusive Arbeitswelt. Kreative und flexible Bildungswege. Care-Arbeit als gesellschaftlich anerkannte Leistung. Vielfalt nicht als Problem, das verwaltet werden muss, sondern als regenerative Kraft.</p><p>Otto Scharmer, auf dessen Arbeit ich mich in meiner Praxis immer wieder beziehe, beschreibt sinngem&#228;&#223;: Echte Transformation entsteht nicht, wenn wir eine Seite dieser Spannung aufl&#246;sen. Sie entsteht, wenn wir beide Pole halten &#8211; und gemeinsam eine dritte M&#246;glichkeit erschaffen.</p><p>Das ist leichter gesagt als getan.</p><p>Und es ist genau das, was Projekt NaVi versucht.<br><br><strong>Wie Projekt NaVi entstanden ist</strong></p><p>Projekt NaVi ist meine Initiative. Keine F&#246;rderma&#223;nahme. Kein Verein. Kein Programm von oben.</p><p>Es ist eine B&#252;rgerinitiative &#8211; entstanden aus dem Change Club NaVi, einer lokalen Gruppe in Bad Godesberg, die sich mit Klimagerechtigkeit und transkultureller Vielfalt besch&#228;ftigt. Die Frage, die uns von Anfang an geleitet hat, lautet: Wie kann lokales Engagement wirklich etwas ver&#228;ndern? Ich nehme wahr, dass meine Impulse im CC NaVi nicht ausreichend Resonanz finden.</p><p>Darum stelle ich mich neu auf. Zum Auftakt widme ich mich im Trio meinem Herzensanliegen: nachhaltig arbeiten und vielf&#228;ltig leben wirklich miteinander wieder zu verbinden.</p><p>Was ich dabei gelernt habe: Die entscheidenden Begegnungen f&#252;r mich passieren noch nicht im Club. Sie passieren im Frauensprachkurs &#8211; Deutsch l&#228;sst sich auch mit nachhaltigen und vielf&#228;ltigen Unterrichtsthemen lernen &#8211;, in den Patenschaften, im Caf&#233; Kontakt.</p><p>Frank Schmitz &#246;ffnet R&#228;ume &#8211; im w&#246;rtlichen wie im &#252;bertragenen Sinn. Als Zentrenmanager Bad Godesberg ist er im Auftrag der Stadt Bonn daf&#252;r verantwortlich, Handel, Vereine, Initiativen und B&#252;rger:innen zu vernetzen, Beteiligungsprozesse zu organisieren und Transformationsprozesse zu begleiten. Seit der Er&#246;ffnung des neuen B&#252;ros im Februar 2024 arbeitet er gemeinsam mit Sophie B&#252;chner an zwei Leitideen, die mich beim ersten Lesen sofort angesprochen haben: dem &#8222;Ort der Begegnung&#8221; und dem &#8222;Labor f&#252;r Transformation&#8221;.</p><p>Das sind nicht zuf&#228;llig gew&#228;hlte Begriffe. Das ist ein Programm.</p><p>Und es ist kein Zufall, dass der Themenabend am 21. Mai in genau diesem Raum stattfindet.</p><p>Ibrahim Al-Haifi bringt etwas anderes mit. Er arbeitet als Senior ICT Business Analyst &#8211; zuletzt beim Green Climate Fund in Bonn, einem der bedeutendsten internationalen Klimafinanzierungsinstitute der Welt. Er kennt IT-Architekturen, internationale Organisationen, globale Zusammenh&#228;nge.</p><p>Und seit 2016 sitzt er ehrenamtlich in Bad Godesberg und unterst&#252;tzt Gefl&#252;chtete. Er organisiert das Begegnungscaf&#233;, koordiniert w&#246;chentliche Formularhilfe, begleitet Gefl&#252;chtete bei der Wohnungssuche im Projekt GeWiB &#8211; und ist Teil des Inklusionsprojekts &#8222;Anders sehen &#8211; inklusiv gestalten&#8221;, das Menschen mit Behinderungen den Zugang zu Kunst und Kultur in Bonn &#246;ffnet.</p><p>Das ist keine Nebenbesch&#228;ftigung. Das ist eine Entscheidung.</p><p>Ich habe ihn sinngem&#228;&#223; gefragt, warum er das alles macht. Seine Antwort war klar: Es w&#228;re falsch, es nicht zu tun.</p><p>Keine F&#246;rderlogik. Keine Au&#223;enwirkung. Keine institutionelle Verpflichtung.</p><p>Seine Haltung.<br><br><strong>Was die F&#246;rderlandschaft kann &#8211; und was sie nicht kann</strong></p><p>Es gibt sie, die Instrumente. Das WIR-Programm des Bundesministeriums f&#252;r Arbeit und Soziales, das Gefl&#252;chtete langfristig auf dem Weg in Arbeit begleitet. Den Job-Turbo, der nach dem Integrationskurs direkt in Praxis f&#252;hrt. Die BAMF-Berufssprachkurse, die Deutsch im Berufskontext lehren. Den Integration Point des Jobcenters Bonn, der Kompetenzen erfasst und Wege &#246;ffnet. Den Verein Ausbildung statt Abschiebung, der in Bonn den Weg in Ausbildung rechtlich begleitet.</p><p>Diese Strukturen sind wichtig. Es lohnt sich, sie zu kennen.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0TRr!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fdfe1f8dd-9a47-426b-a956-24db15427ed0_2752x1536.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0TRr!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fdfe1f8dd-9a47-426b-a956-24db15427ed0_2752x1536.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0TRr!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fdfe1f8dd-9a47-426b-a956-24db15427ed0_2752x1536.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0TRr!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fdfe1f8dd-9a47-426b-a956-24db15427ed0_2752x1536.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0TRr!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fdfe1f8dd-9a47-426b-a956-24db15427ed0_2752x1536.png 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0TRr!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fdfe1f8dd-9a47-426b-a956-24db15427ed0_2752x1536.png" width="1456" height="813" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/dfe1f8dd-9a47-426b-a956-24db15427ed0_2752x1536.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:813,&quot;width&quot;:1456,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:4304406,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/png&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/i/197119464?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fdfe1f8dd-9a47-426b-a956-24db15427ed0_2752x1536.png&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0TRr!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fdfe1f8dd-9a47-426b-a956-24db15427ed0_2752x1536.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0TRr!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fdfe1f8dd-9a47-426b-a956-24db15427ed0_2752x1536.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0TRr!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fdfe1f8dd-9a47-426b-a956-24db15427ed0_2752x1536.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0TRr!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fdfe1f8dd-9a47-426b-a956-24db15427ed0_2752x1536.png 1456w" sizes="100vw" loading="lazy"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p>Aber sie haben Grenzen. Sie sprechen nicht die Frauen an, die keine Kinderbetreuung haben. Sie erreichen nicht die Menschen, deren Aufenthaltsstatus so unsicher ist, dass jede Investition in Qualifizierung wie ein Risiko wirkt. Sie sehen nicht die Kompetenz, die kein Zertifikat belegt.</p><p>Und sie haben keine Ibrahim Al-Hafis. Keine Frank Schmitze.</p><p>Das ist der Kern: Formelle Strukturen wirken nur, wenn informelle Br&#252;ckenbauer den Weg dorthin ebnen. Das ist keine romantische Idee. Das ist eine empirische Beobachtung aus elf Jahren Praxis.</p><div><hr></div><p><strong>Was am 21. Mai passiert</strong></p><p>Am 21. Mai treffen wir uns in Bad Godesberg. Gefl&#252;chtete, Zugewanderte, Ehrenamtliche, Engagierte. 18:30 Uhr.</p><p>Ich werde nicht mit einem Programm kommen, das ich von oben aufsetze.</p><p>Ich werde fragen: Welche Geschichte willst du erz&#228;hlen?</p><p>Weil ich glaube, was Otto Scharmer sinngem&#228;&#223; immer wieder beschreibt: Transformation entsteht dort, wo Menschen sich gesehen f&#252;hlen. Wo Geschichten erz&#228;hlt werden, die zeigen, dass aus Br&#252;chen neue Wege entstehen k&#246;nnen. Wo jemand sagt: Das, was du mitgebracht hast, z&#228;hlt. Jetzt &amp; Hier.</p><p>Das Leitbild, mit dem wir arbeiten, nennen wir den Nordstern: Respekt f&#252;reinander. Selbstwirksamkeit leben. Vielfalt als St&#228;rke. Nachhaltigkeit im Handeln. Kurs setzen. Gemeinsam navigieren.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!OMRA!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd828d35d-f427-4de5-a1b5-da3a7a9f0d15_1254x1254.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!OMRA!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd828d35d-f427-4de5-a1b5-da3a7a9f0d15_1254x1254.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!OMRA!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd828d35d-f427-4de5-a1b5-da3a7a9f0d15_1254x1254.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!OMRA!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd828d35d-f427-4de5-a1b5-da3a7a9f0d15_1254x1254.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!OMRA!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd828d35d-f427-4de5-a1b5-da3a7a9f0d15_1254x1254.jpeg 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!OMRA!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd828d35d-f427-4de5-a1b5-da3a7a9f0d15_1254x1254.jpeg" width="1254" height="1254" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/d828d35d-f427-4de5-a1b5-da3a7a9f0d15_1254x1254.jpeg&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:1254,&quot;width&quot;:1254,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:292977,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/jpeg&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/i/197119464?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd828d35d-f427-4de5-a1b5-da3a7a9f0d15_1254x1254.jpeg&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!OMRA!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd828d35d-f427-4de5-a1b5-da3a7a9f0d15_1254x1254.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!OMRA!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd828d35d-f427-4de5-a1b5-da3a7a9f0d15_1254x1254.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!OMRA!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd828d35d-f427-4de5-a1b5-da3a7a9f0d15_1254x1254.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!OMRA!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd828d35d-f427-4de5-a1b5-da3a7a9f0d15_1254x1254.jpeg 1456w" sizes="100vw" loading="lazy"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p>Ein letzter Satz, zum Muttertag</p><p>Veit Lindau schreibt in seinem Text vom 1. Mai sinngem&#228;&#223;: Wir haben alle das Recht auf eine Arbeit, die uns wirklich entspricht. Bis zum letzten Atemzug.</p><p>Ich w&#252;rde erg&#228;nzen: Wir haben alle das Recht, gesehen zu werden in dem, was wir k&#246;nnen. Auch ohne Zertifikat. Auch ohne perfektes Deutsch. Auch wenn das System das noch nicht verstanden hat.</p><p>Das gilt besonders f&#252;r die Frauen, die heute Blumen bekommen &#8211; und morgen wieder unsichtbar sind.</p><p>ENOUGH. GENUG.</p><div><hr></div><p><em>Johanna Lehmacher ist Diplom-P&#228;dagogin, integrative Gestalttherapeutin und Initiatorin des Projekts NaVi in Bonn&#8211;Bad Godesberg. Sie arbeitet seit elf Jahren in der Gefl&#252;chtetenhilfe &#8211; als Lehrkraft f&#252;r Integrations- und Berufssprachkurse und ehrenamtlich mit Frauen, auch aus den Erstaufnahmeeinrichtungen. Sie schreibt auf Substack &#252;ber Integration, Klimagerechtigkeit und die Zukunft des Menschlichen.</em></p><p><em>Themenabend &#8222;Nachhaltig arbeiten &#8211; vielf&#228;ltig leben&#8221;: 21. Mai 2026, 18:30&#8211;20:00 Uhr, Bad Godesberg.</em><br><br></p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE. | NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - ! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Wenn eine Facebook-Frage keine Frage ist]]></title><description><![CDATA[PROPAGANDA ENTPACKT &#8212; KLARTEXTCHECK #1]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/wenn-eine-facebook-frage-keine-frage</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/wenn-eine-facebook-frage-keine-frage</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Sun, 03 May 2026 11:08:04 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!JPGH!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2b3fca23-366f-422d-a0aa-05cef0eb753b_1896x2070.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich meinen Beitrag zum Asylverfahren ver&#246;ffentlicht &#8212; erfahrungsbezogen, mit einem KI-erstellten Bild zur Illustration. <br>Heute sehe ich dieses Video auf Facebook. Und er triggert mich.<br>Auch weil es L&#252;gen verbreitet. Und besonders weil es so &#8220;geschickt&#8221; l&#252;gt. <br>Weil es beabsichtigte Grausamkeiten besch&#246;nigt. <br>Weil es falsche Narrative festigt. <br>Weil es faschistische Ideologie publikumswirksam verkauft &#8212; verpackt in eine scheinbar neutrale Frage.</p><p>Bisher habe ich solche Posts nicht kommentiert. Heute nicht mehr.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE.|Change Club NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p><strong>Ich kann mich nicht mitschuldig machen, wenn ich schweige.</strong></p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!JPGH!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2b3fca23-366f-422d-a0aa-05cef0eb753b_1896x2070.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" 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Nacht. Stacheldraht. Uniformierte Soldaten. Eine lange Reihe von Menschen &#8212; Koffer, Kinder, Dunkelheit.</p><p>Dar&#252;ber, in gro&#223;en Buchstaben:</p><p style="text-align: center;"><strong>&#8222;Neue Fl&#252;chtlingswelle &#8212; soll Deutschland die Grenzen schlie&#223;en?&#8220;</strong></p><p>Darunter zwei Buttons: <em>Ja sofort.</em> Oder: <em>Nein offen.</em></p><p>Ich wollte den Post wiederfinden, um ihn zu verlinken. Stattdessen bin ich auf eine ganze Maschinerie gesto&#223;en &#8212; ein Facebook-Profil voller solcher Inhalte. Immer dasselbe Schema: KI-Bild, provokante Frage, emotionale Abstimmungsbuttons. Migration als Bedrohung. Islam als Problem. Rentner gegen Gefl&#252;chtete. AfD-Framing. Russland-freundliche Narrative.</p><p><strong>Das ist kein Einzelfall. Das ist System.</strong></p><h2>Was dieser Post tut &#8212; bevor du nachdenkst</h2><p>Das ist die eigentliche Kraft solcher Formate: Sie wirken, bevor wir denken.</p><p><strong>Das Wort &#8222;Welle&#8220; </strong>ist kein neutrales Wort. Es beschreibt keine Menschen. Es beschreibt eine Naturgewalt &#8212; unkontrollierbar, bedrohlich. Menschen werden unsichtbar gemacht, als Motiv instrumentalisiert f&#252;r neorechte Hetze.</p><p><strong>Das Bild </strong>verst&#228;rkt das: Kein Gesicht. Kein Name. Keine Geschichte. Nur Silhouetten, eingerahmt von Milit&#228;r und Z&#228;unen. Uniformierte im Vordergrund.</p><p><strong>Die Frage </strong>hat keine dritte Antwort. Ja oder Nein. Dabei gibt es in der Realit&#228;t fast nur dritte Antworten: Asylrecht, Verfahren, internationale Abkommen, europ&#228;ische Zust&#228;ndigkeit, humanit&#228;re Verantwortung.</p><p>Das ist kein Meinungsaufruf. Das ist ein Denkraum-Verschluss.</p><p>Und es funktioniert &#8212; weil wir alle unter Zeitdruck scrollen, weil Bilder schneller wirken als Argumente, weil Emp&#246;rung Klicks erzeugt und Klicks Reichweite.</p><p><strong>Aber dann ist da noch der gesprochene Text.</strong></p><p>Ich habe den Originalton des Reels aufgetrieben. Und er lautet so:</p><p><em>&#8222;Unter grellem Flutlicht bildet sich an der Grenze eine lange, stille Reihe von Menschen, jeder mit einer eigenen Geschichte im Gep&#228;ck. Die Atmosph&#228;re wirkt angespannt, fast wie eingefroren zwischen Hoffnung und Realit&#228;t.&#8220;</em></p><p>H&#246;r genau hin: <em>jeder mit einer eigenen Geschichte. Zwischen Hoffnung und Realit&#228;t.</em> Das suggeriert empathische, fast literarische Sprache. Sie widerspricht dem Bild vollst&#228;ndig.</p><blockquote><p>Das ist kein Fehler. Das ist Methode &#8212; und sie hat einen Namen: <strong>konstruierte Unschuld.</strong></p><p>Bild und Audio arbeiten gegeneinander &#8212; damit der Post nach au&#223;en neutral wirkt und innerlich radikalisiert. Das Bild transportiert die eigentliche Botschaft: Bedrohung, Masse, Milit&#228;r. Der Text gibt die rechtliche Absicherung: <em>&#8222;Ich habe doch nur beschrieben, was im Video zu sehen war.&#8220;</em></p><p>Raffinierter als plumpe Hetze. Und deshalb gef&#228;hrlicher.</p><p>Die Medienwissenschaft nennt das <strong>multimodale Dissonanz.</strong> Die Propagandaforschung spricht von <strong>plausible deniability.</strong> Ich nenne es, was es ist: eine konstruierte L&#252;ge mit sauberen H&#228;nden.</p><h2>Was die Zahlen wirklich sagen</h2><p>Wer von &#8222;Fl&#252;chtlingswellen&#8220; spricht, sollte die aktuellen Zahlen kennen. Sie erz&#228;hlen eine andere Geschichte.</p><p>Im Jahr 2025 haben laut Bundesamt f&#252;r Migration und Fl&#252;chtlinge <strong>168.543 Personen</strong> einen Asylantrag gestellt &#8212; ein R&#252;ckgang um &#252;ber <strong>50 Prozent</strong> gegen&#252;ber dem Vorjahr. Kein Anstieg. Der niedrigste Wert seit Jahren.</p><p><strong>Jeder sechste Antrag</strong> betraf ein in Deutschland geborenes Kind unter einem Jahr.</p><p>Die <strong>Schutzquote</strong> sank von 44 auf 28 Prozent &#8212; nicht wegen ver&#228;nderter Fluchtursachen, sondern weil syrische Verfahren politisch eingefroren wurden.</p><p>Und im Hintergrund: Anwaltsberatung in Abschiebehaft abgeschafft. Sichere Herkunftsstaaten per Regierungsverordnung &#8212; ohne Parlament. Einb&#252;rgerung nach drei Jahren gestrichen.</p><p><strong>Schritt f&#252;r Schritt. Still. Ohne gro&#223;e Schlagzeilen.</strong></p><h2>Was das Grundgesetz dazu sagt</h2><p>Art. 16a ist eindeutig: Politisch Verfolgte haben ein Recht auf Asyl.</p><p>Die Genfer Fl&#252;chtlingskonvention &#8212; von Deutschland ratifiziert &#8212; verpflichtet uns, jeden Schutzsuchenden anzuh&#246;ren.</p><p>Wer &#8222;Grenzen schlie&#223;en&#8220; fordert, fordert die Aussetzung dieses Rechts. Das kann man wollen. Aber dann sollte man es so sagen &#8212; und nicht als Ja/Nein-Spiel verkleiden.</p><h2>Was mich besonders bewegt</h2><p>Ich unterrichte Menschen, die auf solchen Bildern zu sehen sein k&#246;nnten.</p><p>Jeden Dienstag und Donnerstag. Deutschkurs, A1-Niveau. Menschen, die geflohen sind &#8212; vor Krieg, vor Verfolgung. Die jetzt Formulare ausf&#252;llen, Kinder in Schulen anmelden, versuchen anzukommen.</p><p>Wenn sie solche Posts sehen &#8212; und sie sehen sie &#8212; lesen sie darin: <em>Ihr seid eine Bedrohung. Ihr seid nicht willkommen. Ihr seid eine Welle.</em></p><p>Das ist kein Meinungsfreiheits-Thema. Das ist ein W&#252;rde-Thema.</p><p>Und es ist ein p&#228;dagogisches Thema: Wer Menschen als Naturgewalt rahmt, macht Empathie unm&#246;glich. Und Politik ohne Gesichter &#8212; das kennen wir aus der Geschichte.</p><h2>Warum ich jetzt schreibe</h2><p>Ich widere mich an dieser trickreichen L&#252;gerei. Und ich mache mich schlau.</p><p>Ich lerne, wie populistische und reaktion&#228;re Beeinflussung funktioniert &#8212; damit ich kommunizieren kann, was ich sehe. Nicht aus dem Bauch heraus. Sondern mit Klartext.</p><p>Deshalb starte ich heute diese Serie:<br><strong>Propaganda entpackt &#8212; Klartextcheck</strong></p><p>In loser Folge nehme ich Posts, Bilder, Schlagzeilen und Narrative auseinander &#8212; und benenne, was dahintersteckt. Nicht als akademische &#220;bung. Sondern weil Demokratie verteidigt werden muss. Weil Schweigen Mitschuld ist. Weil Aufkl&#228;rung eine Form von F&#252;rsorge ist.</p><p><em>F&#252;r alle, die auch scrollen und sich fragen: <br>Stimmt das eigentlich? <br>Was macht das mit mir? <br>Wie antworte ich darauf?<br></em><strong>Asyl braucht Asyl. Demokratie braucht Menschen, die hinschauen.</strong></p><p><strong>Quellen:</strong></p><p>BAMF Asylzahlen Gesamtjahr 2025 &#183; Mediendienst Integration &#183; asyl.net &#183; Grundgesetz Art. 16a &#183; Genfer Fl&#252;chtlingskonvention</p><p><em>Johanna Lehmacher ist Diplom-P&#228;dagogin, Integrative Gestalttherapeutin und Bildungsreferentin in Bonn&#8211;Bad Godesberg. Sie leitet Deutschkurse f&#252;r Gefl&#252;chtete und ist Initiatorin des Change Club NaVi.</em></p><p><em>movehopelive.com</em></p></blockquote><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE.|Change Club NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Asyl braucht Asyl]]></title><description><![CDATA[Warum Schutz die Voraussetzung f&#252;r Arbeit, W&#252;rde und Demokratie ist]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/asyl-braucht-asyl</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/asyl-braucht-asyl</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Sat, 02 May 2026 05:25:07 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!-h7O!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F65d818ad-0006-475b-8c11-8a106f5e395a_1024x559.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!-h7O!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F65d818ad-0006-475b-8c11-8a106f5e395a_1024x559.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><h6>KI-generiertes <strong>Symbolbild</strong>: Eine Szene vor einer Zentralen Unterbringungseinrichtung. Sie steht f&#252;r die Spannung zwischen Schutzanspruch, Verwaltung und Menschenw&#252;rde.</h6><p><strong>Kurz gesagt:</strong> <br>Asyl ist kein Gnadenakt, sondern ein Menschenrecht. Wer Schutzsuchende in Unsicherheit h&#228;lt, verhindert Integration, Arbeit und Vertrauen in Demokratie. Dieser Text ist ein Pl&#228;doyer daf&#252;r, Asyl selbst wieder unter Schutz zu stellen. Dieser Text ist aus einer konkreten Begleitung im Asylverfahren entstanden. Er ist pers&#246;nlich, politisch und verfassungsrechtlich gemeint: Asyl ist kein Verwaltungsproblem, sondern ein Pr&#252;fstein demokratischer W&#252;rde.<br>Es gibt einen Moment, in dem Politik aufh&#246;rt, abstrakt zu sein. Sie hat einen Namen, eine Akte, eine Frist. Sie sitzt im Kursraum und versucht zu verstehen, warum auf einem Bescheid steht, dass sein Leben hier zu Ende sein soll.</p><p style="text-align: justify;">Ich begleite gerade einen Kursteilnehmer im Widerspruchsverfahren gegen einen Abschiebebescheid des BAMF. W&#228;hrend ich mich durch Paragrafen, Fristen, Formulare und Stellungnahmen arbeite, sp&#252;re ich etwas, das mich nicht mehr losl&#228;sst: Die K&#228;lte, mit der Schutzsuchende in Deutschland inzwischen behandelt werden, ist nicht nur politisch. Sie ist pers&#246;nlich sp&#252;rbar.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE.|Change Club NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p style="text-align: justify;">Ich bin entsetzt, wie schnell das Mitgef&#252;hl schwindet. Wie lautlos die H&#228;rte geworden ist. Wie normal es klingt, Menschen in Unsicherheit zu halten, ihnen Schutz abzusprechen, sie zu verschieben, abzuschieben &#8212; und das Ganze als Handlungsf&#228;higkeit zu verkaufen.</p><p style="text-align: justify;">Wenn das das &#8222;neue Normal&#8220; in Deutschland sein soll, mitten in Europa, dann brauchen wir keine kleineren, sondern gr&#246;&#223;ere S&#228;tze. Verfassungsrechtliche Wachsamkeit. Eine Zivilgesellschaft, die nicht abstumpft. Und eine Sprache, die benennt, was geschieht &#8212; ohne sich dabei selbst zu verh&#228;rten.</p><blockquote><p><em><strong>Asyl braucht Asyl.</strong></em></p></blockquote><p style="text-align: justify;">Dieser Satz begleitet mich seit Wochen. Er klingt einfach, fast tautologisch. Und doch enth&#228;lt er eine fundamentale Wahrheit, die im politischen L&#228;rm verloren geht: Schutz braucht selbst Schutz. Menschenrechte brauchen Institutionen, die sie nicht nur zitieren, sondern anwenden. Demokratie braucht Grenzen &#8212; gegen&#252;ber ihrer eigenen Verrohung.</p><p style="text-align: center;">&#8226; &#8226; &#8226;</p><h2>1. Die lautlose K&#228;lte</h2><p style="text-align: justify;">Wer einen Menschen im Asylverfahren begleitet, sieht die Realit&#228;t hinter den Schlagzeilen. Man sieht nicht &#8222;Migration&#8220; als Zahl. Wir sehen Menschen, die versuchen zu verstehen, was von ihm erwartet wird, ohne Beistand. Man sieht Angst, Verzweiflung, Ersch&#246;pfung, Hoffnung, Scham, &#220;berforderung &#8212; und dazwischen den n&#252;chternen Ton einer Beh&#246;rde, die Ordnung herstellen will, aber nicht sprachlich vermittelt und dabei manchmal vergisst, dass Ordnung ohne W&#252;rde keine Gerechtigkeit ist.</p><p style="text-align: justify;">Die K&#228;lte der Abschiebepraxis ist selten laut. Sie ist administrativ. Sie ist ein Bescheid. Ein Absatz. Eine Frist. Ein fehlender Dolmetscher. Eine Anh&#246;rung, in der ein traumatisierter Mensch genau das nicht erz&#228;hlen kann, was juristisch entscheidend w&#228;re.</p><p><strong>&#8222;Ordnung ohne W&#252;rde ist keine Gerechtigkeit.&#8220;</strong></p><p style="text-align: justify;">Genau hier beginnt die politische Frage: Was geschieht mit einer Demokratie, wenn Schutzsuchende zunehmend als St&#246;rung eines Systems erscheinen &#8212; statt als Menschen mit Rechten?</p><h2>2. Was angegriffen wird, sind die Fundamente</h2><p style="text-align: justify;">Die Schmerlenbacher Erkl&#228;rung von PRO ASYL bringt es auf den Punkt: Der Fl&#252;chtlingsschutz wird in Deutschland und Europa heute &#8222;in seinen Grundfesten angegriffen und St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck demontiert.&#8220;</p><p style="text-align: justify;">Was nach Krieg, Verfolgung, Vertreibung und Faschismus m&#252;hsam als v&#246;lkerrechtliche Errungenschaft erk&#228;mpft wurde &#8212; Menschenw&#252;rde, Non-Refoulement, faire Verfahren &#8212; wird heute Schritt f&#252;r Schritt relativiert: durch Sprache, durch Verwaltungspraktiken, durch Grenzverfahren, durch Drittstaatsmodelle, durch die Ausweitung sicherer Herkunftsstaaten, durch die Einschr&#228;nkung rechtlicher Unterst&#252;tzung.</p><p style="text-align: justify;">Die politische Botschaft lautet: H&#228;rte zeigt Handlungsf&#228;higkeit.</p><p style="text-align: justify;">Ich halte diese Botschaft f&#252;r gef&#228;hrlich. H&#228;rte gegen&#252;ber Schutzsuchenden ist nicht automatisch St&#228;rke. Sie kann auch Ausdruck politischer Orientierungslosigkeit sein. Wer Handlungsf&#228;higkeit vor allem durch Abschreckung demonstriert, verschiebt den moralischen und rechtlichen Ma&#223;stab. Dann wird nicht mehr gefragt: Wer braucht Schutz? Sondern: Wie verhindern wir Zugang?</p><p><strong>Asyl ist kein Gnadenakt. Asyl ist eine rechtliche Antwort auf existenzielle Bedrohung.</strong></p><p style="text-align: justify;">Artikel 2 des EU-Vertrags &#8212; Menschenw&#252;rde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte &#8212; ist keine Dekoration. Er ist der Kern. Wer Asyl schw&#228;cht, schw&#228;cht die Bindung des Staates an Recht und Menschenw&#252;rde. Er missachtet Menschen, beispielsweise konkret eine alleinerziehende Mutter und ihr 7-j&#228;hriger Sohn, der sich auf die Einschulung freut. Sie sind vor Gewalt, Mordversuchen, erfolgter Kindesentf&#252;hrung und Morddrohungen geflohen, aus einem Staat, der dies als &#8222;Familienangelegenheit&#8220; abtut und Schutz verweigert. Und hier, wer &#252;bernimmt im Asylverfahren die Verantwortung f&#252;r das Kindeswohl?</p><h2>3. Was &#8222;Asyl braucht Asyl&#8221; wirklich hei&#223;t</h2><p style="text-align: justify;">Der Satz ist mehr als ein Appell. Er ist eine Analyse. Schutzsuchende brauchen f&#252;nffachen Schutz, bevor sie das tun k&#246;nnen, was die Politik so gerne von ihnen erwartet &#8212; arbeiten, sich integrieren, &#8222;beitragen&#8220;.</p><p style="text-align: justify;"><strong>Asyl braucht rechtlichen Schutz. </strong>Ein faires Verfahren. Zugang zu unabh&#228;ngiger Beratung. Verst&#228;ndliche Kommunikation. Wirksamen Rechtsschutz. Keine pauschalen Ablehnungslogiken, die individuelle Fluchtgr&#252;nde unsichtbar machen. Keine Einstufung sicherer Herkunftsstaaten per Verordnung, die den Bundesrat umgeht und damit das Grundgesetz unterl&#228;uft.</p><p style="text-align: justify;"><strong>Asyl braucht psychische Sicherheit. </strong>Menschen, die nicht wissen, ob sie morgen abgeschoben werden, leben im &#220;berlebensmodus. Sie k&#246;nnen nicht &#8222;funktionieren&#8220;. Wer Schutz braucht, braucht zuerst einen inneren und &#228;u&#223;eren Raum, in dem das Nervensystem aus der Alarmbereitschaft herausfinden kann.</p><p style="text-align: justify;"><strong>Asyl braucht sozialen Schutz. </strong>Wohnraum. Sprache. Bildung. Medizinische Versorgung. Zugang zu Gemeinschaft. Integration entsteht nicht durch Forderungen. Sie entsteht durch Bedingungen, die Teilhabe erm&#246;glichen.</p><p style="text-align: justify;"><strong>Asyl braucht politischen Schutz. </strong>Eine Regierung, die Menschenrechte nicht opportunistisch dem Druck kurzfristiger Stimmungen opfert. Parlamente, die Grundrechte nicht wie Verwaltungstechnik sogar mit Rechtsextremen behandelt.</p><p style="text-align: justify;"><strong>Asyl braucht gesellschaftlichen Schutz. </strong>Eine Zivilgesellschaft, die nicht schweigt, wenn Schutzrechte ausgeh&#246;hlt und ignoriert werden. Menschen, die hinschauen. Menschen, die widersprechen. Menschen, die bereit sind, Komplexit&#228;t auszuhalten. Politiker, die sich an die Grundrechte halten und auf dem Boden der Verfassung stehen.</p><p><strong>Asyl braucht Asyl </strong>&#8212; <br>weil Schutz die Voraussetzung f&#252;r alles ist, was danach kommt.</p><h2>4. Arbeit ohne Schutz ist Verwertung, nicht Integration</h2><p style="text-align: justify;">Die aktuelle migrationspolitische Linie wirkt auf den ersten Blick pragmatisch: schneller in Arbeit, weniger B&#252;rokratie, &#8222;Teilhabe durch T&#228;tigkeit&#8220;. Asylbewerber sollen schon nach drei Monaten arbeiten d&#252;rfen. Klingt fortschrittlich.</p><p style="text-align: justify;">Doch gleichzeitig werden Sprach- und Integrationskurse gek&#252;rzt. Beratungsstrukturen abgebaut. Aufenthalt unsicher gehalten. Abschiebedruck erh&#246;ht.</p><p style="text-align: justify;">Das Ergebnis ist absehbar: Menschen arbeiten fr&#252;h, aber ohne ausreichende Sprachkompetenz. Sie landen in prek&#228;ren Sektoren. Sie bleiben abh&#228;ngig von Arbeitgebern, die ihre Unsicherheit ausnutzen k&#246;nnen. Sie haben kaum Aufstiegschancen. Sie k&#246;nnen sich schlechter gegen Ausbeutung wehren. Und sie leben weiter mit der Angst, dass all ihre Anstrengung rechtlich nichts z&#228;hlt.</p><p>&#8222;Teilhabe durch T&#228;tigkeit&#8221; ersetzt keine Menschenrechte. <br>Und Arbeit ersetzt keinen Schutz.<br><strong>Arbeit ohne Schutz ist Verwertung, nicht Integration</strong>&#8220;</p><p style="text-align: justify;">Wer st&#228;ndig mit Abschiebung rechnen muss, kann nicht nachhaltig arbeiten. Wer keine Sprachf&#246;rderung erf&#228;hrt, kann sich nicht beruflich konstant integrieren. Wer keinen Wohnraum hat, kann nicht stabil bleiben. Wer Angst hat, kann nicht lernen. Wer posttraumatische Belastungsst&#246;rungen erleidet, bekommt in den wenigsten F&#228;llen Therapie.</p><p style="text-align: justify;">Hier liegt f&#252;r mich die Verbindung zu meinem Gesellschaftolitischem Engagement im Change Club NaVi &#8211; Nachhaltigkeit und Vielfalt - und meinem Monatsthema &#8222;Fachkr&#228;fte f&#252;r Unternehmen &#8211; Erfolgsgeschichten der Integration&#8220;: Nachhaltigkeit beginnt nicht mit Arbeitsvertr&#228;gen &#8212; sondern mit Sicherheit. Vielfalt beginnt nicht mit Diversity-Strategien &#8212; sondern mit W&#252;rde.</p><h2>5. GEAS, R&#252;ckf&#252;hrung, Abschiebungshaft: Die Logik der Beschleunigung</h2><p style="text-align: justify;">Mit der GEAS-Reform verschiebt sich die europ&#228;ische Asylpolitik weiter in Richtung Ausgrenzung, Kontrolle, Grenzverfahren, Beschleunigung und R&#252;ckf&#252;hrung. Bis zum 12. Juni 2026 sollen die Mitgliedstaaten elf Gesetzgebungsakte umsetzen. Offiziell geht es um ein gemeinsames, verl&#228;sslicheres System. Aus menschenrechtlicher Perspektive stellt sich die Frage: Was wird verl&#228;sslicher &#8212; der Schutz oder die Abwehr?</p><p style="text-align: justify;">Drei Punkte sind besonders alarmierend.</p><p style="text-align: justify;"><strong>Sichere Herkunftsstaaten per Rechtsverordnung. </strong>Seit Februar 2026 kann die Bundesregierung Herkunftsstaaten per Verordnung f&#252;r sicher erkl&#228;ren &#8212; ohne Zustimmung des Bundesrates. Das Grundgesetz verlangt f&#252;r solche Eingriffe ein Gesetz. Was hier eingespart wird, ist nicht B&#252;rokratie, sondern Verfassungsverfahren.</p><p style="text-align: justify;"><strong>Abschiebungshaft ohne Pflichtanwalt. </strong>Die Regierung will die verpflichtende anwaltliche Vertretung in der Abschiebungshaft wieder abschaffen. Abschiebungshaft ist Freiheitsentzug &#8212; nicht weil jemand eine Straftat begangen h&#228;tte, sondern weil er ausreisen soll. Studien zeigen: rund die H&#228;lfte der Haftanordnungen ist rechtswidrig. Ohne Anw&#228;lt:innen w&#252;rden sie unentdeckt bleiben. Wir suchen schon seit 10 Tagen anwaltliche Begleitung im Migrationsrecht, ohne Erfolg.</p><p style="text-align: justify;"><strong>Beschleunigung als Selbstzweck. </strong>Ein schnelles Verfahren ist nur dann gerecht, wenn es sorgf&#228;ltig bleibt. Ein Grenzverfahren ist nur dann menschenw&#252;rdig, wenn es nicht faktisch zu Inhaftierung, Isolation und Rechtlosigkeit f&#252;hrt.</p><p style="text-align: justify;">Die entscheidende Frage lautet daher nicht: Wie schnell kann der Staat entscheiden? Sondern: Wie stellt der Staat sicher, dass seine Entscheidung den erwachsenen und minderj&#228;hrigen Menschen gerecht wird?</p><h2>6. Care-Arbeit im Schatten: Wer das System gerade tr&#228;gt</h2><p style="text-align: justify;">W&#228;hrend Beratungsstrukturen unter Druck geraten und Verfahren komplexer werden, &#252;bernehmen Ehrenamtliche, Lehrkr&#228;fte, Sozialarbeitende, Initiativen, Kirchen und Nachbarschaften immer mehr Aufgaben, die eigentlich institutionell abgesichert sein m&#252;ssten.</p><p style="text-align: justify;">Sie erkl&#228;ren Bescheide. Sie suchen Anw&#228;lt:innen. Sie &#252;bersetzen. Sie beruhigen. Sie schreiben Widerspr&#252;che. Sie fangen Panik auf. Sie halten Menschen stabil, die sonst im System verloren gingen.</p><p style="text-align: justify;">Diese Arbeit ist unsichtbar. Sie ist emotional. Sie ist zeitintensiv. Und sie ist politisch &#8212; denn sie sch&#252;tzt Menschen dort, wo Verfahren &#252;berfordern.</p><p style="text-align: justify;">Aber sie darf nicht romantisiert werden. Eine Demokratie darf sich nicht darauf verlassen, dass Ehrenamtliche die L&#252;cken schlie&#223;en, die politische Entscheidungen rei&#223;en. Zivilgesellschaft ist unverzichtbar &#8212; aber sie darf nicht zur Ersatz-Infrastruktur f&#252;r abgebauten Rechtsschutz werden.</p><h2>7. Eine Krise auf vier Ebenen</h2><p style="text-align: justify;">Aus integraler Perspektive zeigt sich die Krise des Asylrechts nicht nur in Gesetzen, sondern auf vier Ebenen zugleich.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!2Y5r!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F070c66c2-7a2d-4970-8e24-d69b355774e8_2000x1440.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!2Y5r!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F070c66c2-7a2d-4970-8e24-d69b355774e8_2000x1440.png 424w, 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class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p style="text-align: justify;"><strong>Innen &#8212; individuell: </strong>Menschen erleben Angst, Kontrollverlust, Trauma, Scham, Ohnmacht. Auch Begleitende wie ich erleben Ohnmachtsgef&#252;hle, &#220;berforderung, Wut, moralischen Stress.</p><p style="text-align: justify;"><strong>Au&#223;en &#8212; individuell: </strong>fehlende<strong> </strong>juristische Aufkl&#228;rung oder Beratung, Anh&#246;rungen, Bescheide, uneinhaltbare Fristen, Arbeitsverbote, Wohnsituationen, Gerichtsverfahren.</p><p style="text-align: justify;"><strong>Innen &#8212; kollektiv: </strong>Gesellschaftliche Narrative kippen. Schutzsuchende werden zu &#8222;Belastung&#8221;, &#8222;Risiko&#8221;, &#8222;Druck&#8221;. Mitgef&#252;hl wird als Naivit&#228;t markiert. H&#228;rte wird als Realismus verkauft.</p><p style="text-align: justify;"><strong>Au&#223;en &#8212; kollektiv: </strong>verst&#228;rkte Trends zu autokratischen Regimen weltweit, EU-Recht, nationale Gesetzgebung, Beh&#246;rdenpraxis, Grenzregime, Arbeitsmarktpolitik, kommunale &#220;berlastungen.</p><p style="text-align: justify;">Wer nur eine Ebene betrachtet, versteht die Krise nicht. Wer nur &#252;ber Gef&#252;hle spricht, verfehlt die Institution. Wer nur &#252;ber Gesetze spricht, verfehlt die Seele. Wer nur &#252;ber Zahlen spricht, verfehlt den Menschen. Asyl braucht Asyl hei&#223;t deshalb auch: Wir brauchen eine humanit&#228;re Politik, die inneres Erleben, &#228;u&#223;ere Verfahren, Narrative und Strukturen zusammendenkt.</p><h2>8. Eine Demokratie misst sich am Umgang mit den Schutzlosen</h2><p style="text-align: justify;">Die Frage ist nicht, ob ein Staat Grenzen, Verfahren und Regeln haben darf. Nat&#252;rlich darf und muss er das. Die Frage ist, welche innere Haltung diese Regeln tr&#228;gt.</p><p style="text-align: justify;">Dienen sie der rechtsstaatlichen Ordnung &#8212; oder der Abschreckung? Sch&#252;tzen sie Menschenw&#252;rde &#8212; oder beruhigen sie politische Stimmungen? Erm&#246;glichen sie faire Pr&#252;fung &#8212; oder produzieren sie schnelle Ablehnung? St&#228;rken sie Vertrauen in Demokratie &#8212; oder normalisieren sie Entrechtung?</p><p>Eine <strong>Demokratie verliert ihren Kern </strong>nicht erst, wenn sie ihre Verfassung abschafft. <br>Sie verliert ihn fr&#252;her: wenn Menschenw&#252;rde zur <strong>Verhandlungsmasse</strong> wird.</p><p style="text-align: justify;">Wenn Schutzrechte als St&#246;rfaktor gelten. Wenn Mitgef&#252;hl l&#228;cherlich gemacht wird. Wenn Verwaltungsk&#228;lte als Sachlichkeit erscheint. Wenn R&#252;ckf&#252;hrungsverordnungen frontal die Rechte von Gefl&#252;chteten angreifen. Wenn die Schw&#228;chsten die H&#228;rte sp&#252;ren, mit der politische Handlungsf&#228;higkeit inszeniert wird, droht Gefl&#252;chteten willk&#252;rlich erscheinende R&#252;ckf&#252;hrungen ohne konkrete Standards in L&#228;nder, aus denen sie nicht stammen.</p><h2>9. Der Satz, der bleibt</h2><p><strong>Asyl braucht Asyl.</strong></p><blockquote><p>&#182; Schutz braucht Schutz.</p><p>&#182; Menschenrechte brauchen Menschen, die sie verteidigen.</p><p>&#182; Arbeit braucht Sicherheit und Anerkennung der vorhandenen Kompetenzen.</p><p>&#182; Integration braucht Zukunft.</p><p>&#182; Demokratie braucht Grenzen &#8212; gegen&#252;ber ihrer eigenen Verrohung.</p></blockquote><p>Bevor Menschen arbeiten k&#246;nnen, m&#252;ssen sie bleiben d&#252;rfen. <br>Bevor sie sich integrieren k&#246;nnen, m&#252;ssen sie sicher sein. <br>Bevor sie Vertrauen entwickeln k&#246;nnen, m&#252;ssen sie erleben, dass dieser Staat seine eigenen Werte ernst nimmt.</p><p><strong>Menschlichkeit ist kein Luxus. Sie ist Verfassungsauftrag.</strong></p><p style="text-align: justify;">Und sie beginnt damit, dass wir nicht zu den weiteren Versch&#228;rfungen und Menschenrechtsverletzungen schweigen, sondern beharrlich humanit&#228;ren Schutz verteidigen und verbessern.</p><p style="text-align: center;">&#8226; &#8226; &#8226;</p><p><em><strong>Quellen und Bezugspunkte: <br></strong>PRO ASYL, Schmerlenbacher Erkl&#228;rung zum Fl&#252;chtlingsschutz, 24.04.2026; <br>BAMF und EUAA zur GEAS-Reform (Anwendungsdatum 12.06.2026); <br>Deutscher Bundestag zur nationalen GEAS-Umsetzung vom 27.02.2026; Bundesregierung zur Bestimmung sicherer Herkunftsstaaten per Rechtsverordnung (in Kraft seit 01.02.2026); <br>PRO ASYL und Deutscher Anwaltverein zur geplanten Abschaffung der pflichtanwaltlichen Vertretung in Abschiebungshaftverfahren; EU-Vertrag Art. 2; <br>EU-Grundrechtecharta; <br>Genfer Fl&#252;chtlingskonvention; Europ&#228;ische Menschenrechtskonvention.</em></p><p></p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE.|Change Club NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Mein Erleben des Themen-Abends "Gute Energie für gutes Klima" in Bad Godesberg · 23. April 2026, JL]]></title><description><![CDATA[Bericht vom Energie-Event der BEA & Chance Clubs im ZM]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/mein-erleben-des-themen-abends-gute</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/mein-erleben-des-themen-abends-gute</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Fri, 24 Apr 2026 10:43:47 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bMr-!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fb543adce-2738-4171-ba27-9dc713492d35_2048x2048.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bMr-!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fb543adce-2738-4171-ba27-9dc713492d35_2048x2048.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><h2>Ankommen</h2><p style="text-align: justify;">Als ich kurz nach Beginn ins Zentrenmanagement am Fronhof kam, nahm ich dort eine besondere stille Konzentration in einladender Atmosph&#228;re wahr, als sich die Menschen dort vorstellten. Auf den Tischen waren Getr&#228;nke und kleine Snacks angerichtet, Handouts, Beamer, die BEA-Flyer in Gelb-Gr&#252;n-Blau leuchteten dazwischen. Durch die Scheibe fiel noch das weiche Sp&#228;tsonnenlicht des frischen Aprilabends.</p><p style="text-align: justify;">Cornelia Kirchner und Dominik Sch&#228;fer von der Bonner Energie Agentur legte die letzten Materialien au. Die ersten Anwohnenden trafen ein &#8211; manche kannten einander, andere kamen neugierig und allein. Eine Mischung aus Mieter:innen und Eigent&#252;mer:innen, junge wie &#228;ltere Semester. Jede Person trug ihre eigene Frage mit: Lohnt sich die W&#228;rmepumpe? Was kann ich als Mieterin &#252;berhaupt tun? Wie spreche ich meinen Vermieter an?</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE.|Change Club NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><h2>Begr&#252;&#223;ung</h2><p style="text-align: justify;">Cornelia Kirchner und Dominik Sch&#228;fer er&#246;ffneten den Abend und stellten sich und BEA nebenan vor &#8211; kostenfrei, unabh&#228;ngig, quartiersnah. Pia Carazo und Constanze Kernbach erl&#228;uterten den Esprit der Change-Clubs: Wir sind nicht hier, um uns zu &#252;berfordern, sondern um gemeinsam ins Handeln zu finden. Dieser Satz setzte die Grundstimmung:</p><h2>Das Quiz &#8211; Zahlen, die wecken</h2><p style="text-align: justify;">Dann der erste lebendige Moment: das Energie-Quiz. Vier Fragen, ausgeteilt als Papierbogen, jede:r f&#252;llte f&#252;r sich aus, tauschte dann mit dem Nachbarn. Ich h&#246;re noch das leise Kichern, wenn jemand weit danebenlag, und das Raunen, wenn die Zahlen aufgel&#246;st wurden.</p><p style="text-align: justify;"><strong>71 %</strong> &#8211; so gro&#223; ist der Anteil der Heizung am Energieverbrauch eines Haushalts. Die meisten hatten diese Zahl deutlich untersch&#228;tzt. Warmwasser 15 %, Strom 14 % &#8211; und damit wurde auf einmal klar, wo wirklich die gro&#223;en Hebel liegen.</p><p style="text-align: justify;"><strong>60 % in Bonn, knapp 80 % in Bad Godesberg</strong> &#8211; so viele Wohngeb&#228;ude werden hier noch mit Gas oder &#214;l beheizt. Dieser Kontrast zwischen Stadtmittelwert und Stadtteilrealit&#228;t erzeugte spontan eine kurze, dichte Stille. Hier, in Bad Godesberg, ist die Aufgabe noch gr&#246;&#223;er als im Rest der Stadt.</p><p style="text-align: justify;"><strong>45 %</strong> der Wohngeb&#228;ude sind nicht oder nur teilweise saniert. Und <strong>Bonn will bis 2035 klimaneutral sein</strong> &#8211; in neun Jahren. Die Rechnung war allen sofort pr&#228;sent: Wir werden nicht nur in Meetings klimaneutral, wir werden es im Keller, an der Fassade, im Thermostat.</p><h2>Praktische Impulse &#8211; gro&#223;e und kleine Hebel</h2><p style="text-align: justify;">Cornelia f&#252;hrte entlang zweier Handouts durch Ma&#223;nahmen, die entweder &#8222;ohne R&#252;cksprache mit Vermieter m&#246;glich&#8221; oder &#8222;mit R&#252;cksprache m&#246;glich&#8221; waren. Diese Trennung war klug gew&#228;hlt, weil sie Handlungsspielraum sichtbar machte &#8211; gerade auch f&#252;r diejenigen, die keine Immobilie besitzen.</p><p style="text-align: justify;">Was mich am meisten ber&#252;hrte, waren die Details: Das Blatt Papier, das man ins geschlossene Fenster einklemmt, um die Dichtigkeit zu pr&#252;fen. Die Empfehlung, nachts die Rolll&#228;den zu schlie&#223;en &#8211; ein einfacher Gedanke, der pro Haushalt bares Geld spart. Die Vorstellung, dass ein Balkonkraftwerk f&#252;r unter 800 Euro auch Mieterinnen wie mir Zugang zu eigenem Sonnenstrom gibt.</p><p style="text-align: justify;">Bei der Empfehlung zu 19&#8211;20 &#176;C im Wohnraum, 16&#8211;18 &#176;C im Schlafzimmer gab es zustimmendes Nicken, aber auch die Sorge einer &#228;lteren Teilnehmerin: &#8222;&#196;rger, weil es keine Thermostate in der Mietwohnung gibt, &#8220; Cornelia antwortete warm und pr&#228;zise: niemand k&#246;nne alles &#228;ndern im alten Wohnungsbestand, die Temperatur seienein Richtwerte, kein Zwang und verteilte kleine Entf&#252;ftungsschl&#252;ssel.</p><h2>Lebhafte Diskussion &#8211; wo W&#228;rme entstand</h2><p style="text-align: justify;">Dann &#246;ffnete sich der Abend. In der Gruppen sprachen wir &#252;ber Widerst&#228;nde, den Vermieter, der blockt, die Eigent&#252;mer-Gesellschaften, die nicht informiert sind oder sich den modernen Erkenntnissen aus Gewinnstreben widersetzen ... Die Heizkostenabrechnung, die niemand versteht. Den Nachbarn, der einen Sonnenkollektor auf dem Balkon m&#246;chte, der Eigent&#252;mer aber nicht einwilligt usw. Und doch gibt es mehr individuelle Optionen als ich dachte: mit Beratung, Durchrechnen, Energiegenossenschaft und subventionierte M&#246;glichkeiten: z.B. weil sich das alles f&#252;r die Enkel lohnt, f&#252;r mich ein Satz, mich f&#252;r einen Moment stiller werden lie&#223;. Und ber&#252;hrte, er traf den Kern meiner Sinngebung.</p><p style="text-align: justify;">Mich bewegte, wie schnell Menschen, die sich vorher nicht kannten, ins Vertrauen fanden. Genau das ist f&#252;r mich das Herz des Change-Club-Prinzips: ein Ort, an dem Wissen, Mitgef&#252;hl und Tatkraft zueinander finden d&#252;rfen.</p><h2>Der pers&#246;nliche Vorsatz</h2><p style="text-align: justify;">Jede:r fand konkrete n&#228;chste Schritte. Kein &#8222;ich sollte&#8221;, sondern ein &#8222;ich werde&#8221;. Die Palette war wunderbar:</p><blockquote><p>&#8226; Thermostate auf die richtigen Werte einstellen</p><p>&#8226; Mit dem Vermieter &#252;ber den Heizungstausch sprechen</p><p>&#8226; Das Balkonkraftwerk bei den Balkonscouts Bonn anfragen</p><p>&#8226; Einen BEA-Einzeltermin buchen</p><p>&#8226; Rolll&#228;den nachts konsequent schlie&#223;en</p><p>&#8226; Zum Strom sparen informieren</p><p>&#8226; Sich mit anderen vernetzen</p></blockquote><p style="text-align: justify;">Auch ich w&#228;hlte meinen Schritt &#8211; ich werde die Informationen beharrlich weiter verbreiten, konsequenter Strom sparen und das Thema in den n&#228;chsten Change-Club-Abend NaVi mitnehmen.</p><h2>Heimweg</h2><p style="text-align: justify;">Wir diskutierten drau&#223;en vor der T&#252;r noch eine Stunde weiter, die Luft war sehr k&#252;hl geworden, Godesberg roch nach frischem Gras und Asphalt. Ich ging langsam nach Hause, im Kopf hallte noch der Abschlusssatz nach:</p><p style="text-align: center;"><em>&#8222;Nicht wer am meisten wei&#223;, gewinnt &#8211; sondern wer anf&#228;ngt. Der erste Schritt ver&#228;ndert alles.&#8221;</em></p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!fWHe!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa0b9cead-5d86-42ce-80fd-b44d21630c6a_2048x2048.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!fWHe!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa0b9cead-5d86-42ce-80fd-b44d21630c6a_2048x2048.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!fWHe!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa0b9cead-5d86-42ce-80fd-b44d21630c6a_2048x2048.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!fWHe!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa0b9cead-5d86-42ce-80fd-b44d21630c6a_2048x2048.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!fWHe!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa0b9cead-5d86-42ce-80fd-b44d21630c6a_2048x2048.png 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!fWHe!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa0b9cead-5d86-42ce-80fd-b44d21630c6a_2048x2048.png" width="1456" height="1456" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/a0b9cead-5d86-42ce-80fd-b44d21630c6a_2048x2048.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:1456,&quot;width&quot;:1456,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:6657048,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/png&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/i/195333421?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa0b9cead-5d86-42ce-80fd-b44d21630c6a_2048x2048.png&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!fWHe!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa0b9cead-5d86-42ce-80fd-b44d21630c6a_2048x2048.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!fWHe!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa0b9cead-5d86-42ce-80fd-b44d21630c6a_2048x2048.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!fWHe!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa0b9cead-5d86-42ce-80fd-b44d21630c6a_2048x2048.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!fWHe!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fa0b9cead-5d86-42ce-80fd-b44d21630c6a_2048x2048.png 1456w" sizes="100vw" loading="lazy"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p style="text-align: center;">Ich glaube, darin liegt der ganze Sinn dieser Abende. Wir kommen mit unserer Sorge und gehen mit mehr Hoffnung, beharrlich dranzubleiben. Mit einer Temperatur-Einstellung. Mit einem Termin. Mit einem Satz, den wir unserem Vermieter sagen werden. Und jede dieser kleinen Handlungen ist im besten Sinne ein Change-Club-Moment.</p><p style="text-align: center;">&#8226; &#8226; &#8226;</p><h2>Rahmendaten</h2><ul><li><p style="text-align: justify;"><strong>Thema: </strong>Wohnen und Heizen klimafreundlich gestalten</p></li><li><p style="text-align: justify;"><strong>Datum: </strong>23. April 2026, 18:30 &#8211; 20:00 Uhr</p></li><li><p style="text-align: justify;"><strong>Ort: </strong>Zentrenmanagement Bad Godesberg, Am Fronhof 10, 53177 Bonn</p></li><li><p style="text-align: justify;"><strong>Referentin: </strong>Cornelia K., BEA nebenan (Bonner Energie Agentur)</p></li><li><p style="text-align: justify;"><strong>Moderation Change Clubs Bonn: </strong>Pia Carazo und Constanze Kernberg</p></li><li><p style="text-align: justify;"><strong>Teilnehmende: </strong>Anwohnende aus Bad Godesberg &#8211; Mieter:innen und Eigent&#252;mer:innen</p></li></ul><h2>N&#252;tzliche Links</h2><blockquote><p>&#8226; Bonner Energie Agentur / BEA nebenan Bad Godesberg: bonner-energie-agentur.de/godesberg/</p><p>&#8226; Change Clubs: changeclubs.global/</p><p>&#8226; Balkonscouts Bonn: bv-vilich-mueldorf.de/solarberatung/</p><p>&#8226; Kampagne &#8222;einfach warm zuhause&#8221;: einfach-warm-zuhause.de</p></blockquote><p style="text-align: right;"><em>Johanna Lehmacher &#183; Change Club NaVi &#183; 24. April 2026</em></p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von MOVE.HOPE.LIVE.|Change Club NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Klein anfangen. Immer wieder. Gemeinsam durchhalten.]]></title><description><![CDATA[Achtsamkeit, Resilienz und transkulturelle Integrit&#228;t als drei F&#228;den meines Klima-Wegs - Klimafreundlich werden ist Beziehungsarbeit &#8211; Johanna Lehmacher &#183; Change Club NaVi April 2026]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/klein-anfangen-immer-wieder-gemeinsam</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/klein-anfangen-immer-wieder-gemeinsam</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Sun, 19 Apr 2026 08:39:54 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!k452!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F3bba2315-fc16-49e8-94a8-62423b3e65c1_2500x937.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!k452!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F3bba2315-fc16-49e8-94a8-62423b3e65c1_2500x937.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!k452!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F3bba2315-fc16-49e8-94a8-62423b3e65c1_2500x937.png 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class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p style="text-align: center;">Drei verwobene F&#228;den in Moosgr&#252;n, Terrakotta und Ocker als Sinnbild f&#252;r <br>Achtsamkeit, Resilienz und transkulturelle Integrit&#228;t</p><div><hr></div><p><em>&#8222;Ich m&#246;chte selber klimafreundlicher werden &#8211; und merke jeden Dienstagmorgen, dass das leichter gesagt als getan ist, schwerer als jeder gute Vorsatz. Ich beginne, neu zu denken &#252;ber Achtsamkeit, Resilienz und transkulturelle Integrit&#228;t als drei F&#228;den einer Klimapraxis, die auch dann tr&#228;gt, wenn sie stolpert.&#8221;</em></p><div><hr></div><p>Ich m&#246;chte selber klimafreundlicher werden. Das ist in diesem Fr&#252;hjahr 2026 ein Satz, der mir leichter &#252;ber die Lippen geht, als er sich lebt. Ich bin 73, lebe in Bonn, bin in meinem Viertel im Change Club NaVi aktiv, begleite Frauen in Deutsch- und Integrationskursen und bin seit Jahren in der Gefl&#252;chtetenhilfe zuhause. Ich wei&#223;, was zu tun w&#228;re. Ich tue auch schon einiges. Und trotzdem wei&#223; ich: Das, was ich bisher mache, tr&#228;gt nicht so weit, wie die Lage es verlangt.</p><p>Diese Woche haben zwei Stimmen zu mir gefunden, denen ich hier zu Beginn ausdr&#252;cklich danken m&#246;chte. Die eine ist <strong>Lydia Violet Harutoonian</strong>, langj&#228;hrige Moderatorin im Netzwerk von Joanna Macys <em>Work That Reconnects</em>; ihr Webinar &#252;ber kulturelle Integrit&#228;t hat mir eine Sprache gegeben f&#252;r etwas, das ich lange gesp&#252;rt, aber nicht benannt habe. Die andere ist die Umweltjournalistin <strong>D&#233;sir&#233;e Schneider</strong>, deren Essay &#252;ber f&#252;nf Schritte zu mehr Resilienz ich mit Dankbarkeit gelesen habe &#8211; gerade weil sie ihre eigene &#220;berforderung so offen beschreibt und nicht so tut, als h&#228;tte sie den Schl&#252;ssel schon gefunden.</p><p>Zwischen diesen beiden Impulsen &#8211; und meinen eigenen, halb fertigen Notizen aus dem CC NaVi &#8211; hat sich eine These geformt, die ich heute zum ersten Mal aufschreibe:</p><p><strong>Klimafreundlich werden ist Beziehungsarbeit.</strong> Es beginnt nicht beim CO&#8322;-Rechner, sondern bei der Art, wie ich mit mir selbst, mit meiner Herkunft und mit anderen Menschen in Beziehung bin. Drei F&#228;den halten diese Beziehungsarbeit zusammen: Achtsamkeit, Resilienz und transkulturelle Integrit&#228;t. Keiner tr&#228;gt allein. Zusammen werden sie zu einer Praxis, in der ich mich selbst ver&#228;ndern kann, ohne andere aus dem Blick zu verlieren &#8211; und ohne am ersten R&#252;ckschlag zu zerbrechen.</p><p>Das klingt gr&#246;&#223;er als es ist. F&#252;r mich ist es blo&#223; der Versuch, nicht mehr getrennt zu denken, was zusammengeh&#246;rt: den kleinen Alltag am Rhein und die gro&#223;e Frage der Klimagerechtigkeit.</p><div><hr></div><h2>Der erste Faden: <br>Achtsamkeit &#8211; das eigene Tun wirklich sehen</h2><p>Achtsamkeit hat in den letzten Jahren einen schlechten Ruf bekommen, und ich verstehe, warum. Zu oft ist sie zu einer Wohlf&#252;hl-Ware geworden: App, Atem&#252;bung, Selbstoptimierung. Joanna Macy, deren Arbeit ich seit langem lese, meint etwas anderes. F&#252;r sie ist Achtsamkeit die F&#228;higkeit, bei dem zu bleiben, was ist &#8211; auch dann, wenn das, was ist, schmerzhaft ist. Ihre Spirale &#8222;The Work That Reconnects&#8221; beginnt nicht zuf&#228;llig mit Dankbarkeit, f&#252;hrt dann bewusst in den Schmerz um die Welt, &#246;ffnet von dort den Blick f&#252;r neue Augen und m&#252;ndet schlie&#223;lich ins Handeln. Nicht am Schmerz vorbei. Durch ihn hindurch.</p><p>F&#252;r meinen eigenen Klima-Weg hei&#223;t das etwas sehr Konkretes: Schon die Absicht, mich klimagerechter zu ver&#228;ndern, aktiviert sofort meine eigenen Paradoxien. Ich erz&#228;hle eine davon, weil sie mich in letzter Zeit jeden Tag besch&#228;ftigt. Ich fahre Auto. Ich brauche es, wie ich mir lange gesagt habe, zum Einkaufen und f&#252;r die Besuche bei Freund:innen, die zu weit weg wohnen, um sie mit Bahn oder Bus zu erreichen. Mein E-Bike, das eigentlich die Br&#252;cke sein sollte zwischen meinem Anspruch und meinem Alltag, ist mir vor der eigenen Haust&#252;r gestohlen worden &#8211; ein kleiner Vorfall, aber er hat meine Mobilit&#228;ts-Erz&#228;hlung umgesto&#223;en. Mein Gewissen sagt klar: Nimm &#246;fter den &#214;PNV. Mein K&#246;rper und mein Alltag sagen ebenso klar: Das ist unbequemer, l&#228;nger, manchmal umst&#228;ndlicher und teurer.</p><p>Genau das ist der Moment, f&#252;r den Achtsamkeit gedacht ist. Nicht f&#252;r Sonntagsreden, sondern f&#252;r diesen Widerspruch am Dienstagmorgen, mit dem Autoschl&#252;ssel in der Hand. Achtsamkeit hei&#223;t hier f&#252;r mich: Ich spreche den Widerspruch aus, statt ihn wegzudr&#252;cken. Ich darf wahrnehmen, dass ich mich tats&#228;chlich zwischen zwei Dingen entscheide &#8211; Bequemlichkeit und Beziehung zu einem gr&#246;&#223;eren Ganzen &#8211;, und keines davon ist verachtenswert. Besch&#228;mung w&#252;rde mich nur l&#228;hmen. Wahrnehmung &#246;ffnet dagegen einen kleinen Spalt, in dem etwas Neues m&#246;glich wird. Vielleicht fahre ich beim n&#228;chsten Besuch doch mit der Bahn, auch wenn es l&#228;nger dauert; vielleicht b&#252;ndele ich meine Eink&#228;ufe anders; vielleicht suche ich mir im CC NaVi jemanden, mit dem ich mir ein neues Rad teile, statt allein eines anzuschaffen. Keine Heldentat. Kleine, ehrliche Verschiebungen.</p><p>Achtsamkeit hat noch eine zweite Schicht, und hier f&#252;hrt mich Lydia Violet Harutoonian weiter, der ich f&#252;r ihren Workshop von Herzen danke. Sie spricht davon, dass schon das Wiedererlernen eines einzigen Liedes, eines Handwerks oder Rituals aus der eigenen Herkunftstradition ein Akt des Widerstands gegen Entmenschlichung sein kann. Sie meint das ernst. Wer die F&#228;den zu Vorfahren, Orten, Geschichten verloren hat, wird anf&#228;lliger f&#252;r die stille Botschaft des dominanten Systems: Du bist austauschbar. Dein Schmerz ist privat. Dein Lebensstil spielt keine Rolle.</p><p>Das aber ist genau die Botschaft, die den Klimawandel so schwer verhandelbar macht. Wenn ich nicht sp&#252;re, dass mein Konsum mit irgendetwas verbunden ist &#8211; mit einem Fluss, einer Nachbarin, einer n&#228;chsten Generation &#8211; dann spielt es auch keine Rolle, was ich tue. Achtsamkeit im Sinne von Macy und Harutoonian ist der Gegensatz: Sie stellt die Verbindung wieder her. Ich halte inne und sp&#252;re, dass ich kein abstraktes Konsumentensubjekt bin, sondern eine Frau, die 1953 in Siegburg geboren wurde, die einen Rhein kennt, der &#252;ber die Jahre w&#228;rmer und unberechenbarer geworden ist, und die Nachbarinnen hat, deren Heimatl&#228;nder schon heute von der Klimakrise viel h&#228;rter getroffen werden als ihre eigene.</p><div><hr></div><h2>Der zweite Faden: <br>Resilienz &#8211; wenn gute Vors&#228;tze stolpern</h2><p>Und trotzdem: Allein mit dem Hinsehen ist es nicht getan. Wer klimafreundlicher leben will, scheitert &#8211; und scheitert immer wieder. Ich nehme mir vor, mehr regionale Lebensmittel zu kaufen, und stehe am Ende eines ersch&#246;pfenden Tages doch vor der Tiefk&#252;hltheke. Man f&#228;hrt ein halbes Jahr Bahn und nimmt dann doch wieder das Auto, weil der R&#252;cken weh tut und die Tasche zu schwer ist. Man wollte auf Kunstfasern verzichten und kauft dann doch die praktische Fleecejacke. An solchen kleinen Niederlagen verliert man schneller den Mut, als man denkt.</p><p>Hier bin ich D&#233;sir&#233;e Schneider dankbar. In ihrem Essay, den ich in meiner eigenen ersch&#246;pften Phase gelesen habe, beschreibt sie offen den Moment, in dem sie, wie sie es nennt, &#8222;nicht mehr funktionierte&#8221;. Und sie teilt f&#252;nf Schritte, mit denen sie sich ihre Handlungsf&#228;higkeit zur&#252;ckholt: Abstand nehmen (ohne zu fliehen), Akzeptanz (auch f&#252;r das, was schwer ist), Neubewertung (den Rahmen eines Ereignisses ver&#228;ndern), bewusst geplante sch&#246;ne Momente, und Gemeinschaft. Das ist kein Trost-Ratgeber. Das ist ein ehrlich geteiltes Handwerk.</p><p>Ich habe ihre Schritte in meinem Klima-Alltag ausprobiert. Wenn ich mich morgens im Nachrichtenstrom verliere und danach nur noch Fatalismus f&#252;hle, hilft Abstand &#8211; aber eben echter Abstand, nicht das halbherzige Scrollen auf einer anderen Plattform. Ein Gang in den Stadtgarten, zwanzig Minuten mit einem Buch, das mich erdet. Akzeptanz hei&#223;t in meiner Klima-Praxis: Ja, ich werde weiter Fehler machen. Ja, die Zeit ist tats&#228;chlich so knapp, wie sie ist. Neubewertung: Dieser R&#252;ckschritt ist keine Niederlage, sondern eine Information dar&#252;ber, wo mein Leben gerade nicht tr&#228;gt. Und sch&#246;ne Momente: Ich muss mir Freude am klimafreundlichen Leben bewusst einplanen &#8211; am Essen, das ich selbst koche, am Spaziergang, den ich statt einer Autofahrt mache, am Gespr&#228;ch mit einer Nachbarin, die ihr Lastenrad teilt.</p><p>Besonders Schneiders f&#252;nfter Schritt &#8211; Gemeinschaft &#8211; hat mich getroffen. Sie zitiert die Psychologin Lea Dohm mit einem Satz, der f&#252;r mich der eigentliche Schl&#252;ssel zu einer klimafreundlichen Praxis ist:</p><p>&#8222;Die Resilienz von Einzelnen ist immer abh&#228;ngig von der Resilienz des Systems. Wenn du dich in der Partnerschaft, Familie, Freundschaft oder am Arbeitsplatz in einem System aufh&#228;ltst, das dich immer, immer wieder runterzieht, dann hilft der beste Yoga-Kurs nicht.&#8221; &#8212; Lea Dohm, Psychologists for Future</p><p>Das l&#228;sst sich eins zu eins auf die Klimafrage &#252;bertragen. Wenn um mich herum ein System liegt, in dem Autofahren subventioniert ist, Flugreisen billiger als Bahnreisen, Fleisch billiger als Gem&#252;se und Wegwerfen bequemer als Reparieren &#8211; dann hilft der beste pers&#246;nliche Vorsatz nur eine Weile. Individuelle Klima-Resilienz ohne kollektive Strukturen ist wie einzeln Joggen in einem Sturm: Man kann eine Zeit lang durchhalten, aber irgendwann wird man eben doch m&#252;de.</p><p>Im Change Club NaVi erlebe ich, wie der f&#252;nfte Schritt von Schneider &#8211; Gemeinschaft &#8211; zur Infrastruktur f&#252;r meine eigene Klimapraxis wird. Wir tauschen Werkzeuge, teilen Ernten aus dem Stadtteilgarten, geben uns gegenseitig Mut, wenn eine von uns im &#246;ffentlichen Diskurs angefeindet wird. Es ist kein heldinnenhaftes Klima-Kollektiv. Es ist eine kleine, warme Zelle, in der ich leiser und zugleich konsequenter sein kann, weil ich nicht allein bin.</p><div><hr></div><h2>Der dritte Faden: <br>Transkulturelle Integrit&#228;t &#8211; mein Wandel ohne &#220;berheblichkeit?</h2><p>Damit aber sind wir noch nicht fertig. Denn Gemeinschaft kann auch eine Falle sein, wenn sie sich abschlie&#223;t und nur noch mit den &#196;hnlichen spricht. Hier kommt der dritte Faden ins Spiel, f&#252;r den ich Lydia Violet Harutoonian erneut dankbar bin. In ihrem Webinar unterscheidet sie f&#252;nf Bewegungen im Umgang mit Kulturellem: Wertsch&#228;tzung, Resonanz, Austausch, Aneignung, Ausl&#246;schung. Diese Unterscheidung ist kl&#228;rend wie ein offenes Fenster.</p><p>Wertsch&#228;tzung w&#252;rdigt einen kulturellen Ausdruck in seinem Kontext &#8211; mit Herkunft, Geschichte und den Menschen, zu denen er geh&#246;rt. Resonanz beschreibt den Moment, in dem mich etwas aus einer anderen Kultur ber&#252;hrt, weil es an eine geteilte Menschlichkeit r&#252;hrt. Austausch ist gegenseitig. Aneignung hingegen l&#246;st Formen aus ihrem Kontext und verwandelt sie in Prestige, Profit oder Dekoration. Und Ausl&#246;schung geschieht, wenn Praktiken entleert werden, wenn ihre urspr&#252;ngliche Bedeutung verloren geht oder bewusst umgedeutet wird.</p><p>Warum ist das f&#252;r mein klimafreundliches Leben wichtig? Weil der globale Norden &#8211; und ja, damit meine ich auch mich &#8211; dazu neigt, Klimagerechtigkeit so zu verhandeln, dass am Ende wieder alle ungleichen Lasten bei denen liegen, die ohnehin am wenigsten zum Problem beigetragen haben. Wenn ich als Deutsche fliegen kann, Auto fahren kann, lebenslang Heiz&#246;l verbrennen konnte, und dann von einer Familie in Eritrea oder Bangladesch erwarte, sie m&#246;ge doch bitte bei der Anpassung geduldig sein &#8211; dann ist das mehr als schief. Dann ist es eine Form kultureller Ausl&#246;schung: Wir vergessen, aus welchen Lebensrealit&#228;ten unser Komfort entstanden ist.</p><p>Transkulturelle Integrit&#228;t hei&#223;t f&#252;r mich hier: Ich muss wissen, wo ich herkomme &#8211; als Frau der rheinischen Nachkriegsgeneration, als Teil einer Wohlstandsgesellschaft, die ihren Reichtum auch aus kolonialen und klimatischen Asymmetrien bezogen hat &#8211; und ich muss anderen Menschen mit derselben Klarheit begegnen, in der sie aus ihren eigenen Wurzeln leben. Harutoonian zeigt einen dritten Weg zwischen der gut gemeinten Ornament-Kultur (ein bisschen Smudging hier, ein Yogaflyer dort) und dem schuldbewussten R&#252;ckzug (ich kann ja gar nichts mehr sagen). Dieser dritte Weg ist Beziehung: ernsthaft, lernend, fehlbar, korrigierbar.</p><p>Im CC NaVi werde ich daran konkret erinnert, wenn eine syrische Nachbarin bei unserem Kochabend erz&#228;hlt, dass ihre Gro&#223;mutter nie etwas weggeworfen h&#228;tte &#8211; und wie befremdlich es f&#252;r sie war, in deutschen Superm&#228;rkten zu sehen, was alles am Abend in die Tonne kommt. Das ist kein h&#252;bsches Fairtrade-Poster. Das ist eine Lehrerin an meinem Tisch. Wenn ich ihr zuh&#246;re, lerne ich etwas &#252;ber Klimapraxis, das in keiner deutschen Brosch&#252;re steht.</p><div><hr></div><h2>Das Gewebe: <br>Warum die drei F&#228;den zusammen tragen</h2><p>Jetzt sehe ich, warum die drei F&#228;den zusammengeh&#246;ren, wenn ich wirklich klimafreundlicher werden will. Achtsamkeit allein wird zu Selbstf&#252;rsorge: ich f&#252;hle mich gut, aber ich ver&#228;ndere nichts. Resilienz allein wird zu Selbstoptimierung: ich halte durch, aber ich hinterfrage das System nicht. Transkulturelle Integrit&#228;t allein wird zu Identit&#228;tspolitik: ich habe recht, aber ich verliere die Menschen.</p><p>Miteinander verwoben ergeben sie etwas anderes. Achtsamkeit gibt mir die F&#228;higkeit, wahrzunehmen, was ich tats&#228;chlich tue &#8211; auch in den unbequemen Ecken meines Alltags. Resilienz gibt mir die F&#228;higkeit, an R&#252;ckschl&#228;gen nicht zu zerbrechen und zu erkennen, dass mein Durchhalten an kollektive Strukturen gebunden ist. Transkulturelle Integrit&#228;t gibt meinem Wandel eine Richtung, die nicht auf Kosten anderer geht. In diesem Zusammenspiel wird aus einem privaten Klimavorsatz eine Praxis, die andere mittragen k&#246;nnen, ohne sich klein zu f&#252;hlen.</p><p>Und das, glaube ich, ist die Relevanz f&#252;r uns alle. Keiner von uns wird klimafreundlich durch Zahlen oder durch Verbote allein. Wir werden es durch Beziehungen: zu uns selbst (Achtsamkeit), zu unseren Geschichten und Grenzen (Resilienz), zu den Menschen, die anders leben als wir (transkulturelle Integrit&#228;t). Wer diese drei F&#228;den pflegt, entwickelt eine Klimapraxis, die l&#228;nger h&#228;lt als jeder Neujahrsvorsatz.</p><div><hr></div><h2>Konkret im Alltag und im CC NaVi: <br>Was ich jetzt vorhabe</h2><p>Was nehme ich aus dieser Woche konkret mit in die n&#228;chsten Tage und Wochen?</p><p>Ich werde meine eigenen Gewohnheiten &#8211; Energie, Mobilit&#228;t, Essen, Kleidung, Wohnen &#8211; achtsamer anschauen. Nicht mit dem Druck, sofort alles richtig zu machen, sondern mit der Bereitschaft, sie wirklich zu sehen.</p><p>Bei meiner Mobilit&#228;ts-Paradoxie werde ich klein anfangen: Ich nehme mir vor, pro Woche eine Auto-Fahrt durch den &#214;PNV oder durch einen bewussten Verzicht zu ersetzen &#8211; und ich erlaube mir zugleich, dass es manchmal nicht gelingt, ohne mich zu besch&#228;men. Parallel schaue ich mich nach einem gebrauchten Rad um und pr&#252;fe, ob es im CC NaVi die M&#246;glichkeit gibt, Bahn- und Busreisen f&#252;r die weiter entfernten Freund:innen-Besuche zu verabreden.</p><p>Und mehr ausprobieren, was geht: mit dem Rucksack zum Einkaufen zu Fu&#223; gehen, Kleidung schon aus Kostengr&#252;nden Secondhand suchen, im Haushalt Wasser und Energie einsparen &#8211; und so weiter. Nichts davon ist spektakul&#228;r. Jedes einzelne St&#252;ck ist ein kleiner Beweis, dass Ver&#228;nderung m&#246;glich ist, ohne dass mein Leben auseinanderf&#228;llt.</p><p>Im CC NaVi werde ich den Ressourcenkreis ausprobieren, von dem ich schon lange tr&#228;ume: ein kurzes, stilles Protokoll vor jedem Treffen, in dem wir uns gegenseitig mitteilen, wer diese Woche Kraft hat und wer weniger. So wird aus individueller Resilienz kollektive Belastbarkeit.</p><p>Ich werde bei unseren Kochabenden, Workshops und Nachbarschaftsgespr&#228;chen ausdr&#252;cklich Raum f&#252;r Herkunftsgeschichten lassen. Nicht als exotische Note, sondern als echte Quelle &#8211; auch f&#252;r Klimapraxis. Ich m&#246;chte lernen, wie meine Nachbarinnen aus Syrien, Eritrea, der Ukraine, aus Persien mit Ressourcen umgegangen sind, bevor sie hierher kamen. Vieles davon k&#246;nnte uns allen helfen.</p><p>Und ich werde mir erlauben, Dankbarkeit nicht als Floskel zu gebrauchen. Dank an Lydia Violet Harutoonian f&#252;r ihre Klarheit. Dank an D&#233;sir&#233;e Schneider f&#252;r ihre Ehrlichkeit. Dank an meine Nachbarinnen im CC NaVi, an die Frauen in meinen Deutschkursen, an meine Geschwister und Patenkinder, die mich daran erinnern, wof&#252;r all das am Ende geschieht.</p><div><hr></div><h2>Zum Schluss: Eine Einladung, nicht ein Programm</h2><p>Klimafreundlich werden ist keine private Heldinnentat und kein moralisches Examen. Es ist Beziehungsarbeit. Es gelingt in dem Ma&#223;, in dem wir achtsam wahrnehmen, resilient durchhalten und mit transkultureller Integrit&#228;t einander begegnen. Kein Faden f&#252;r sich tr&#228;gt. Die drei zusammen schon.</p><p>Das gilt f&#252;r mich &#8211; 73 Jahre alt, in Bonn, mit einer To-Do-Liste, die seit Jahrzehnten nicht kleiner wird. Und es gilt, das sp&#252;re ich sehr deutlich, f&#252;r uns alle. Denn die Klimakrise ist kein Problem, das einer allein l&#246;st. Sie ist die Einladung, wieder lernen zu m&#252;ssen, was wir verlernt haben: dass unser Leben mit dem Leben anderer verbunden ist. Mit Menschen, die wir kennen. Mit Menschen, die wir nicht kennen. Mit der Mitwelt, in die wir hineingestellt sind.</p><p>Vielleicht ist das genau das, was der Name unseres kleinen Change Clubs &#8211; NaVi, Nachhaltigkeit und Vielfalt &#8211; schon immer gemeint hat. Und vielleicht ist genau das die Richtung, in die wir jetzt, langsam und sehr ernsthaft, miteinander gehen d&#252;rfen.</p><div><hr></div><h2>Quellen, denen dieser Essay Dank schuldet</h2><blockquote><p>&#8226; Lydia Violet Harutoonian, <em>Turning to Our Roots: A Framework for Cultural Integrity</em>. Webinar im Work That Reconnects Network, 2026. [YouTube-</p><div id="youtube2-W67XIo59M3w" class="youtube-wrap" data-attrs="{&quot;videoId&quot;:&quot;W67XIo59M3w&quot;,&quot;startTime&quot;:&quot;520s)&quot;,&quot;endTime&quot;:null}" data-component-name="Youtube2ToDOM"><div class="youtube-inner"><iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/W67XIo59M3w?start=520s)&amp;rel=0&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;enablejsapi=0" frameborder="0" loading="lazy" gesture="media" allow="autoplay; fullscreen" allowautoplay="true" allowfullscreen="true" width="728" height="409"></iframe></div></div><p>&#8226; D&#233;siree Schneider, https://perspective-daily.de/article/4398-i<em>mmer-wieder-krise-mit-diesen-5-schritten-hole-ich-mir-die-kontrolle-zurueck/</em>6QH95nSR </p></blockquote>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Über Abschiebepolitik, ein Kind das auf die Einschulung wartet — ]]></title><description><![CDATA[und unsere Pflicht, nicht wegzuschauen.]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/uber-abschiebepolitik-ein-kind-das</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/uber-abschiebepolitik-ein-kind-das</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Fri, 17 Apr 2026 16:31:19 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!UU_o!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fb7ccf58d-0c8f-47a1-b843-b9ac584a668d_1254x1254.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!UU_o!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fb7ccf58d-0c8f-47a1-b843-b9ac584a668d_1254x1254.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><div><hr></div><p>Marianne Williamson schreibt: <em>&#8222;Was mich nachts wach h&#228;lt, ist die Grausamkeit.&#8221;</em></p><p>Ich habe ihren Text gelesen und die Nacht danach nicht geschlafen. Nicht wegen der USA, EU oder deutsche Abschiebepolitik. Sondern wegen einer Frau, die diese Woche in meinem Frauendeutschkurs sa&#223;, mit einem Brief.</p><div><hr></div><p><strong>Ein Brief. Ein Kind. Ein August, der vielleicht nicht kommt.</strong></p><p>Sie ist Usbekin. Seit Monaten kommt sie in meinen Kurs, lernt Deutsch, k&#228;mpft sich durch Grammatik und b&#252;rokratische Formulare, l&#228;chelt trotzdem. Diese Woche kam sie mit einem Brief vom BAMF. Sie solle sich auf eine Ausreise nach Frankreich gefasst machen &#8212; polizeilich durchgesetzt, wenn n&#246;tig.</p><p>Ihr Sohn ist sieben Jahre alt. Er ist schon von Gewalt gezeichnet &#8212; durch das, was er in Usbekistan erlebt hat. Und er freut sich auf August. Auf die Einschulung. Auf die erste Klasse.</p><p>Ich wei&#223; nicht, ob er sie erleben wird.</p><p>Was macht das mit einem Kind, wenn der August kommt &#8212; und statt der Schult&#252;te Polizisten an der T&#252;r stehen? Was macht das mit einer Mutter, die jeden Morgen nicht wei&#223;, ob dieser Tag der letzte in Sicherheit ist?</p><p>Marianne Williamson schreibt &#252;ber die Kinder der ICE-Razzien in Amerika: <em>&#8222;Ein ver&#228;ngstigtes Kind ist ein ver&#228;ngstigtes Kind.&#8221;</em> Sie hat recht. Und dieses ver&#228;ngstigte Kind sitzt nicht irgendwo in Texas. Es sitzt in einer Zentralen Unterkunftseinrichtung hier, in unserer Stadt, und wartet auf den August.</p><div><hr></div><p><strong>Der Spiegel, den Amerika uns hinh&#228;lt</strong></p><p>Ich schreibe das nicht, um Amerika und Europa gleichzusetzen. Ich schreibe es, weil Marianne Williamsons Text ein Spiegel ist &#8212; und weil ich in diesem Spiegel Dinge erkenne, die ich nicht mehr wegschauen lassen kann.</p><p>Sie beschreibt die ICE-Razzien: &#220;ber 60.000 Menschen in Haft, 70 Prozent ohne Vorstrafe. Menschen, die sich korrekt verhalten haben, zu ihren Terminen erschienen sind, Asyl beantragt und erhalten hatten &#8212; und nun wie Schwerverbrecher behandelt werden. Sie schreibt: <em>&#8222;Die Grausamkeit scheint das Ziel zu sein, nicht ein Nebeneffekt.&#8221;</em></p><p>Und dann fragt sie: Was werden die Kinder, die das alles gesehen haben, eines Tages &#252;ber dieses Land denken?</p><p>Ich frage dasselbe &#252;ber Europa.</p><div><hr></div><p><strong>Was in Br&#252;ssel beschlossen wurde &#8212; und was es bedeutet</strong></p><p>Im M&#228;rz hat das EU-Parlament eine Versch&#228;rfung der Asylpolitik beschlossen. Mit einer Mehrheit aus Christdemokraten und rechten Parteien. Das Ziel: Abschiebezentren in Drittstaaten au&#223;erhalb der EU &#8212; sogenannte <em>Return Hubs</em>. Menschen sollen dorthin gebracht werden, in L&#228;nder, in denen sie nie waren, auf die sie keinerlei Bezug haben.</p><p>Der EU-Abgeordnete Erik Marquardt (Gr&#252;ne) bringt es auf den Punkt: <em>&#8222;Man m&#246;chte sich vom Asylrecht freikaufen, weil man scheinbar gen&#252;gend Geld, aber nicht gen&#252;gend Werte hat.&#8221;</em></p><p>Und er sagt noch etwas, das mich nicht losl&#228;sst: Wenn man den Menschen menschenw&#252;rdige Bedingungen verspreche, w&#252;rde der Abschreckungseffekt nicht eintreten. Also ist die Missachtung der Menschenw&#252;rde kein Versagen des Konzepts. Sie ist das Konzept.</p><p>Der EU-Abgeordnete Erik Marquardt (B&#252;ndnis90/Gr&#252;ne EU) bringt es auf den Punkt: <em>&#8222;Man m&#246;chte sich vom Asylrecht freikaufen, weil man scheinbar gen&#252;gend Geld, aber nicht gen&#252;gend Werte hat.&#8221;</em></p><div><hr></div><p><strong>Was ich nicht mehr schweigend hinnehmen will</strong></p><p>Ich mache seit Jahren Ehrenamt in der Gefl&#252;chtetenhilfe. Ich unterrichte Frauen, die vor Gewalt geflohen sind, die Deutsch lernen, die ankommen wollen. Ich kenne ihre Gesichter. Ich kenne die Erleichterung, wenn jemand einen Satz auf Deutsch formuliert, der vorher noch nicht m&#246;glich war. Ich kenne die Angst, die in manchen Augen bleibt, egal wie viel Sicherheit die Umgebung verspricht.</p><p>Und ich kenne jetzt auch diesen Brief.</p><p>Ich habe lange versucht, politisch korrekt zu bleiben &#8212; alle Seiten zu verstehen, nicht zu polarisieren. Heute Nacht, nach Williamsons Text und nach diesem Brief, merke ich: Diese Art von Korrektheit ist ein Luxus, den ich mir nicht mehr leisten will. Nicht auf Kosten von Kindern, die auf die Schule warten.</p><p>Marquardt sagt: <em>&#8222;Deutschland und Europa m&#252;ssen sich &#252;berlegen, auf welcher Seite der Geschichte sie stehen wollen.&#8221;</em></p><p>Ich habe diese Frage nicht mehr offen.</p><div><hr></div><p><strong>Was ich mir von uns w&#252;nsche</strong></p><p>Beim letzten Treffen des Change Club NaVi haben wir gesagt: Wir k&#246;nnten die Vielfaltsthematik noch deutlicher, noch interkultureller vertreten. Ja. Das stimmt. Und dieser Beitrag ist mein erster Schritt dorthin.</p><p>Denn Nachhaltigkeit ohne Menschlichkeit ist eine leere H&#252;lle. Klimagerechtigkeit ohne Migrationsgerechtigkeit ist halbherzig. Wer f&#252;r eine gerechte Welt einsteht, kann nicht gleichzeitig wegschauen, wenn an unserer T&#252;r &#8212; buchst&#228;blich, in unserer Stadt, in unserem Kurs &#8212; Kinder um ihren August zittern.</p><p>Marianne Williamson schlie&#223;t ihren Text mit einer Aufforderung: <em>&#8222;Wir d&#252;rfen nicht wegschauen.&#8221;</em></p><p>Ich schaue hin. Und ich lade euch ein, dasselbe zu tun. Und ja, das Bild habe ich finster zeichnen lassen. Ich f&#252;hle mich verpflichtet aufzukl&#228;ren, die Schatten zu sehen, frei zu denken und zu verhindern, was zu verhindern ist.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!PFG9!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fb64710d6-55e6-4e18-a5e2-806ba71e660f_1536x2752.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!PFG9!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fb64710d6-55e6-4e18-a5e2-806ba71e660f_1536x2752.png 424w, 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class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" 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Sie schreibt auf movehopelive.com &#252;ber integrale Lebens- und Arbeitspraxis, Klimawandel, Migration und Human-AI.</em></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Was die Transition zu erneuerbaren Energien wirklich braucht — Impulse aus dem Change Club NaVi]]></title><description><![CDATA[Menschlichkeit, Bewusstsein, Mut von Johanna Lehmacher | movehopelive.com]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/was-die-transition-zu-erneuerbaren</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/was-die-transition-zu-erneuerbaren</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Wed, 15 Apr 2026 08:45:20 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bzZ3!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff4d1a2e6-7cfc-48a2-9d4c-740401f23119_2048x2048.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<h2>Der Krieg &#8212; und wer zuerst leidet</h2><p>Bevor wir &#252;ber steigende Gaspreise, politische Ohnmacht oder energiepolitische Beschleunigung sprechen, gilt es, etwas klar auszusprechen: Im Irankrieg leiden zuerst und vor allem Menschen.</p><p>Familien verlieren Angeh&#246;rige. St&#228;dte werden zerst&#246;rt. Lebensgrundlagen brechen weg. Kinder wachsen unter Angst und Gewalt auf. Am 28. Februar 2026 wurden Schulkinder in der iranischen Stadt Minab get&#246;tet, als ihr Schulgeb&#228;ude getroffen wurde &#8212; die Vereinten Nationen haben diesen Angriff als schwerwiegenden Versto&#223; gegen das humanit&#228;re V&#246;lkerrecht bezeichnet. Davor hatten Massenproteste das Land ersch&#252;ttert, und das Regime hatte mit t&#246;dlicher Gewalt geantwortet. Menschenrechtsorganisationen sprechen von Tausenden Todesopfern unter der eigenen Bev&#246;lkerung.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von CC NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - Johanna Lehmacher! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p>Diese Realit&#228;t steht nicht im Dienst einer europ&#228;ischen Energiepolitik &#8212; sie ist ihr blinder Fleck, wenn wir nicht innehalten und hinschauen.</p><p>Als P&#228;dagogin und als Mensch kann &#8212; und will &#8212; ich nicht &#252;ber &#8222;Auswirkungen&#8221; sprechen, ohne das Leiden der Betroffenen an den Anfang zu stellen. Jeder Versuch, aus einem Krieg argumentative Energie zu ziehen, verfehlt den Kern, wenn er dieses Leid ausklammert.</p><p>Und doch: Genau dieses menschliche Leiden macht sichtbar, wie eng unser Alltag mit globalen Macht- und Ressourcenfragen verkn&#252;pft ist</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bzZ3!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff4d1a2e6-7cfc-48a2-9d4c-740401f23119_2048x2048.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!bzZ3!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff4d1a2e6-7cfc-48a2-9d4c-740401f23119_2048x2048.png 424w, 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><h2>Unsere Krise als Spiegel &#8212; nicht als Zentrum</h2><p>Erst an zweiter Stelle kommen unsere Probleme in Europa: explodierende Energiepreise, neue Abh&#228;ngigkeiten, politische Nervosit&#228;t. Sie sind real &#8212; aber sie sind Folgen, nicht das Drama selbst.</p><p>Dass ein Krieg so unmittelbar unsere Heizkosten, Stromrechnungen und politischen Mehrheiten beeinflusst, zeigt nicht unsere besondere Betroffenheit, sondern unsere strukturelle Verstrickung in ein fossiles System, das Gewalt beg&#252;nstigt und verl&#228;ngert.</p><p>Die eigentliche Zumutung liegt nicht darin, dass Energie teurer wird. Die eigentliche Zumutung ist, zu erkennen, dass unser Wohlstand historisch auf Abh&#228;ngigkeiten beruht, die anderswo Unsicherheit, Ausbeutung und Tod bedeuten.</p><p>Wenn ich also im Kontext dieses Krieges &#252;ber Energiewende spreche, dann nicht, um unsere Probleme zu dramatisieren &#8212; sondern um sie einzuordnen. Als Aufforderung zur Verantwortung, nicht zur Opfererz&#228;hlung.</p><div><hr></div><p>Die Notwendigkeit der Energiewende stand fest, lange bevor der erste Schuss fiel. Was der Krieg hinzuf&#252;gt, ist kein Argument &#8212; sondern ein schmerzhafter Beweis f&#252;r das, was wir schon wussten.</p><p>Aus dieser Haltung heraus arbeitet der <strong>Change Club NaVi</strong> &#8212; unser lokales Netzwerk f&#252;r Nachhaltigkeit und Vielfalt in Bonn. Wir haben uns gefragt: Was braucht es wirklich, damit erneuerbare Energien in B&#252;rger:innengemeinschaften ankommen, wachsen und wirken? Die Antwort, die wir gefunden haben, ist mehrdimensional. Und genau das ist der Kern meines grunds&#228;tzlichen Verst&#228;ndnisses, das ich hier teilen m&#246;chte.</p><div><hr></div><h2>Energiewende beginnt innen</h2><p>Bevor eine Solaranlage aufs Dach kommt, passiert etwas viel Entscheidenderes: eine innere Verschiebung. Jemand f&#228;ngt an, die Dinge anders zu sehen. Vielleicht nach einem D&#252;rresommer, einem Gespr&#228;ch, einer Nachricht &#252;ber einen Krieg, der pl&#246;tzlich die eigene Heizkostenrechnung ver&#228;ndert. Diese pers&#246;nliche &#220;berzeugung &#8212; das Gef&#252;hl, dass es so nicht weitergehen kann und dass ich selbst Teil der L&#246;sung sein kann &#8212; ist der erste und wichtigste Motor.</p><p>Das klingt weich. Ist es aber nicht. Ohne diese innere Bewegung bleibt alles andere Pflicht, B&#252;rokratie, Zwang. Mit ihr wird aus einem F&#246;rderantrag ein Aufbruch.</p><p>Im Change Club NaVi nehmen wir deshalb die pers&#246;nliche Dimension ernst. Wir fragen: Welche Bilder von Zukunft tragen die Menschen in sich? Welche Sorgen bremsen sie? Welche Erfahrungen haben sie mit Gemeinschaft, mit Scheitern, mit Selbstwirksamkeit? Wer diese Fragen nicht stellt, plant an den Menschen vorbei.</p><div><hr></div><h2>Technik, die zu uns passt &#8212; nicht umgekehrt</h2><p>Nat&#252;rlich braucht es auch das Konkrete: Welche erneuerbaren Energiequellen sind in unserer Region tats&#228;chlich nutzbar? Wie hoch ist der aktuelle Energieverbrauch? Welche technischen L&#246;sungen sind realistisch &#8212; f&#252;r ein Altbau-Mietshaus, f&#252;r eine Kleinstadt, f&#252;r eine Gemeinschaft mit wenig Eigenkapital?</p><p>Diese Fragen verdienen ehrliche, datenbasierte Antworten. Und sie verdienen lokale Antworten &#8212; denn Energiewende ist keine Einheitsgr&#246;&#223;e. Was in M&#252;nchen funktioniert, muss nicht in Bonn-Beuel funktionieren.</p><p>Der Change Club NaVi versteht sich als Br&#252;cke zwischen dem, was technisch m&#246;glich ist, und dem, was f&#252;r die Menschen in unserem Umfeld sinnvoll und machbar ist. Wir &#252;bersetzen komplexe Informationen in handlungsrelevantes Wissen. Wir zeigen: Hier ist eine B&#252;rgerenergie-Genossenschaft, die auch f&#252;r einkommensschwache Haushalte zug&#228;nglich ist. Hier ist ein F&#246;rderprogramm, das genau f&#252;r euch passt. Hier ist jemand, der das schon gemacht hat und bereit ist, seine Erfahrungen zu teilen.</p><div><hr></div><h2>Gemeinsam denken &#8212; Kultur des Wandels</h2><p>Erneuerbare Energien sind keine Privatangelegenheit. Sie entstehen dort, wo Menschen gemeinsam denken, planen und entscheiden. Und genau das ist der kulturelle Kern der Sache: Wie reden wir miteinander &#252;ber Energie? Wer sitzt am Tisch, wenn Entscheidungen getroffen werden? Wessen Perspektive fehlt?</p><p>Im Change Club NaVi ist Vielfalt kein Anhang &#8212; sie ist Programm. Nachhaltigkeit ohne Gerechtigkeit bleibt halbherzig. Eine Energiewende, die soziale Ungleichheit verst&#228;rkt, ist keine Wende zum Besseren.</p><p>Deshalb geh&#246;rt zu unserem Verst&#228;ndnis: Wir m&#252;ssen eine <strong>Kultur der Beteiligung</strong> aktiv gestalten. Das bedeutet: Frauen in der Energiebranche sichtbar machen. Menschen mit Migrationshintergrund in B&#252;rgerenergie-Projekte einladen. Jungen Menschen R&#228;ume geben, in denen ihre Ideen z&#228;hlen. Und &#228;ltere Menschen mit ihrer Lebensweisheit und ihren Netzwerken als unverzichtbare Mitgestalter:innen anerkennen.</p><p>Und: globale Solidarit&#228;t geh&#246;rt dazu. Die Menschen im Iran, im Nahen Osten, im globalen S&#252;den sind nicht abstrakte Betroffene eines weit entfernten Krieges. Ihre Lage ist mit unserer verkn&#252;pft &#8212; durch Ressourcen, durch Geschichte, durch Verantwortung. Wer Nachhaltigkeit denkt, darf nicht nur den eigenen Fu&#223;abdruck im Blick haben.</p><p>Kulturwandel ist langsamer als Technik. Aber er ist tiefer. Und er tr&#228;gt l&#228;nger.</p><div><hr></div><h2>Strukturen, die uns tragen &#8212; oder bremsen</h2><p>Kein Engagement im luftleeren Raum. B&#252;rger:inneninitiativen wie der Change Club NaVi bewegen sich in einem Geflecht aus Politik, Recht und Wirtschaft. EU-Direktiven zur Energiewende, nationale F&#246;rderprogramme, kommunale Bebauungspl&#228;ne, Netzanschlussregeln &#8212; all das pr&#228;gt, was m&#246;glich ist und was nicht.</p><p>Mein grunds&#228;tzliches Verst&#228;ndnis ist: Wir m&#252;ssen diese Strukturen kennen, um sie nutzen &#8212; und wenn n&#246;tig &#8212; ver&#228;ndern zu k&#246;nnen. Der Change Club NaVi vernetzt sich deshalb bewusst mit lokalen Initiativen, mit Kommunalpolitiker:innen, mit Energiegenossenschaften und mit &#252;berregionalen Netzwerken.</p><p>Die Frage lautet nicht: Wie passen wir uns dem System an? Die Frage lautet: Wo k&#246;nnen wir das System von innen heraus verschieben?</p><p>Und diese Frage bekommt durch den Irankrieg eine neue Dringlichkeit. Drei Viertel der EU-B&#252;rger:innen unterst&#252;tzen laut aktuellen Umfragen den Ausbau erneuerbarer Energien &#8212; nicht weil sie Klimaberichte gelesen haben, sondern weil der Schmerz an der Heizkostenrechnung angekommen ist. Das ist eine bittere Art, Mehrheiten zu gewinnen. Aber es ist eine Chance, die wir nicht verspielen d&#252;rfen.</p><div><hr></div><h2>Was das Integrale Modell f&#252;r uns bedeutet</h2><p>Ich tue das nicht als Theoretikerin. Ich beziehe mich auf das Integrale Modell als P&#228;dagogin, als Ehrenamtliche, als B&#252;rgerin in Bonn, die glaubt: &#8220;Wir brauchen Werkzeuge, die der Komplexit&#228;t gerecht werden.&#8221;</p><p>Das Integrale Modell &#8212; entwickelt von Ken Wilber &#8212; liefert genau das: eine Landkarte, die innere und &#228;u&#223;ere Dimensionen, individuelle und kollektive Erfahrungen zusammenh&#228;lt. Nicht als starres Schema, sondern als Einladung, vollst&#228;ndiger zu denken.</p><p>F&#252;r den Change Club NaVi hei&#223;t das konkret: Wir schauen hin, was Menschen innerlich bewegt. Wir fragen, was technisch m&#246;glich ist. Wir gestalten eine Kultur des Miteinanders. Und wir arbeiten daran, dass Strukturen gerechter und zug&#228;nglicher werden. Wir werden die scharfen Instrumente dazu in die Hand nehmen.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!SXAV!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2ed27a67-5f84-49e9-8188-b1bc2e81a737_2048x2048.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!SXAV!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2ed27a67-5f84-49e9-8188-b1bc2e81a737_2048x2048.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!SXAV!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2ed27a67-5f84-49e9-8188-b1bc2e81a737_2048x2048.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!SXAV!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2ed27a67-5f84-49e9-8188-b1bc2e81a737_2048x2048.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!SXAV!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2ed27a67-5f84-49e9-8188-b1bc2e81a737_2048x2048.png 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!SXAV!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2ed27a67-5f84-49e9-8188-b1bc2e81a737_2048x2048.png" width="1456" height="1456" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/2ed27a67-5f84-49e9-8188-b1bc2e81a737_2048x2048.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:1456,&quot;width&quot;:1456,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:5276174,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/png&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/i/194274418?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2ed27a67-5f84-49e9-8188-b1bc2e81a737_2048x2048.png&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!SXAV!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2ed27a67-5f84-49e9-8188-b1bc2e81a737_2048x2048.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!SXAV!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2ed27a67-5f84-49e9-8188-b1bc2e81a737_2048x2048.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!SXAV!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2ed27a67-5f84-49e9-8188-b1bc2e81a737_2048x2048.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!SXAV!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2ed27a67-5f84-49e9-8188-b1bc2e81a737_2048x2048.png 1456w" sizes="100vw" loading="lazy"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><h2>Energiewende als Akt der Solidarit&#228;t</h2><p>In diesem Licht wird klar: Erneuerbare Energien sind nicht nur Klimaschutz. Sie sind ein Schritt weg von einer Welt, in der Macht durch Kontrolle &#252;ber knappe Ressourcen ausge&#252;bt wird.</p><p>Eine Energiewende, die beim Menschen beginnt, muss deshalb auch global denken: Wer heute in erneuerbare, lokale, gemeinschaftlich getragene Energiestrukturen investiert, tr&#228;gt langfristig dazu bei, Konflikte zu entsch&#228;rfen &#8212; nicht zu gewinnen.</p><p>So verstanden ist Energiewende kein technisches Projekt, sondern ein solidarischer Lernprozess. Ein leiser, aber konsequenter Gegenentwurf zu einer Ordnung, in der Kriege &#8222;Folgen&#8221; haben d&#252;rfen, solange sie anderswo stattfinden.</p><p>Wenn du in deiner Gemeinde, deiner Initiative, deiner Schule oder deinem Verein &#252;ber Energiewende nachdenkst: Fang nicht mit den Solarpanelen an. Fang mit den Menschen an &#8212; allen Menschen, nah und fern. Frag, was sie bewegt. H&#246;r zu, was sie f&#252;rchten. Zeig, was m&#246;glich ist. Und dann &#8212; gemeinsam &#8212; mach den n&#228;chsten Schritt.</p><p>Der Change Club NaVi ist ein Ort, an dem genau das passiert. Du bist willkommen.</p><div><hr></div><p><em>Johanna Lehmacher ist Diplom-P&#228;dagogin, Integrative Gestalttherapeutin und Initiatorin des Change Club NaVi &#8212; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt &#8212; in Bonn. Sie schreibt auf movehopelive.com &#252;ber integrale Lebens- und Arbeitspraxis, Klimawandel und Human-AI.</em></p><p>Hier sind alle Quellen, die wir f&#252;r den Beitrag verwendet haben:</p><p><strong>Zum Irankrieg 2026 &#8212; Fakten &amp; Kontext</strong></p><blockquote><p>&#183; <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Irankrieg_2026">Irankrieg 2026 &#8212; Wikipedia</a></p><p>&#183; <a href="https://www.friedensbildung-bw.de/iran-konflikt">Iran Krieg aktuell 2026 &#8212; Servicestelle Friedensbildung BW</a></p></blockquote><p><strong>Menschenrechtsverletzungen &amp; humanit&#228;re Lage</strong></p><blockquote><p>&#183; <a href="https://www.hrw.org/de/news/2026/02/28/usa/israel/iran-alle-konfliktparteien-stehen-in-der-pflicht-das-voelkerrecht-zu-wahren">Human Rights Watch: Alle Konfliktparteien stehen in der Pflicht (28.02.2026)</a></p><p>&#183; <a href="https://www.hrw.org/de/news/2026/01/16/iran-wachsende-beweise-fuer-massaker-im-ganzen-land">Human Rights Watch: Wachsende Beweise f&#252;r Massaker im ganzen Land (16.01.2026)</a></p><p>&#183; <a href="https://amnesty.ch/de/laender/naher-osten-nordafrika/iran/dok/2026/dringender-appell-zum-schutz-der-zivilbevoelkerung-und-zur-einhaltung-des-humanitaeren-voelkerrechts">Amnesty International: Dringender Appell zum Schutz der Zivilbev&#246;lkerung</a></p></blockquote><p><strong>Energiepreise &amp; wirtschaftliche Folgen</strong></p><blockquote><p>&#183; <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/aussenpolitik/id_101210766/iran-krieg-kostet-europa-22-milliarden-euro-mehr-fuer-energie.html">Iran-Krieg kostet Europa 22 Milliarden Euro &#8212; t-online</a></p><p>&#183; <a href="https://strom-report.com/news/iran-krieg-auswirkungen-gaspreise-strompreise/">Iran-Krieg: Gaspreise und Strompreise &#8212; strom-report.com</a></p><p>&#183; <a href="https://www.klimafakten.de/kommunikation/manometer-032026-der-irankrieg-als-energie-krieg">Der Irankrieg als &#8222;Energie-Krieg&#8221; &#8212; klimafakten.de</a></p></blockquote><p><strong>Energiewende &amp; Solidarit&#228;t</strong></p><ul><li><p><a href="https://klima.caritas.de/2026/04/09/krise-als-chance-nutzen-politik-muss-umstieg-auf-erneuerbare-energien-foerdern/">Krise als Chance nutzen: Ausbau erneuerbarer Energien &#8212; Caritas &amp; Klimaschutz</a><br></p></li></ul><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von CC NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - Johanna Lehmacher! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Einladung zum Weitergehen ]]></title><description><![CDATA[&#8211; Change Club NaVi II. Quartal 2026 -]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/einladung-zum-weitergehen</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/einladung-zum-weitergehen</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Tue, 07 Apr 2026 20:01:14 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!gFUo!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fec5c7213-1a17-48bb-9f6f-7d27629f66be_2048x2048.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Lieben!<br>das erste Quartal liegt hinter uns &#8211; und ich nehme wahr, dass sich in Bad Godesberg etwas in Bewegung setzt.</p><p>Aus Begegnungen sind erste Verbindungen geworden.<br>Aus Gespr&#228;chen sind Themen entstanden, die uns weiterf&#252;hren.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von CC NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - Johanna Lehmacher! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p>Darauf m&#246;chte ich im zweiten Quartal aufbauen und euch herzlich zum n&#228;chsten offenen Treffen des <strong>Change Club NaVi</strong> einladen.</p><p>Der Change Club NaVi ist kein fertiges Format. Er entsteht aus den Menschen, die sich einbringen &#8211; mit ihren Perspektiven, Erfahrungen und Fragen.</p><h1>Offenes Treffen</h1><p>Donnerstag, 16. April, 2026, 17:30&#8211;19:00 Uhr<br>Am Fronhof 10 &#183; Zentrenmanagement Bad Godesberg</p><h1>Was dich beim Treffen erwartet</h1><blockquote><p>&#197; Raum f&#252;r Austausch &#252;ber Nachhaltigkeit, Vielfalt und das, was uns im Alltag bewegt</p><p>&#197; eigene Fragen und Themen willkommen</p><p>&#197; kleine, konkrete Schritte statt gro&#223;er Perfektionsanspr&#252;che</p><p>&#197; Kennenlernen, Mitdenken und Vernetzen &#8211; ohne Vorkenntnisse</p></blockquote><h3>Kurzer R&#252;ckblick</h3><p>Seit dem ersten Treffen im Januar sind wir mehrfach zusammengekommen. Es sind erste Projekte, Gespr&#228;che und Verbindungen entstanden, mit einigen Highlights</p><p>&#169; eine Pflanzaktion als gemeinsamer Auftakt</p><p>&#169; Gespr&#228;che &#252;ber Ankommen, Orientierung und Gruppenkultur</p><p>&#169; Mitfeiern beim Karneval der Kulturen im Klimaviertel</p><p>&#169; Austausch zu nachhaltiger Ern&#228;hrung und Lebensmittelwertsch&#228;tzung</p><p>&#169; gemeinsames Nachdenken &#252;ber Abfall, Plastik und Mikroplastik</p><h1>Ausblick</h1><p>Im April und Mai m&#246;chten wir weiterfragen, wie Nachhaltigkeit und Vielfalt in Bad Godesberg konkret zusammenwirken.</p><p>Monatsthema April: Erneuerbare Energien<br>Wie l&#228;sst sich Energiewende vor Ort so denken, dass sie alltagsnah, gerecht und verbindend wird?</p><p>Monatsthema Mai: Diversity in Godesberger Betrieben<br>Was brauchen lokale Unternehmen, damit Vielfalt nicht nur ein Wort bleibt, sondern im Arbeitsalltag tragf&#228;hig wird?</p><p>Unsere Leitfrage:<br>Wie offen ist die Migrations-, Asyl- und Integrationspolitik in Bad Godesberg f&#252;r Klimaziele &#8211; und umgekehrt?</p><p>Mehr Einblicke und weiterf&#252;hrende Texte findest du hier: <br>johannalehmacher.substack.com ; movehopelive.com |</p><p>Wenn du sp&#252;rst, dass dich das anspricht, bist du herzlich willkommen. Und wenn du jemanden kennst, f&#252;r den dieser Club-Raum passend sein k&#246;nnte, freue ich mich auch &#252;ber Weiterleitung.<br>Und wenn du etwas vorbereiten willst, schau mal, was dir dazu einf&#228;llt.</p><p>Herzliche Gr&#252;&#223;e<br><strong>Johanna Lehmacher</strong></p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!gFUo!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fec5c7213-1a17-48bb-9f6f-7d27629f66be_2048x2048.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!gFUo!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fec5c7213-1a17-48bb-9f6f-7d27629f66be_2048x2048.png 424w, 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data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/ec5c7213-1a17-48bb-9f6f-7d27629f66be_2048x2048.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:1456,&quot;width&quot;:1456,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:6611325,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/png&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/i/193505796?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fec5c7213-1a17-48bb-9f6f-7d27629f66be_2048x2048.png&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" 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class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" 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Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Lokale Souveränität in der Krise?]]></title><description><![CDATA[Was das f&#252;r Bonn konkret bedeutet]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/lokale-souveranitat-in-der-krise</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/lokale-souveranitat-in-der-krise</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Tue, 07 Apr 2026 06:35:15 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!C2j-!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F99a6ad3b-4709-4941-99df-fa6f9a105393_2048x2048.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Der Iran-Krieg hat uns etwas gezeigt, das wir eigentlich schon wussten: Wer fossil abh&#228;ngig ist, ist erpressbar. Und wer die Energiewende als rein technisches Problem behandelt, &#252;bersieht die Menschen, die sie tragen m&#252;ssen.</p><p>Deshalb stellt der Change Club NaVi f&#252;nf Forderungen an die Bonner Stadtpolitik:</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von CC NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - Johanna Lehmacher! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p>Solar auf alle &#246;ffentlichen D&#228;cher in Bad Godesberg &#8211; Schulen, Sportanlagen, Gemeindezentren. Soziale Energietarife f&#252;r einkommensschwache Haushalte, damit die Wende nicht zur sozialen Spaltung wird. F&#246;rderung einer lokalen Energiegenossenschaft, in der B&#252;rger:innen Mitbesitzer:innen sind &#8211; nicht nur Verbraucher:innen. Mieterstrom-Projekte im sozialen Wohnungsbau, damit Solar auch ohne Eigenheim m&#246;glich ist. Und: die verbindliche Umsetzung des Bonner Klimanotstands &#8211; ausgerufen wurde er, jetzt muss er ankommen.</p><p>Globale Unsicherheit in lokale Verbundenheit und entschlossenes Handeln verwandeln &#8211; das ist nicht nur ein Satz. Das ist das Programm.</p><p><em>Johanna Lehmacher, Initiatorin Change Club NaVi &#8211; Bad Godesberg, April 202</em></p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!C2j-!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F99a6ad3b-4709-4941-99df-fa6f9a105393_2048x2048.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!C2j-!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F99a6ad3b-4709-4941-99df-fa6f9a105393_2048x2048.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!C2j-!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F99a6ad3b-4709-4941-99df-fa6f9a105393_2048x2048.png 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" 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Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Warum ich aufgehört habe, Klima und Migration getrennt zu denken]]></title><description><![CDATA[Von der Initiative zur Umsetzung - CHANGE CLUB NAVI Nachhaltigkeit & Vielfalt &#183; Bad Godesberg, Bonn]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/warum-ich-aufgehort-habe-klima-und</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/warum-ich-aufgehort-habe-klima-und</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Mon, 06 Apr 2026 10:51:29 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!su-u!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F1bbaa343-02a3-4b75-8e36-2342bb7d4ee6_630x630.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p></p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!su-u!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F1bbaa343-02a3-4b75-8e36-2342bb7d4ee6_630x630.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!su-u!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F1bbaa343-02a3-4b75-8e36-2342bb7d4ee6_630x630.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!su-u!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F1bbaa343-02a3-4b75-8e36-2342bb7d4ee6_630x630.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!su-u!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F1bbaa343-02a3-4b75-8e36-2342bb7d4ee6_630x630.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!su-u!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F1bbaa343-02a3-4b75-8e36-2342bb7d4ee6_630x630.png 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!su-u!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F1bbaa343-02a3-4b75-8e36-2342bb7d4ee6_630x630.png" width="630" height="630" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/1bbaa343-02a3-4b75-8e36-2342bb7d4ee6_630x630.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:630,&quot;width&quot;:630,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:null,&quot;alt&quot;:&quot;Titel: Bild - 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Und immer wieder erlebt: Wenn Menschen wirklich in Beziehung gehen &#8211; mit sich selbst, mit anderen, mit dem, was sie umgibt &#8211; entsteht etwas Neues. Etwas Verbindendes, etwas Wirksames. Genau hier liegt f&#252;r mich der Schl&#252;ssel f&#252;r gesellschaftlichen Wandel.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von CC NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - Johanna Lehmacher! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p style="text-align: justify;">Wir leben in einer Zeit, die sich von innen ver&#228;ndert, ob wir es wollen oder nicht. Klimaextreme, Fluchtbewegungen, politische Spaltung &#8211; das sind keine drei getrennten Probleme. Es sind Risse, die sich durch unsere Zivilisation ziehen.</p><p><strong>Warum ich nicht mehr trennen kann</strong></p><p style="text-align: justify;">Ich arbeite seit vielen Jahren mit Menschen, die alles zur&#252;ckgelassen haben &#8211; H&#228;user, Berufe, Familien, oft auch die Hoffnung. In meinen Deutschkursen h&#246;re ich Geschichten, die mich nicht loslassen: Menschen aus L&#228;ndern, in denen Wasser zur Waffe wird, Ernten ausbleiben, K&#252;sten verschwinden. Migration ist oft auch Klimamigration. Aber in unserer &#246;ffentlichen Debatte tun wir so, als h&#228;tten diese Themen nichts miteinander zu tun.</p><p style="text-align: justify;">Auf der einen Seite die Klimaaktivist:innen, auf der anderen die Integrationsdebatte: Wer darf bleiben? Wer muss gehen? Beide Lager sprechen aneinander vorbei &#8211; und verst&#228;rken damit Spaltung und Polarisierung.</p><p style="text-align: justify;"><strong>Parag Khanna</strong> beschreibt in seinem Buch <em>MOVE</em>, wie die Menschheit in Bewegung geraten ist &#8211; nicht als Bedrohung, sondern als globale Gestaltungsaufgabe. Migration ist kein Ausnahmefall der Geschichte. Sie ist die Geschichte.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!U7TB!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F424085d5-c24f-400f-8dfe-9f2d5074fb87_570x558.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!U7TB!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F424085d5-c24f-400f-8dfe-9f2d5074fb87_570x558.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!U7TB!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F424085d5-c24f-400f-8dfe-9f2d5074fb87_570x558.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!U7TB!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F424085d5-c24f-400f-8dfe-9f2d5074fb87_570x558.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!U7TB!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F424085d5-c24f-400f-8dfe-9f2d5074fb87_570x558.png 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!U7TB!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F424085d5-c24f-400f-8dfe-9f2d5074fb87_570x558.png" width="570" height="558" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/424085d5-c24f-400f-8dfe-9f2d5074fb87_570x558.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:558,&quot;width&quot;:570,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:null,&quot;alt&quot;:&quot;Titel: Bild - Beschreibung: Bild&quot;,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:null,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:null,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="Titel: Bild - Beschreibung: Bild" title="Titel: Bild - Beschreibung: Bild" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!U7TB!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F424085d5-c24f-400f-8dfe-9f2d5074fb87_570x558.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!U7TB!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F424085d5-c24f-400f-8dfe-9f2d5074fb87_570x558.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!U7TB!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F424085d5-c24f-400f-8dfe-9f2d5074fb87_570x558.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!U7TB!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F424085d5-c24f-400f-8dfe-9f2d5074fb87_570x558.png 1456w" sizes="100vw" loading="lazy"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p style="text-align: justify;">Bereits engagiert in der kommunalen Gefl&#252;chtetenhilfe sp&#252;rte ich: Die ankommenden Menschen bringen ihre Konflikte mit &#8211; und wir hatten f&#252;r unsere eigenen keine ausreichenden Antworten. Ich verlagerte meine berufliche Arbeit von der psychosozialen Therapie auf Integrationskurse &#8211; und begann, tiefer zu fragen: nach globalen Zusammenh&#228;ngen, nach innerer Reife, nach dem Ganzen.</p><p><strong>Mein Wendepunkt</strong></p><p style="text-align: justify;"><strong>Ken Wilber</strong> hat mir mit dem AQAL-Modell einen Denkrahmen gegeben: Jedes Problem hat vier Dimensionen &#8211; die innere Haltung des Einzelnen, die innere Kultur einer Gemeinschaft, die &#228;u&#223;ere Struktur und das &#228;u&#223;ere Verhalten. <em>Wir l&#246;sen keine sozialen Probleme, wenn wir nur an einer Dimension ziehen.</em> Das machte mich schmerzlich darauf aufmerksam, dass ich die &#246;kologische Krise in meinem Engagement lange au&#223;eracht gelassen hatte.</p><p style="text-align: justify;"><strong>Veit Lindau</strong> und das Human Future Movement zeigten mir: Innere Entwicklung ist keine nette Zusatzqualifikation &#8211; sie ist die Antwort auf eine Zeit, die uns an unsere Grenzen bringt und auffordert, Gestalter:innen zu werden statt Reagierende.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!2OIs!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4e114609-7d3d-4bbb-890c-460558812211_510x510.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!2OIs!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4e114609-7d3d-4bbb-890c-460558812211_510x510.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!2OIs!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4e114609-7d3d-4bbb-890c-460558812211_510x510.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!2OIs!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4e114609-7d3d-4bbb-890c-460558812211_510x510.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!2OIs!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4e114609-7d3d-4bbb-890c-460558812211_510x510.png 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!2OIs!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F4e114609-7d3d-4bbb-890c-460558812211_510x510.png" width="510" height="510" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/4e114609-7d3d-4bbb-890c-460558812211_510x510.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:510,&quot;width&quot;:510,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:null,&quot;alt&quot;:&quot;Titel: Bild - 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Ich erinnere mich, wie ich sie &#252;ber den &#8222;Gro&#223;en Zerfall&#8221; sprechen h&#246;rte &#8211; den wir nicht wegmeditieren k&#246;nnen. Und gleichzeitig von der &#8222;Gro&#223;en Wende&#8221;, die nur entstehen kann, wenn wir den Schmerz dieser Zeit nicht verdr&#228;ngen, sondern gemeinsam tragen. Motivation reichte nicht mehr. Visionen auch nicht.</p><blockquote><p><em>&#187; Active Hope hei&#223;t nicht: &#8222;Es wird schon irgendwie gut.&#8221; Sondern: &#8222;Ich handle, weil es gut werden kann &#8211; auch wenn ich den Ausgang nicht kenne.&#8221; &#171;</em></p></blockquote><p style="text-align: justify;">Das war nicht nur passend, sondern notwendig. NaVi will Teil dieser Wende sein.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZJWE!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe183bf2-7a5e-4c8d-a7b2-ff1eec6cec28_421x630.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZJWE!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe183bf2-7a5e-4c8d-a7b2-ff1eec6cec28_421x630.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZJWE!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe183bf2-7a5e-4c8d-a7b2-ff1eec6cec28_421x630.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZJWE!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe183bf2-7a5e-4c8d-a7b2-ff1eec6cec28_421x630.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZJWE!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe183bf2-7a5e-4c8d-a7b2-ff1eec6cec28_421x630.png 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZJWE!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe183bf2-7a5e-4c8d-a7b2-ff1eec6cec28_421x630.png" width="421" height="630" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/be183bf2-7a5e-4c8d-a7b2-ff1eec6cec28_421x630.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:630,&quot;width&quot;:421,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:null,&quot;alt&quot;:&quot;Titel: Bild - Beschreibung: Bild&quot;,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:null,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:null,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="Titel: Bild - Beschreibung: Bild" title="Titel: Bild - Beschreibung: Bild" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZJWE!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe183bf2-7a5e-4c8d-a7b2-ff1eec6cec28_421x630.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZJWE!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe183bf2-7a5e-4c8d-a7b2-ff1eec6cec28_421x630.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZJWE!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe183bf2-7a5e-4c8d-a7b2-ff1eec6cec28_421x630.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZJWE!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fbe183bf2-7a5e-4c8d-a7b2-ff1eec6cec28_421x630.png 1456w" sizes="100vw" loading="lazy"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p style="text-align: justify;"><strong>Otto Scharmer</strong> hat mir die Methode gegeben. Mit seiner Theorie U l&#228;dt er ein, nicht aus alten Mustern heraus zu handeln, sondern aus der Zukunft, die entstehen will. <em>Presencing</em> &#8211; das Wahrnehmen der sich entfaltenden M&#246;glichkeit. NaVi schafft R&#228;ume, in denen das m&#246;glich wird.</p><p><strong>Was ich verstanden habe</strong></p><p style="text-align: justify;">So ist der Change Club NaVi entstanden. Nicht als Verein, der Projekte verwaltet. Sondern als sozialer Boden, in dem Begegnung und Ver&#228;nderung wachsen k&#246;nnen.</p><p style="text-align: justify;">Wir sind in Bad Godesberg, Bonn. Lokal, weil Wandel immer lokal beginnt. Vernetzt, weil die Fragen, die wir stellen, global sind.</p><p><strong>Unsere f&#252;nf Grunds&#228;tze:</strong></p><blockquote><p>1. <strong>Klare Menschrechtsorientierung</strong> &#8211; W&#252;rde und Schutzrechte sind nicht verhandelbar.</p><p>2. <strong>Bewusstsein schaffen</strong> &#8211; F&#252;r Nachhaltigkeit und Vielfalt, durch Dialog und Bildung.</p><p>3. <strong>Vielfalt verankern</strong> &#8211; Familienzusammenf&#252;hrung, Teilhabe, gelebte Inklusion.</p><p>4. <strong>Arbeitsintegration &amp; FutureSkills</strong> &#8211; Fachkr&#228;ftezuwanderung als Chance denken.</p><p>5. <strong>Begegnungen, B&#252;ndnisse &amp; Co-Creation</strong> &#8211; F&#252;r eine inklusive Gesellschaft der Vielen.</p></blockquote><p><em>Wenn du sp&#252;rst, dass Klimagerechtigkeit und Menschenrechte zusammengeh&#246;ren &#8211;</em></p><p><em>wenn du wei&#223;t, dass die Welt nicht durch Spaltung, sondern durch Verbindung heilt &#8211;</em></p><p><em>wenn du bereit bist, nicht nur zu denken, sondern zu f&#252;hlen, zu begegnen und zu handeln &#8211;</em></p><blockquote><p><em>&#187; dann bist du willkommen im Change Club NaVi. Nicht weil du fertig bist. Besonders weil du auf dem Weg bist. Gemeinsam. &#171;</em></p></blockquote><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0VjC!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F11b84377-8b47-4ecf-a218-f82fa07dde21_690x384.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0VjC!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F11b84377-8b47-4ecf-a218-f82fa07dde21_690x384.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0VjC!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F11b84377-8b47-4ecf-a218-f82fa07dde21_690x384.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0VjC!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F11b84377-8b47-4ecf-a218-f82fa07dde21_690x384.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0VjC!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F11b84377-8b47-4ecf-a218-f82fa07dde21_690x384.png 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0VjC!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F11b84377-8b47-4ecf-a218-f82fa07dde21_690x384.png" width="690" height="384" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/11b84377-8b47-4ecf-a218-f82fa07dde21_690x384.png&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:384,&quot;width&quot;:690,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:null,&quot;alt&quot;:&quot;Titel: Bild - Beschreibung: Bild&quot;,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:null,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:true,&quot;topImage&quot;:false,&quot;internalRedirect&quot;:null,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="Titel: Bild - Beschreibung: Bild" title="Titel: Bild - Beschreibung: Bild" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0VjC!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F11b84377-8b47-4ecf-a218-f82fa07dde21_690x384.png 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0VjC!,w_848,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F11b84377-8b47-4ecf-a218-f82fa07dde21_690x384.png 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0VjC!,w_1272,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F11b84377-8b47-4ecf-a218-f82fa07dde21_690x384.png 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0VjC!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F11b84377-8b47-4ecf-a218-f82fa07dde21_690x384.png 1456w" sizes="100vw" loading="lazy"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p><strong>Inspirationsquellen</strong></p><p style="text-align: justify;">1. Parag Khanna: MOVE. The Forces Uprooting Us &#8211; Migration als globales Gestaltungsfeld.</p><p style="text-align: justify;">2. Veit Lindau: Human Future Movement &#8211; Future Skills als Antwort auf Komplexit&#228;t.</p><p style="text-align: justify;">3. Joanna Macy: Active Hope &#8211; Hoffnung als Praxis im Angesicht des Gro&#223;en Zerfalls.</p><p style="text-align: justify;">4. Ken Wilber: AQAL-Modell &#8211; integraler Denkrahmen f&#252;r komplexe Probleme.</p><p style="text-align: justify;">5. Otto Scharmer: Theorie U &#8211; Handeln aus der Zukunft, die entstehen will.</p><p style="text-align: center;">CHANGE CLUB NaVi</p><p style="text-align: center;">Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt &#183; Bad Godesberg, Bonn</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!uToa!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F509ca392-3f13-4d7d-b14d-5be0514c5e09_1536x2752.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!uToa!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F509ca392-3f13-4d7d-b14d-5be0514c5e09_1536x2752.png 424w, 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class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" 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Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[NaVigieren im Change Club]]></title><description><![CDATA[Dein Kompass f&#252;r Klima und Vielfalt]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/navigieren-im-change-club</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/navigieren-im-change-club</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Sun, 05 Apr 2026 13:23:05 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!064F!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F17d2d15d-8aad-4dff-9940-0519dc794b6b_2048x2048.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Stell dir vor, du stehst in der Mitte von Bad Godesberg. Um dich herum passiert gerade alles gleichzeitig: Das Klima wandelt sich, Menschen aus aller Welt kommen hier an, und alles f&#252;hlt sich manchmal ziemlich kompliziert an. Vielleicht fragst du dich: &#8222;Was kann ich da schon tun?&#8220; Genau hier kommt der <strong>Change Club Bad Godesberg NaVi</strong> ins Spiel. Er ist wie ein Navigationssystem (NaVi), das dir hilft, den Durchblick zu behalten und gemeinsam mit anderen etwas zu ver&#228;ndern.</p><p>Damit wir uns nicht im Chaos der Nachrichten verlieren, nutzen wir eine Art &#8222;Super-Karte&#8220;: das <strong>AQAL-Modell</strong>. Das klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach. Es zeigt uns vier verschiedene Blickwinkel, die alle wichtig sind, wenn wir die Welt (und unseren Stadtteil) verbessern wollen.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von CC NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - Johanna Lehmacher! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!064F!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F17d2d15d-8aad-4dff-9940-0519dc794b6b_2048x2048.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p><strong>1. Blickwinkel: Was in dir passiert (Das &#8222;Ich&#8220;-Innen)</strong></p><p>Hier geht es um deine Gef&#252;hle und deine Motivation. Warum ist dir Klimaschutz wichtig? Was bedeutet Vielfalt f&#252;r dich? Im Change Club nennen wir das den Raum f&#252;r <strong>HOPE</strong> (Hoffnung). Hier findest du Orientierung und Mut, anstatt dich von Krisen &#252;berfordert zu f&#252;hlen. Das passt perfekt zu den &#8222;Inneren Zielen&#8220; der Vereinten Nationen, die uns helfen, Empathie und kritisches Denken zu entwickeln.</p><p><strong>2. Blickwinkel: Was du tust (Das &#8222;Ich&#8220;-Au&#223;en)</strong></p><p>Hier wird es konkret: Dein Verhalten im Alltag. Die Change Clubs haben daf&#252;r <strong>9 Module f&#252;r den Wandel</strong> entwickelt: Ern&#228;hrung, Mobilit&#228;t, Energie, Wohnen, Natur, Lebensstil, Abfall, Finanzen und &#8222;Go Beyond&#8220;. Ob du &#246;fter das Fahrrad nimmst, weniger Plastik verbrauchst oder regional kochst &#8211; jeder kleine Schritt z&#228;hlt. Das ist der Bereich <strong>LIVE</strong>: Wir probieren neue Wege direkt in unserem Leben aus.</p><p><strong>3. Blickwinkel: Wie wir miteinander umgehen (Das &#8222;Wir&#8220;-Innen)</strong></p><p>Nachhaltigkeit klappt nur, wenn wir zusammenhalten. In Bad Godesberg leben Menschen mit ganz unterschiedlichen Wurzeln. F&#252;r uns ist Vielfalt keine Belastung, sondern ein &#8222;Motor f&#252;r den Wandel&#8220;. Initiativen wie <strong>Kultur:verbindet</strong> zeigen uns, wie wertvoll dieser Austausch ist. Wenn wir einander zuh&#246;ren und verschiedene Perspektiven sch&#228;tzen, entsteht eine echte Gemeinschaft, in der sich jeder willkommen f&#252;hlt.</p><p><strong>4. Blickwinkel: Das gro&#223;e System (Das &#8222;Wir&#8220;-Au&#223;en)</strong></p><p>Hier schauen wir auf die Regeln und Strukturen um uns herum. In Bonn und Bad Godesberg gibt es starke Netzwerke, die uns unterst&#252;tzen, wie das <strong>Zentrenmanagement</strong>, die Plattform <strong>#jetztinbonn</strong> oder <strong>Bonn im Wandel</strong>. Gemeinsam arbeiten wir an den <strong>17 globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs)</strong>. Das ist der Bereich <strong>MOVE</strong>: Wir vernetzen uns, zeigen Haltung und werden politisch aktiv.</p><p><strong>Warum Bad Godesberg?</strong></p><p>Unser Stadtteil ist wie ein &#8222;lebendiges Labor&#8220;. Hier treffen Alteingesessene auf Neuzugezogene, junge Leute auf Senioren. Diese Mischung ist unsere St&#228;rke, um kreative L&#246;sungen f&#252;r die Zukunft zu finden.</p><p><strong>Dein n&#228;chster Schritt:</strong> Du musst nicht alles auf einmal verstehen oder ver&#228;ndern. Fang einfach an:</p><ul><li><p><strong>MOVE</strong>: Beantworte dir die Frage, was dich bez&#252;glich Klimakatastrophe und Migrations-, Asyl- und Integrationspolitik bewegt. Oder komm zum n&#228;chsten Treffen im Change Club und gestalte gemeinsam mit uns Bad Godesberg (demn&#228;chst auch Online m&#246;glich).</p></li><li><p><strong>HOPE</strong>: Werde aktiv, lies dich ein und finde Orientierung f&#252;r die n&#228;chsten Schritte.</p></li><li><p><strong>LIVE</strong>: Setze hier &amp; jetzt eine kleine Idee in deinem Alltag um.</p></li></ul><p>Zusammen machen wir unseren Stadtteil klimagerecht, menschlich und zukunftssicher. Bist du dabei?</p><p>Im <strong>Lese-Raum</strong> des Change Club NaVi, der dem Bereich <strong>HOPE</strong> (Orientierung und St&#228;rkung movehopelive.com) zugeordnet ist, werden Klimawandel und Migration als eng miteinander verkn&#252;pfte Themen einer globalen Transformation verst&#228;ndlich eingeordnet.</p><p>Der Zusammenhang wird in den Quellen folgenderma&#223;en erkl&#228;rt:</p><ul><li><p><strong>Ver&#228;nderung von Lebensr&#228;umen:</strong> Klimaver&#228;nderungen beeinflussen unmittelbar die nat&#252;rlichen Lebensr&#228;ume der Menschen. Wenn diese Lebensgrundlagen unsicher werden, kann dies Menschen dazu bewegen, ihre Heimat zu verlassen und zu migrieren.</p></li><li><p><strong>Teil eines gr&#246;&#223;eren Ganzen:</strong> Im Lese-Raum wird vermittelt, dass wir kein einzelnes Problem erleben, sondern mehrere Entwicklungen gleichzeitig stattfinden: &#246;kologische Krisen, gesellschaftliche Spannungen und globale Ver&#228;nderungen. Migration ist dabei kein isoliertes Ph&#228;nomen, sondern ein Teil dieser globalen Realit&#228;t.</p></li><li><p><strong>Soziale Dimension des Klimawandels:</strong> Es wird betont, dass der Klimawandel nicht nur die Umwelt betrifft, sondern auch tiefgreifende soziale Fragen aufwirft und unser Zusammenleben beeinflusst. Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit (inklusive Integration) werden daher als &#8222;zwei Seiten derselben Medaille&#8220; betrachtet, die einander bedingen und verst&#228;rken.</p></li><li><p><strong>Gegenseitige Verst&#228;rkung:</strong> Unsicherheiten durch Energiefragen oder &#246;kologische Krisen k&#246;nnen soziale Ungleichheiten versch&#228;rfen und somit Migrationsbewegungen verst&#228;rken oder ausl&#246;sen.</p></li></ul><p>Das Ziel dieser Einordnungen im Lese-Raum ist es, die oft als komplex und &#252;berfordernd wahrgenommenen Nachrichten zu <strong>entlasten</strong>. Anstatt Angst zu sch&#252;ren, bietet der Raum <strong>ruhige Erkl&#228;rungen</strong>, damit Menschen Zusammenh&#228;nge langsam erkennen und ihre eigene Haltung kl&#228;ren k&#246;nnen.</p><p>Hier sind einfache &#220;bungen f&#252;r den <strong>Lern-Raum</strong>. Im Lern-Raum geht es darum, Gelerntes direkt im Alltag auszuprobieren und kleine Dinge zu ver&#228;ndern.</p><p><strong>1. Der Alltags-Check</strong></p><p>Bringe zu einem Treffen ein kleines Beispiel aus deinem Leben mit.</p><ul><li><p>Was hat gut geklappt? (Zum Beispiel: Ich habe heute kein Plastik gekauft.)</p></li><li><p>Was war schwierig? (Zum Beispiel: Ich wollte mit dem Rad fahren, aber es hat geregnet.)</p></li><li><p>Welche Frage hast du dazu?</p></li></ul><p><strong>2. &#220;bung: &#8222;Mein n&#228;chster Schritt&#8220;</strong></p><p>Suche dir eine Sache aus, die du <strong>4 Wochen lang</strong> anders machen m&#246;chtest. Das ist dein pers&#246;nliches Mini-Projekt.</p><ul><li><p><strong>Beispiel Essen:</strong> Ich koche 4 Wochen lang nur mit Gem&#252;se aus der Region.</p></li><li><p><strong>Beispiel M&#252;ll:</strong> Ich versuche, eine Woche lang keinen M&#252;ll zu machen (Zero-Waste-Woche).</p></li><li><p><strong>Beispiel Wege:</strong> Ich lasse einen Tag in der Woche das Auto stehen.</p></li></ul><p><strong>3. Die Nachbarschafts-Challenge</strong></p><p>Diese &#220;bung hilft dir, Menschen in Bad Godesberg besser kennenzulernen.</p><ul><li><p>Gehe durch dein Viertel.</p></li><li><p><strong>Sprich eine neue Person an</strong>, die du noch nicht kennst.</p></li><li><p>L&#228;chle oder sage einfach freundlich &#8222;Guten Tag&#8220;.</p></li></ul><p><strong>4. Sprache und Alltag &#252;ben</strong></p><p>Deutsch lernen ist ein wichtiger Teil vom Lern-Raum.</p><ul><li><p>Suche dir ein Wort oder einen Satz f&#252;r den Alltag (zum Beispiel beim Einkaufen oder beim Arzt).</p></li><li><p>&#220;be diesen Satz mit anderen im Change Club.</p></li><li><p>Das gibt dir <strong>Sicherheit und Mut</strong> f&#252;r dein Leben im Stadtteil.</p></li></ul><p><strong>5. Bewusst mit Technik umgehen</strong></p><p>Lerne, wie du den Computer oder das Handy (KI) schlau nutzen kannst.</p><ul><li><p>Probiere aus, wie dir eine KI (wie ChatGPT) beim Lernen oder bei Projekten helfen kann.</p></li><li><p>&#220;berlege gemeinsam mit anderen: Wo hilft uns die Technik und wo ist sie vielleicht nicht gut?<br></p><p>JL 04.04.2026</p></li></ul><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://johannalehmacher.substack.com/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Danke f&#252;rs Lesen von CC NaVi &#8211; Nachhaltigkeit &amp; Vielfalt - Johanna Lehmacher! Abonnieren Sie kostenlos, um neue Posts zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&#252;tzen.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Nachhaltigkeit und Vielfalt im Kontext der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs): Analyse, Verknüpfungen und Praxisbeispiele]]></title><description><![CDATA[Bedeutung von Nachhaltigkeit & Vielfalt f&#252;r die SDGs]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/nachhaltigkeit-und-vielfalt-im-kontext</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/nachhaltigkeit-und-vielfalt-im-kontext</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Sat, 04 Apr 2026 19:00:08 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5s_y!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F87e317d2-9475-4712-8f35-b4e34ced2d9c_1000x598.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren <strong>17 Zielen f&#252;r nachhaltige Entwicklung</strong> (Sustainable Development Goals, SDGs) bildet einen globalen Rahmen f&#252;r die F&#246;rderung von Frieden, Wohlstand und den Schutz unserer Erde. <strong>Nachhaltigkeit und Vielfalt</strong> sind dabei zentrale Prinzipien, die sich durch alle SDGs ziehen und deren Umsetzung ma&#223;geblich beeinflussen. <em><strong>Nachhaltigkeit</strong></em> umfasst die &#246;kologische, &#246;konomische, soziale und zunehmend auch die kulturelle Dimension, w&#228;hrend <em><strong>Vielfalt</strong></em> als biologische, soziale und kulturelle Diversit&#228;t verstanden wird. Beide Konzepte sind eng miteinander verkn&#252;pft und verst&#228;rken sich gegenseitig: Eine nachhaltige Entwicklung ist ohne die Achtung und F&#246;rderung von Vielfalt nicht m&#246;glich, und umgekehrt ist Vielfalt ein Motor f&#252;r nachhaltige L&#246;sungen.</p><p>Die SDGs adressieren globale Herausforderungen wie Armut, Hunger, Gesundheit, Bildung, Gleichstellung, Wasser, Klima, Biodiversit&#228;t und soziale Gerechtigkeit. Sie fordern explizit, dass niemand zur&#252;ckgelassen wird und dass die Bed&#252;rfnisse der schw&#228;chsten Bev&#246;lkerungsgruppen besonders ber&#252;cksichtigt werden. Die Rolle von Vielfalt zeigt sich in der Anerkennung unterschiedlicher Lebensweisen, Kulturen, &#214;kosysteme und sozialer Gruppen, die alle zur Erreichung der SDGs beitragen. In diesem Bericht werden die Konzepte Nachhaltigkeit und Vielfalt im Kontext der SDGs systematisch analysiert, die wichtigsten Verkn&#252;pfungen herausgearbeitet und konkrete Beispiele aus Politik, Bildung und lokalen Initiativen vorgestellt.</p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5s_y!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F87e317d2-9475-4712-8f35-b4e34ced2d9c_1000x598.png" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!5s_y!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F87e317d2-9475-4712-8f35-b4e34ced2d9c_1000x598.png 424w, 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class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a></figure></div><p>Die SDGs sind als universelle, unteilbare und miteinander verkn&#252;pfte Ziele konzipiert. Nachhaltigkeit wird dabei als Entwicklung verstanden, die die Bed&#252;rfnisse der heutigen Generation erf&#252;llt, ohne die M&#246;glichkeiten zuk&#252;nftiger Generationen zu gef&#228;hrden. Vielfalt &#8211; in ihren biologischen, sozialen und kulturellen Auspr&#228;gungen &#8211; ist sowohl Ziel als auch Voraussetzung nachhaltiger Entwicklung. Die SDGs adressieren Vielfalt auf verschiedenen Ebenen:</p><ul><li><p><strong>Biologische Vielfalt (Biodiversit&#228;t):</strong> Schutz und nachhaltige Nutzung von &#214;kosystemen, Arten und genetischen Ressourcen (SDG 14, SDG 15).</p></li><li><p><strong>Kulturelle Vielfalt:</strong> Anerkennung und F&#246;rderung unterschiedlicher kultureller Ausdrucksformen, Sprachen und Wissenssysteme (SDG 4, SDG 11).</p></li><li><p><strong>Soziale Vielfalt:</strong> Inklusion, Gleichstellung und Antidiskriminierung (SDG 5, SDG 10).</p></li></ul><p>Die SDGs sind so gestaltet, dass sie Synergien zwischen Nachhaltigkeit und Vielfalt erm&#246;glichen und Zielkonflikte transparent machen. Die folgende Tabelle gibt einen strukturierten &#220;berblick &#252;ber die wichtigsten SDGs und ihre Verbindung zu Nachhaltigkeit und Vielfalt.</p><p><strong>Tabelle 1: SDGs und ihre Verbindung zu Nachhaltigkeit und Vielfalt</strong></p><p><strong>SDG&#8217;s Bezug zu Vielfalt (biologisch, sozial, kulturell)</strong></p><p><strong>SDG 1: </strong>Armutsbek&#228;mpfung, soziale Sicherheit =&gt; Soziale Inklusion, Zugang zu Ressourcen, Diversit&#228;t der Lebenslagen</p><p><strong>SDG 2: </strong>Ern&#228;hrungssicherheit, nachhaltige Landwirtschaft =&gt; Agrar&#246;kologie, Biodiversit&#228;t, kulturelle Ern&#228;hrungsweisen</p><p><strong>SDG 3:</strong> Gesundheit, Wohlergehen =&gt; Umweltgerechtigkeit, Diversit&#228;t der Gesundheitsbed&#252;rfnisse</p><p><strong>SDG 4: </strong>Bildung f&#252;r nachhaltige Entwicklung =&gt; Chancengerechtigkeit, Inklusion, kulturelle Vielfalt</p><p><strong>SDG 5: </strong>Geschlechtergleichstellung =&gt; Gender-Diversit&#228;t, Inklusion, Antidiskriminierung</p><p><strong>SDG 6: s</strong>auberes Wasser, Sanit&#228;reinrichtungen =&gt; Zugangsgerechtigkeit, Schutz aquatischer &#214;kosysteme</p><p><strong>SDG 10: </strong>Weniger Ungleichheiten =&gt; Soziale Vielfalt, Inklusion, Antidiskriminierung</p><p><strong>SDG 11: </strong>Nachhaltige St&#228;dte und Gemeinden =&gt; Urbane Biodiversit&#228;t, kulturelle Vielfalt, soziale Teilhabe</p><p><strong>SDG 12: </strong>Nachhaltiger Konsum und Produktion =&gt; Vielfalt in Lieferketten, Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung</p><p><strong>SDG 13: </strong>Ma&#223;nahmen zum Klimaschutz =&gt; Klimaresilienz, Biodiversit&#228;t, soziale Gerechtigkeit</p><p><strong>SDG 14: </strong>Leben unter Wasser =&gt; Marine Biodiversit&#228;t, kulturelle Dimensionen</p><p><strong>SDG 15: </strong>Leben an Land =&gt; Biodiversit&#228;tsschutz, indigene Rechte, kulturelle Vielfalt</p><p><strong>SDG 16: </strong>Frieden, Gerechtigkeit =&gt; Wahrung der Sch&#246;pfung, Klimaschutzma&#223;nahmen. </p><p>Die SDGs sind als universelle, unteilbare und miteinander verkn&#252;pfte Ziele konzipiert. Nachhaltigkeit wird dabei als Entwicklung verstanden, die die Bed&#252;rfnisse der heutigen Generation erf&#252;llt, ohne die M&#246;glichkeiten zuk&#252;nftiger Generationen zu gef&#228;hrden. Vielfalt &#8211; in ihren biologischen, sozialen und kulturellen Auspr&#228;gungen &#8211; ist sowohl Ziel als auch Voraussetzung nachhaltiger Entwicklung. Die SDGs adressieren Vielfalt auf verschiedenen Ebenen.</p><p>Die Tabelle verdeutlicht, dass <strong>Nachhaltigkeit und Vielfalt in allen SDGs </strong>eine Rolle spielen, wobei einige Ziele besonders hervorstechen: SDG 10 (Weniger Ungleichheiten), SDG 13 (Klimaschutz), SDG 15 (Leben an Land), SDG 4 (Bildung), SDG 5 (Geschlechtergleichstellung) und SDG 11 (Nachhaltige St&#228;dte und Gemeinden).</p><p><strong>Verkn&#252;pfungen: Wie Nachhaltigkeit und Vielfalt sich gegenseitig verst&#228;rken</strong></p><p>Die SDGs sind durch zahlreiche Wechselwirkungen und Synergien miteinander verbunden. Besonders die biodiversit&#228;tsfokussierten Ziele (SDG 14 und SDG 15) wirken als Multiplikatoren f&#252;r die Erreichung anderer Ziele. Eine intakte Biosph&#228;re ist die Grundlage f&#252;r Wirtschaft, Gesellschaft und Lebensqualit&#228;t. Die F&#246;rderung von Vielfalt &#8211; biologisch, sozial und kulturell &#8211; erh&#246;ht die Resilienz gegen&#252;ber Krisen, st&#228;rkt Innovation und tr&#228;gt zur sozialen Gerechtigkeit bei.</p><p>Synergien entstehen etwa durch die integrative Betrachtung von Klimaschutz und Biodiversit&#228;tsschutz: Ma&#223;nahmen wie die Wiedervern&#228;ssung von Mooren oder der Umbau von W&#228;ldern f&#246;rdern sowohl die Kohlenstoffbindung als auch die Artenvielfalt. Die Einbindung indigener und lokaler Wissenssysteme erm&#246;glicht nachhaltige L&#246;sungen, die an die jeweiligen &#246;kologischen und kulturellen Bedingungen angepasst sind.</p><p><em><strong>Zielkonflikte treten auf, wenn Fortschritte in einem Bereich negative Auswirkungen in einem anderen erzeugen, etwa zwischen Klimaschutz und Biodiversit&#228;t oder zwischen Wirtschaftswachstum und sozialer Teilhabe. Ein konstruktiver Umgang mit Zielkonflikten erfordert systemisches Denken und transparente Abw&#228;gungsprozesse.</strong></em></p><p><strong>Kulturelle Vielfalt: Definition, Bedeutung und Beispiele f&#252;r SDG-Umsetzung</strong></p><p>Kulturelle Vielfalt umfasst die Anerkennung und Wertsch&#228;tzung unterschiedlicher Sprachen, Traditionen, Ausdrucksformen und Wissenssysteme. Sie ist ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Entwicklung und tr&#228;gt zur Innovation, sozialen Koh&#228;sion und Resilienz bei. Kulturelle Vielfalt wird in den SDGs insbesondere durch SDG 4 (Bildung), SDG 11 (St&#228;dte), SDG 15 (Leben an Land) und SDG 17 (Partnerschaften) adressiert.</p><p>Beispiele f&#252;r die Umsetzung kultureller Vielfalt in der Praxis sind:</p><ul><li><p><strong>Integration indigener Sprachen und Wissenssysteme in die Bildung:</strong> Programme wie das UNESCO-Programm &#8222;BNE 2030&#8220; f&#246;rdern die Anerkennung lokaler Sprachen und die Vermittlung traditionellen Wissens.</p></li><li><p><strong>F&#246;rderung kultureller Ausdrucksformen:</strong> Projekte wie &#8222;Vom Schaf zur Wolle&#8220; oder Kunstworkshops zur Wertsch&#228;tzung der Biodiversit&#228;t zeigen, wie kulturelle Praktiken zur nachhaltigen Entwicklung beitragen.</p></li><li><p><strong>Partizipative Stadtentwicklung:</strong> Die Einbindung unterschiedlicher kultureller Gruppen in die Gestaltung von St&#228;dten und Gemeinden st&#228;rkt die soziale Teilhabe und die Innovationskraft.</p></li></ul><div><hr></div><p><strong>Biologische Vielfalt: Rolle f&#252;r die SDGs und politische Instrumente</strong></p><p>Biologische Vielfalt ist die Grundlage f&#252;r Ern&#228;hrungssicherheit, Gesundheit, Wasser, Klima und kulturelle Identit&#228;t. Der Schutz und die nachhaltige Nutzung von Biodiversit&#228;t sind zentrale Ziele der SDGs, insbesondere SDG 14 und SDG 15. Politische Instrumente wie die &#8222;Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt 2030&#8220; und die EU-Biodiversit&#228;tsstrategie setzen ambitionierte Ziele f&#252;r den Erhalt und die Wiederherstellung von &#214;kosystemen.</p><p>Ma&#223;nahmen zur F&#246;rderung der Biodiversit&#228;t umfassen:</p><ul><li><p><strong>Schutzgebiete und Biotopverbund:</strong> Ausweisung und Vernetzung von Schutzgebieten zur Erhaltung von Arten und Lebensr&#228;umen.</p></li><li><p><strong>F&#246;rderung nachhaltiger Landwirtschaft und Forstwirtschaft:</strong> Erhalt genetischer Vielfalt, Reduktion von Pestiziden und F&#246;rderung extensiver Bewirtschaftung.</p></li><li><p><strong>Einbindung indigener und lokaler Gemeinschaften:</strong> Anerkennung von ICCA (Indigenous Peoples and Community Conserved Territories and Areas) als Schl&#252;sselakteure im Biodiversit&#228;tsschutz.</p></li></ul><div><hr></div><p><strong>Soziale Vielfalt: Inklusion, Antidiskriminierung und partizipative Governance</strong></p><p>Soziale Vielfalt umfasst die Anerkennung und F&#246;rderung unterschiedlicher sozialer Gruppen, Lebenslagen und Identit&#228;ten. Inklusion, Antidiskriminierung und partizipative Governance sind zentrale Prinzipien nachhaltiger Entwicklung. Programme zur F&#246;rderung sozialer Vielfalt setzen auf die Beseitigung von Barrieren, die Schaffung inklusiver Strukturen und die Beteiligung aller Gruppen an Entscheidungsprozessen.</p><p>Beispiele f&#252;r die Umsetzung sozialer Vielfalt sind:</p><ul><li><p><strong>Inklusive Bildungssysteme:</strong> Integration von Kindern mit besonderen Bed&#252;rfnissen in Regelschulen, F&#246;rderung von Diversity-Kompetenz und Antidiskriminierung.</p></li><li><p><strong>Diversit&#228;t in der Arbeitswelt:</strong> Unternehmen wie SAP und Deutsche Telekom f&#246;rdern kulturelle Vielfalt und Inklusion durch gezielte Ma&#223;nahmen und Schulungen.</p></li><li><p><strong>Partizipative Stadtentwicklung:</strong> B&#252;rgerbeteiligung und die Einbindung benachteiligter Gruppen in politische Prozesse st&#228;rken die Demokratie und den sozialen Zusammenhalt.</p></li></ul><div><hr></div><p><strong>Politikbeispiele: Nationale Strategien und Gesetzgebung (Deutschland, EU, UN)</strong></p><p>Die Umsetzung der SDGs in Deutschland erfolgt durch die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (DNS), die regelm&#228;&#223;ig aktualisiert und durch breite Beteiligungsprozesse weiterentwickelt wird. Die DNS 2025 legt besonderen Fokus auf die soziale Dimension der Nachhaltigkeit, die Erhaltung nat&#252;rlicher Lebensgrundlagen und die F&#246;rderung von Vielfalt. Die EU-Biodiversit&#228;tsstrategie und die EU-Waldstrategie setzen verbindliche Ziele f&#252;r den Schutz von &#214;kosystemen und die F&#246;rderung von Biodiversit&#228;t.</p><p>Internationale Abkommen wie die Biodiversit&#228;tskonvention (CBD), das Pariser Klimaabkommen und die UN-Dekade zur Wiederherstellung von &#214;kosystemen f&#246;rdern die globale Zusammenarbeit und die Einbindung indigener und lokaler Gemeinschaften.</p><div><hr></div><p><br><strong>Lokale Initiativen: Praxisbeispiele aus NGOs, Kommunen und Projekten (z. B. NABU)</strong></p><p>Lokale Initiativen spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung von Nachhaltigkeit und Vielfalt. NGOs wie NABU und NAJU setzen zahlreiche Mikroprojekte um, die Biodiversit&#228;t, Umweltbildung und soziale Gerechtigkeit f&#246;rdern. Kommunen entwickeln Nachhaltigkeitsstrategien, f&#246;rdern partizipative Stadtentwicklung und setzen auf die Integration von Vielfalt in allen Handlungsfeldern.</p><p>Beispiele f&#252;r lokale Initiativen sind:</p><ul><li><p><strong>Climate Action for Climate Justice in Brandenburg:</strong> F&#246;rderung von Klimagerechtigkeit und sozialer Inklusion durch Bildungsworkshops und politische Beteiligung.</p></li><li><p><strong>B&#252;ndnis f&#252;r Artenvielfalt Bad Pyrmont-L&#252;gde:</strong> Zusammenarbeit von St&#228;dten, Institutionen und B&#252;rger*innen zur F&#246;rderung der heimischen Artenvielfalt durch Bl&#252;hstreifen und Streuobstwiesen.</p></li><li><p><strong>Neue Streuobstwiesen zwischen Neubauten:</strong> Partizipative Stadtentwicklung zur F&#246;rderung regionaler Biodiversit&#228;t und sozialer Teilhabe.</p></li></ul><div><hr></div><p><strong>Indigene und traditionelle Wissenssysteme: Beitr&#228;ge zu Biodiversit&#228;t und Nachhaltigkeit</strong></p><p>Indigene und traditionelle Wissenssysteme sind von zentraler Bedeutung f&#252;r die Erhaltung von Biodiversit&#228;t und die Entwicklung nachhaltiger L&#246;sungen. Indigene Gemeinschaften verwalten einen Gro&#223;teil der weltweiten Artenvielfalt und verf&#252;gen &#252;ber tiefgehendes Wissen &#252;ber lokale &#214;kosysteme, nachhaltige Landwirtschaft und Ressourcennutzung.</p><p>Beispiele f&#252;r den Beitrag indigener Wissenssysteme sind:</p><ul><li><p><strong>Waldmanagement der Kayapo im Amazonas:</strong> Anlage von &#8222;Waldinseln&#8220; zur F&#246;rderung der Artenvielfalt und Kohlenstoffbindung.</p></li><li><p><strong>Wasserbewirtschaftung der Aymara in den Anden:</strong> Entwicklung von Terrassen und Bew&#228;sserungskan&#228;len zur nachhaltigen Landwirtschaft in trockenen Regionen.</p></li><li><p><strong>ICCA-GSI-Initiative:</strong> Unterst&#252;tzung indigener und lokaler Gemeinschaften bei der Verwaltung von Schutzgebieten und der Wiederherstellung von &#214;kosystemen in &#252;ber 45 L&#228;ndern.</p></li></ul><p>Die Anerkennung und Einbindung indigener Rechte und Wissenssysteme sind zentrale Erfolgsfaktoren f&#252;r die Umsetzung der SDGs und die Bew&#228;ltigung globaler Krisen.</p><div><hr></div><p><strong>Messung und Indikatoren: Wie Vielfalt und Nachhaltigkeit gemessen werden</strong></p><p>Die Messung von Vielfalt und Nachhaltigkeit erfolgt durch ein umfassendes System von Indikatoren auf globaler, nationaler und lokaler Ebene. Die SDGs werden durch 231 weltweit vergleichbare Indikatoren erfasst, die auf Basis nationaler Daten gef&#252;llt werden. In Deutschland werden die Fortschritte durch das Statistische Bundesamt und das SDG-Portal dokumentiert.</p><p>Indikatoren umfassen:</p><ul><li><p><strong>Biologische Vielfalt:</strong> Anzahl und Fl&#228;che von Schutzgebieten, Artenvielfalt, Zustand von &#214;kosystemen.</p></li><li><p><strong>Soziale Vielfalt:</strong> Zugang zu Bildung, Gesundheit, Teilhabe, Inklusion, Diskriminierung.</p></li><li><p><strong>Kulturelle Vielfalt:</strong> Anzahl der Sprachen, kulturelle Ausdrucksformen, Beteiligung an kulturellen Aktivit&#228;ten.</p></li></ul><p>Die Messung erfolgt zunehmend partizipativ und evidenzbasiert, um die Wirksamkeit von Ma&#223;nahmen zu &#252;berpr&#252;fen und gezielte Steuerung zu erm&#246;glichen.</p><p><strong>Fazit: Nachhaltigkeit und Vielfalt als Schl&#252;ssel f&#252;r die SDGs</strong></p><p>Nachhaltigkeit und Vielfalt sind untrennbar miteinander verbunden und bilden die Grundlage f&#252;r die erfolgreiche Umsetzung der 17 Ziele f&#252;r nachhaltige Entwicklung. Die Anerkennung und F&#246;rderung biologischer, sozialer und kultureller Vielfalt erh&#246;hen die Resilienz gegen&#252;ber globalen Krisen, st&#228;rken Innovation und tragen zur sozialen Gerechtigkeit bei. Die SDGs bieten einen umfassenden Rahmen, um Synergien zu nutzen, Zielkonflikte konstruktiv zu bearbeiten und nachhaltige L&#246;sungen zu entwickeln.</p><p>Die Praxis zeigt, dass politische Strategien, Bildungsinitiativen und lokale Projekte entscheidende Beitr&#228;ge leisten k&#246;nnen. Die Einbindung indigener und lokaler Wissenssysteme, die F&#246;rderung von Inklusion und Antidiskriminierung sowie die partizipative Gestaltung von St&#228;dten und Gemeinden sind zentrale Erfolgsfaktoren. Die Messung von Fortschritten durch Indikatoren und die transparente Kommunikation von Herausforderungen und L&#246;sungen st&#228;rken die Legitimation und Wirksamkeit nachhaltiger Entwicklung.</p><p>Um die SDGs bis 2030 zu erreichen, ist eine Verst&#228;rkung und Beschleunigung der bisherigen Anstrengungen erforderlich. Nachhaltigkeit und Vielfalt m&#252;ssen als integrale Prinzipien in allen Bereichen der Gesellschaft verankert werden &#8211; von der Politik &#252;ber die Bildung bis hin zu lokalen Initiativen. Nur so kann eine gerechte, lebenswerte und zukunftsf&#228;hige Welt f&#252;r alle geschaffen werden.</p><div><hr></div><p><strong>Hervorgehobene Erkenntnisse:</strong></p><ul><li><p><strong>Biodiversit&#228;tsfokussierte SDGs (14 und 15) sind Multiplikatoren f&#252;r die Erreichung anderer Ziele.</strong></p></li><li><p><strong>Bildung f&#252;r nachhaltige Entwicklung (BNE) ist Schl&#252;sselstrategie f&#252;r die Umsetzung der SDGs.</strong></p></li><li><p><strong>Indigene und lokale Wissenssysteme sind entscheidend f&#252;r Biodiversit&#228;tsschutz und nachhaltige Entwicklung.</strong></p></li><li><p><strong>Soziale und kulturelle Vielfalt erh&#246;hen die Resilienz und Innovationskraft von Gesellschaften.</strong></p></li><li><p><strong>Zielkonflikte sind unvermeidlich, aber ihr konstruktiver Umgang ist Voraussetzung f&#252;r nachhaltige L&#246;sungen.</strong></p></li></ul><p><em><strong>Fazit:<br>Die Synthese basiert auf den offiziellen UN&#8209;Quellen (Agenda 2030, UNRIC), der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (BMUV) und begleitenden Informationsportalen. Diese Quellen zeigen, dass Nachhaltigkeit ohne Vielfalt nicht denkbar ist &#8211; biologische, soziale und kulturelle Diversit&#228;t sind zentrale Voraussetzungen f&#252;r eine gerechte und zukunftsf&#228;hige Weltgemeinschaft.</strong></em></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Mein persönliches „Warum“ als Initiatorin des Change Club NaVi]]></title><description><![CDATA[Warum ich den Change Club NaVi mit initiiere]]></description><link>https://johannalehmacher.substack.com/p/mein-personliches-warum-als-initiatorin</link><guid isPermaLink="false">https://johannalehmacher.substack.com/p/mein-personliches-warum-als-initiatorin</guid><dc:creator><![CDATA[MOVE.HOPE.LIVE. JLehmacher]]></dc:creator><pubDate>Sat, 04 Apr 2026 18:30:58 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!mr8v!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fed7314d7-2b2c-4392-9acd-b02d6784436e_81x81.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>In meinem Leben viele Welten kennengelernt &#8211; beruflich, kulturell, innerlich. Und immer wieder erlebt: Wenn Menschen wirklich in Beziehung gehen &#8211; mit sich selbst, mit anderen, mit dem, was sie umgibt &#8211; entsteht etwas Neues. Etwas Verbindendes, etwas Wirksames. Genau hier liegt f&#252;r mich der Schl&#252;ssel f&#252;r gesellschaftlichen Wandel.</p><p>Unsere Zeit stellt uns vor zwei gewaltige Herausforderungen: die &#246;kologische Krise und das friedliche Zusammenleben in Vielfalt. Beide Themen sind untrennbar verbunden. Denn was das Klima belastet, betrifft die Natur &#8211; und uns, Menschen. Und wer Zugeh&#246;rigkeit erf&#228;hrt, wird Verantwortung f&#252;r ein gr&#246;&#223;eres Ganzes &#252;bernehmen.</p><p>Deshalb braucht Wandel R&#228;ume, in denen wir gemeinsam lernen, zuh&#246;ren, handeln. R&#228;ume, in denen systemisches Denken, Beziehungskompetenz und inneres Wachstum genauso wichtig sind wie politische Vision oder &#246;kologisches Wissen.</p><p>Der Change Club NaVi ist f&#252;r mich so ein Raum. Kein fertiges Konzept &#8211; sondern eine Einladung: zum Mitgestalten, zum Mitf&#252;hlen, zum Dazugeh&#246;ren.</p><p>Was bedeutet f&#252;r dich ein gutes Leben &#8211; in einer vielf&#228;ltigen, verletzlichen, lernenden Gesellschaft?</p>]]></content:encoded></item></channel></rss>